Cormac McCarthy, Franz Kafka, Albert Camus: Wer einen Soundtrack von Nick Cave und Warren Ellis produziert haben möchte, der muss schon überzeugend gewichtige Karten auf den Tisch legen. Für David Oelhoffens existenzialistischen Algerien-Western „Den Menschen so fern“ hat das Duo seine Arbeitsweise im Gegenzug etwas weiter vom Song entfernt und sich für fast schon abstrakte, mit viel Electronics verfremdete Soundscapes entschieden.


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Der aktuelle deutsche Kinofilm kann sich sehen- aber auch hörenlassen: dank des Talents und der Vielseitigkeit von Filmkomponistinnen und -komponisten, die aus Filmen Hörerlebnisse machen. Ihnen ist eine neue CD-Edition des FILMDIENST gewidmet: Die Reihe „Edition Filmmusik – Komponiert in Deutschland“ bietet einen kompetenten Überblick über die aktuelle deutsche Filmmusik, wobei jede CD jeweil eine Komponistin oder einen Komponisten präsentiert und in einem ausführlichen Booklet vorstellt.
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„Wir sprechen über einen Film, bevor es überhaupt ein Drehbuch gibt“, erläutert Music Supervisor Randall Poster seine aktuell siebte Zusammenarbeit mit Wes Anderson bei „Moonrise Kingdom“. „Durch meine Ideen und Vorschläge versuche ich, etwas Mörtel zwischen die (Drehbuch-)Steine zu bringen, die Wes zusammenträgt. Wir reden, wir hören großartige Musik, die dann in den Film findet. So verbringen wir unser Leben!“


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Zum ersten Mal bewusst gehört habe ich seine Musik 1975 in Krzysztof Zanussis umstrittenem Frauenfilm „Zwischenbilanz“. In Erinnerung geblieben sind das ausdrucksstarke Gesicht der leidenden Maja Komorowska – und die eingängige, etwas süßliche Musik von Wojciech Kilar, jener „Kilar-Sound“, wie er seitdem immer wieder in ganz verschiedenen Filmen zu hören war: großes Orchester, viele Streicher, eine sich mitunter an der Grenze zum Kitsch bewegende Melodiösität.


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