Virtuelle Ausstellung: Das Kino des Ersten Weltkriegs

Im Internet beleuchtet eine vom Deutschen Filminstitut kuratierte Ausstellung der Deutschen Digitalen Bibliothek, welche Rolle Film im Ersten Weltkrieg spielte.

Der Erste Weltkrieg war in vielerlei Hinsicht eine Epochenzäsur, und diese hinterließ ihre Spuren auch im damals noch jungen Medium Film. Mit dem Krieg ging eine Nationalisierung der zuvor international verflochtenen Filmindustrien einher; zudem wurde das Kriegsgeschehen auf neuartige Weise zum „Medienkrieg“, bei dem der Film zum Zweck der Propaganda gezielt instrumentalisiert wurde. Eine virtuelle Ausstellung der Deutschen digitalen Bibliothek, kuratiert vom Deutschen Filminstitut, widmet sich der „transnationalen Mediengeschichte“ des Ersten Weltkriegs und beleuchtet auf 20 Seiten mit Texten, Fotos und Videos verschiedene Aspekte des Themas. So geht es um die Arbeit der Filmschaffenden, die von den Kriegsschauplätzen berichteten und jenes (teils dokumentarische, oft aber inszenierte) Material lieferten, das in Wochenschauen und „Aktualitätenfilmen“ das Bild des Krieges formte, u.a. mit einem Fokus auf dem deutschen Kameramann Wolfgang Filzinger (Foto). Es geht um die Einbindung von Filmstars ins Kriegsgeschehen – sei es zu Zwecken der Propaganda, zum Verkauf von Kriegsanleihen oder zur „Stärkung“ der Truppenmoral – ebenso wie um die mediale Konstruktion von Fremdbildern und Vorstellungen der eigenen Überlegenheit. Weitere Schlaglichter beschäftigen sich mit dem Aufschwung des Spionagefilms sowie mit filmisch vermittelten Geschlechterrollenbildern. Eine facettenreiche, sehr anschauliche Zusammenschau.

Hier geht's zur Ausstellung: http://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/kino

 

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