Berlin Station

In einem Albtraum wird Steve Frost (Richard Jenkins), der Chef des Berliner CIA-Büros, von einer Vision geplagt: Wasser flutet in die Kellerbüros und ertränkt ihn. Tatsächlich sieht es für Frost und seine Kollegen gerade nicht besonders gut aus. Ein Whistleblower hat Informationen über die Tätigkeiten des CIA in Deutschland an die Berliner Zeitung weitergegeben; die Veröffentlichung strapaziert das deutsch-amerikanische Verhältnis. Aus dieser prekären Situation soll der Analytiker Daniel Miller (Richard Armitage) helfen, indem er den Whistleblower aufspürt. Für Miller, der in Berlin aufwuchs, ist das eine Art Heimspiel, wenngleich sich der Fall als ziemlich abgründig und brandgefährlich erweist.

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The Last Tycoon

Hollywood in den 1930er-Jahren: Was wäre Brady American Pictures ohne seinen Produzenten Monroe Stahr? Pat Brady (Kelsey Grammer), der Studioboss, ist sich bewusst, dass Monroe (Matt Bomer) schnell von einem der großen Studios abgeworben werden kann. Die Weltwirtschaftskrise macht seinem Studio zu schaffen, und dann taucht auch noch der deutsche Konsul auf und will Monroes Hommage an seine zwei Jahre zuvor verstorbene Frau Mínna Davis, die der Star des Studios war, für den deutschen Markt zensieren, weil das „Rassenempfinden des deutschen Volkes“ verletzt werde.

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Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses

Im Jahr 1876 ist die „Indianerfrage“ nach blutigen Kämpfen zwischen Ureinwohnern und Armee wieder akut. Innerhalb der Staatsführung in Washington wird Völkermord als Option durchaus erwogen, doch fällt die Entscheidung letztlich auf das moderate Programm von Senator Henry Dawes (Aidan Quinn). Dieses sieht vor, die Ureinwohner vollwertig in die US-Gesellschaft zu integrieren – sofern sie bereit sind, ihre traditionelle Lebensweise aufzugeben.

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For the Love of Spock

Von 1966 bis zu seinem Tod 2015 wurde Leonard Nimoy mit der Rolle des vernunftgesteuerten Vulkaniers Spock in der Serie „Star Trek“ und ihren diversen Ablegern identifiziert. Dass der Darsteller dieser Festlegung mit ambivalenten Gefühlen gegenüberstand, ist nicht neu, wird im Dokumentarfilm „For the Love of Spock“ aber nochmals kurzweilig herausgearbeitet.

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The Girl from the Song

Gegensätze ziehen sich an: Im Fall von Eric und Jo trifft das auf jedem Fall zu. Er ist ein schüchterner, verträumter Musiker, der lieber allein im Zimmer Gitarre spielt als mit Freunden etwas zu unternehmen. Sie hingegen, eine quirlige, lebhafte Weltenbummlerin, strahlt eine unglaubliche Dynamik aus. Eines Abends laufen sich die beiden über den Weg; genauer: sie fällt von einem Baum direkt auf ihn. Zunächst genervt von ihrer Art und dem Umstand, die Nacht mit gebrochener Nase im Krankenhaus verbringen zu müssen, kommt er ihr dennoch schnell näher.

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Poldark - Staffel 2

Der britischen Serie um einen Landadligen im Cornwall des späten 18. Jahrhunderts gelingt auch in der zweiten Staffel eine unterhaltsame Mischung aus Familiensaga und Gesellschaftsporträt: Nachdem die emotionalen Verwerfungen zwischen dem Titelheld Ross Poldark (Aidan Turner), seiner einstigen, untreuen Liebsten Elizabeth und der neuen Gefährtin Demelza im Vordergrund standen, wird das Leben der Figuren nun zunehmend von äußeren Erschütterungen verdunkelt.

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Black Butterfly - Der Mörder in mir

Einen Fremden zu sich nach Hause einzuladen, ist vielleicht keine gute Idee, nachdem in der Gegend mehrere Frauen auf ungeklärte Weise verschwunden sind. Aber schließlich ist Drehbuchautor Paul (Antonio Banderas) keine Frau, und der Fremde (Jonathan Rhys Meyers) ist ihm zuvor bei einer drohenden Schlägerei in einem Diner zu Hilfe gekommen.

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Fighting Games

Harry Fox ist ein junger Banker, der es sich in Dublin gutgehen lässt – bis er plötzlich seinen Job los ist. Sein IT-Kollege Vernon aber hat einen Plan parat, um schnell wieder an Geld zu kommen. Wie wäre es, im Darknet ein Portal zu installieren, das Leute zum „Geschäftemachen“ animiert? Zwei Gegner setzen ihr Leben, einer verliert und stirbt, der Sieger behält den Einsatz. Das makabre Konzept kommt gut an.

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Tassilo - Ein Fall für sich

In manchen Werkverzeichnissen von Martin Walser tauchen seine „Tassilo“-Hörspiele und deren Fernsehverfilmung gar nicht auf. Man vernachlässigt sie als beiläufige Fingerübungen. Gewiss sind die Abenteuer des Privatdetektivs Tassilo S. Grübel keine Großkunst im Oeuvre des „Chronisten der deutschen Seele“, wie Walser jüngst vom „Spiegel“ tituliert wurde, aber einige der Lieblingsthemen und Obsessionen des Schriftstellers offenbaren sich hier in Satire-Form mit wunderbarer Direktheit.

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Harmony

Die Menschheit ist gerettet! Was keinesfalls selbstverständlich ist, nachdem die Zeit des Maelstroms mit seinen globalen Unruhen millionenfachen Tod und (soziale) Verwüstung auf der Erde hinterlassen hat. Dank einer genialen Medizin ist die Welt aber nun geheilt: Ein Nanobot namens „Watch Me“, sorgt, einmal injiziert, mit seiner Software dafür, dass der Mensch nicht mehr auf die schiefe Bahn gelangt, keine Krankheiten ausbrütet und keine Drogen konsumiert, keine Kohlehydratdepots um Bauch und Beine anlegt, aber auch keine von der sexuellen Norm abweichenden Gelüste entwickelt. Die Kontrolle ist total.

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The Handmaid's Tale

„Wir schliefen in dem Raum, der einst die Turnhalle gewesen war.“ So beginnt Margaret Atwoods Roman „The Handmaid’s Tale“. Nichts war mehr so, wie es gewesen war, lässt uns die Erzählerin wissen. Das „wir“, das sind die Mägde, die in der Turnhalle auf ihre Rolle in der neuen Republik Gilead vorbereitet werden: für die Eliten Kinder gebären, um somit dem drastischen Geburtenrückgang Einhalt zu gebieten. Sie haben neue Namen und neue Identitäten bekommen. Die Erzählerin wurde zu Offred. Zu einer Sklavin.

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Auf der Sonnenseite

Während Frankreichs Jugend in den späten 1960er-Jahren auf der Straße die Revolution probt, wird sie mit Rückgriff auf die Historie in Mnouchkines Sonnen-Theater zur Realität. „1789“, das mit den 25 Schauspielern gemeinsam erarbeitete Stück über die Französische Revolution, läuft drei Jahre lang. Bei den letzten 13 Aufführungen zeichnen Kameras das Geschehen auf, die Filmfassung hat mitunter eine Schnittfrequenz, auf die auch ein damaliger Actionfilm hätte stolz sein können.

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Boys in the Trees

Manchmal erzählt der Soundtrack seine eigene Geschichte. Wenn in „Boys in the Trees“ erst „Glycerine“ von Bush, später „Milk“ von Garbage und „Engel“ von Rammstein zu hören sind, dann vermittelt der Film nicht nur einen genauen Eindruck von der Zeit, in der man sich befindet, sondern auch von der Stimmungslage und Lebensphase der jungen Protagonisten. Das Langfilmdebüt von Nicholas Verso spielt im Jahr 1997, an Halloween, und damit in jener Nacht, in der sich Leben und Tod so nah sind wie nur möglich.

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The Editor

„Giallo“ ist in erster Linie der Triumph der Form über den Inhalt: Die Filme z.B. von Mario Bava und Dario Argento nahmen sich die (in gelbem Einband veröffentlichten) Trash-Krimis der 1930er-Jahre zum Vorbild und erzählten mit virtuoser Schnitttechnik, satten Grundfarben und skurriler Gewalt mehr oder minder absurde Geschichten. Das in den 1960er- und 1970er-Jahren florierende italienische Genre erlebt aktuell ein Revival, zum Beispiel in Kanada.

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Quarry - Staffel 1

Was genau Mac Conway (Logan Marshall-Green) in Vietnam getan hat, erfährt man erst in der letzten Episode. Ungefähr kann man es sich aber auch vorher schon vorstellen: Die Empörung der Demonstranten, die dem aus Fernost heimkehrenden Soldaten und seinem Freund Arthur Solomon am Flughafen entgegenschlägt, lässt an das Massaker von My Lai (1968) denken, nach dem sich die öffentliche Meinung in den USA gegen den Krieg wendete.

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Chasing Coral

Korallen sind Schlüsselarten, Grundlage der umfassenden Habitate, die um sie herum entstehen: Sie ernähren und verstecken zahllose andere Spezies, ohne sie gäbe es das Riff als Ökosystem nicht. Daher ist es passend, dass der Dokumentarfilm um die vom Klimawandel massiv gefährdeten Tiere selbst wie ein Korallenriff wuchert. Statt nur ein Lamento auf die sterbende Schönheit der Meere zu singen, hält Regisseur Jeff Orlowski vor allem seinen eigenen Arbeitsprozess fest, wobei sein Film in zwei große Teile zerfällt.

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Ozark - Staffel 1

Marty Byrde (Jason Bateman) und sein Partner Bruce arbeiten als Finanzberater in Chicago, zugleich betreiben sie Geldwäsche für ein mexikanisches Drogenkartell. Das Geschäft läuft gut, das Privatleben nicht. Seitensprung, ritualisierte Gespräche mit Ehefrau Wendy (Laura Linney), die genervte Teenager-Tochter Charlotte (Sofia Hublitz) und ein Sohn (Skylar Gaertner), der fragwürdige Vorlieben entwickelt, stehen auf Martys Tagesordnung. Als Del (Esai Morales), der südamerikanische Auftraggeber, erfährt, dass Geld verschwunden ist, tötet er rücksichtslos alle Beteiligten – außer Marty.

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Devil's Candy

Und wieder einmal ein »böses« Haus, in dem einst eine Bluttat geschah, ein günstiger Verkauf des Anwesens, eine sympathische Familie, die dort ihre neue Heimstadt findet. Das alles klingt nicht nach einem originellen Horrorfilm, doch Regisseur Sean Byrne zeigt, wie dieser dennoch gelingen kann. Seine Mittel: ein charismatischer Nebendarsteller und eine brillante Kamera.

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Okja

Eine kunterbunte Fernsehshow: Immer neue Sensationen sollen das Publikum am Wegzappen hindern. Lucy Mirando (Tilda Swinton) tritt darin als eiskalte, völlig durchgeknallte Unternehmerin auf, die den Wettbewerb um das „Super-Schwein“ anpreist. Dann signalisiert ein Insert „10 Jahre später“, und die Geschichte landet in einer Naturidylle: in paradiesischen Zuständen inmitten südkoreanischer Wälder, die visuell an Steven Spielbergs Naturpark „Lost World“ erinnern – grandiose Wasserfälle, prächtige Panoramablicke, eine überquellende Fauna.

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To the Bone

Die Geschichte ist voll von Krankheiten, die zu Metaphern wurden. Man sah in ihnen Gottesstrafen oder die Folgen moralischer Dekadenz. Auch Jahrhunderte medizinischer Forschung haben wenig daran geändert, dass gerade psychisch Kranke oft als Mysterium betrachtet werden. Als Rätsel, das es zu lösen gilt. Ellen (Lily Collins), die magersüchtige Protagonistin, wird mit Antworten auf ihre Probleme geradezu bombardiert.

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4 Blocks

Ali „Tony“ Hamady wohnt seit 26 Jahren mit Frau und Tochter in Deutschland. Nun möchte der aus dem Libanon stammende Familienvater sein Leben ändern: raus aus der organisierten Kriminalität, rein in den geordneten, legalen Alltag. Doch das ist nicht so leicht. Denn Tony ist der Anführer eines in Berlin-Neukölln lebenden Familienclans und somit für die laufenden Geschäfte verantwortlich.

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Guardians

Es wäre ungerecht, „Guardians“ als eine russische Trittbrettfahrerei auf dem Zug der Superhelden-Spektakel aus Hollywood anzutun. Andererseits kann man bei dem Film von Sarik Andreasyan aber die Koketterie mit dem Marvel- und DC-Kinos nicht übersehen. Dabei gibt die Geschichte um die Überbleibsel eines UdSSR-Superhelden-Projekts, die im ignoranten Russland den Staat retten, aber auch ein treffliches Sujet für den einst realistisch getönten Ost-Science-Fiction-Film ab.

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The Hollow Crown - The War of the Roses

Shakespeares "House of cards" als schauspielersicher Höhenflug. Am Ende windet sich Richard III. (Benedict Cumberbatch) mit seinem Gegner, dem zukünftigen König Heinrich VII. (Luke Treadaway), im Dreck des Schlachtfelds, schmutzverkrustet, als Menschen kaum mehr kenntlich. Diese Szene fasst anschaulich zusammenfasst, wie in »The Hollow Crown« der Blick auf die durch Shakespeare vermittelte britische Geschichte des 14. und 15. Jahrhunderts, von der Herrschaft Richard II. bis zur Inthronisierung Heinrichs VII., ausfällt: eine riesige Schlammschlacht, in der Helden und Schurken nur noch schwer voneinander unterscheidbar sind.

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Culpa - Niemand ist ohne Schuld

Vom Wald in die Kirche: Der Titelvorspann von »Culpa« verdichtet in wenigen stilisierten Einstellungen, wie aus Bäumen ein hölzerner Beichtstuhl gefertigt wird. Das ist für eine Krimi-Serie ein seltsamer kunsthandwerklicher Schlenker, der sich allerdings schnell als stimmige Bild­metapher entpuppt. Für den namenlosen Priester (Stipe Erceg), um den die Serie kreist, ist der Job im Beichtstuhl ein Abenteuer in der Wildnis menschlicher Schwächen.

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War Machine

General Glen McMahon ist ein Relikt, ein Hammer in Schraubenzeiten. Die US-Streitkräfte mögen kurz vor ihrem Rückzug aus Afghanistan stehen, doch McMahon ist davon überzeugt, den asymmetrischen Krieg allein durch die Kraft seiner Persönlichkeit »gewinnen« zu können.

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The Night Of

Die Situation sieht nicht gut aus für Nasir Khan (Riz Ahmed). Der College-Student soll die 22-jährige Andrea Cornish mit mehreren Messerstichen ermordet haben. Die Polizei findet bei ihm ein blutverschmiertes Messer, das mit den Wunden der jungen Frau übereinstimmt. Nasir beteuert seine Unschuld; er kann sich nicht daran erinnern, sie ermordet zu haben. Was also ist in der Nacht passiert?

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Großes Kino – Neu auf DVD/BD

Einfach ist nichts in der Familie, die der kanadische Regisseur Xavier Dolan in seinem in Cannes 2016 mit dem Großen Preis der Jury prämierten Drama porträtiert: Der Besuch ihres „verlorenen Sohnes“, des Schriftstellers Louis (Gaspard Ulliel), wird zum Katalysator dafür, dass allerlei Zwistigkeiten zwischen der Mutter (Nathalie Baye), dem älteren Bruder (Vincent Cassel), dessen Frau (Marion Cotillard) und der kleinen Schwester (Léa Seydoux) hervorbrechen.

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Die irre Heldentour des Billy Lynn

Der Erste zu sein, bedeutet nicht automatisch Erfolg zu haben. Ang Lee kann für sich in Anspruch nehmen, Titanen wie James Cameron ausgestochen zu haben. Ein schwacher Trost angesichts der Tatsache, dass bei seinem furiosen Pionierunternehmen (fast) niemand zuschaute. Das mag daran gelegen haben, dass »Die irre Heldentour des Billy Lynn« mit seinem Abgesang auf die vermeintlichen Helden des Irak-Kriegs nicht unbedingt Popcorn-Kino ist. Vielleicht lag der Misserfolg, den der Film an den Kinokassen hatte, aber auch an der Art und Weise, wie er in die allermeisten Kinos kam – nämlich nicht so, wie von Ang Lee intendiert.

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Ai-un: Hugo Makibi Enomiya-Lassalle. Brückenbauer zwischen Zen und Christentum

„Ich muss zum Nichts gehen“, hat der Jesuitenpater Hugo Lassalle (1898-1990) an einer entscheidenden Weggabelung seines Lebens beherzt formuliert. In diesem „Nichts“ klingt zwar auch seine Erfahrung mit der buddhistischen Zen-Meditation an, der er sich zu diesem Zeitpunkt schon lange Jahre intensiv widmete. Doch das vielschichtige Filmporträt über den hochaufgeschossenen Jesuiten lässt keinen Zweifel daran, dass sich der Satz auch auf den Widerstand der katholischen Kirche bezieht, die seinem großen Lebensexperiment lange skeptisch-ablehnend gegenüberstand.

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I Love Dick

Ob Jill Soloway ihre Adaption von Chris Kraus’ gleichnamigem Buch deshalb nach Marfa, Texas verlegt hat, um einen passenden Rahmen für Kevin Bacons ersten Auftritt zu haben – hoch zu Pferde und mit Cowboyhut? Die Western-Landschaft gibt jedenfalls eine großartige Bühne für Dicks Männlichkeits-Selbstinszenierung ab.

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Bon Voyage, ihr Idioten

Als der elfjährige Alex in den Feldern in der Nähe seines rumänischen Heimatdorfs, das 1944 von den Deutschen besetzt ist, die Leiche eines jungen deutschen Soldaten findet, stürzt das den Ort in eine akute Bedrohungssituation: Sollte der Mörder des Deutschen nicht gefunden werden oder sich stellen, droht der Kommandant der Besatzungstruppe an, die zehn wichtigsten Würdenträger der kleinen Gemeinde hinzurichten.

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Erpressung - Wie viel ist deine Familie wert?

Gestützt durch die Macht des US-Dollars: Der Herzspezialist Kevin Riley unternimmt alles, damit der Urlaub für ihn, seine Frau und ihren Sohn perfekt wird. Das Upgrade im Hotel ist kein Thema, und als am Strand kein Boot mehr zu mieten ist, probiert er es eben bei preislich flexiblen Einheimischen. Mit der Familie geht es hinaus auf die See, wo er weitab vom touristischen Trubel an einer kleinen Insel festmacht.

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Hindafing

Unnachahmlich knappe Dialoge, wie sie vielleicht nur das bayerische Idiom zustande bringt: »Wos is’n des?«, fragt der Hindafinger Großmetzger Sepp Goldhammer, als er den Bürgermeister Alfons Zischl und den Ortspolizisten Erol nächtens am lokalen Wasserreservoir mit einem eindeutig als menschlichen Körper zu identifizierenden Paket erwischt. »Wos is wos?«, fragt Zischl zurück. Um schließlich doch noch hinzuzufügen: »Des is nix!«

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Taboo - Staffel 1

Die erste Staffel der von Schauspieler Tom Hardy, dessen Vater Chips Hardy und Drehbuchautor Steven Knight kreierten BBC-Serie hat ihren ganz eigenen Geschmack. Obwohl viele der Zutaten wohlbekannt sind, ergibt ihr neuer Mix eine exotische Kreation, die sich langsam entfaltet und auf ein fulminantes Finale zuläuft.

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The Whole Truth - Lügenspiel

Es sieht schlecht aus für seinen Mandanten, das lässt Strafverteidiger Richard Ramsay (Keanu Reeves) die Zuschauer schon am Anfang in einem Off-Kommentar wissen: Der junge Mike wurde von der Polizei neben der Leiche seines erstochenen Vaters gefunden; auf der Tatwaffe waren seine Fingerabdrücke, und gegenüber der Polizei hat er am Tatort ein Geständnis abgelegt. Trotzdem will Ramsay tun, was er kann, um dem Jungen vor Gericht zu helfen.

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American Gods

Wikinger betreten das Ufer einer neuen Welt und werden mit Kaskaden von Pfeilen empfangen. Durch eine Flaute werden sie davon abgehalten zu fliehen. Beschwörungen der Götter, ihnen Wind zu schicken, bleiben unerhört. Erst als sie gegeneinander kämpfen, werden sie von ihrem Kriegsgott erhört und können – arg dezimiert – in ihre Heimat zurückkehren.

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The Disappointments Room

Innovative Schockeffekte, überraschende Wendungen: Um so etwas schert sich Regisseur D.J. Caruso (»Disturbia«, »Eagle Eye«) in seinem Haunted-House-Film gar nicht erst. Offensichtlich ist er der Meinung, dass das Genre zwei Ingredienzien braucht: einen angemessen gruseligen Schauplatz und Protagonisten, um deren Leben man als Zuschauer zu bangen bereit ist. Dieses schlichte Rezept geht durchaus auf.

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Voice from the Stone

Man fühlt sich unweigerlich an Klassiker wie Henry James’ »Die Drehung der Schraube«, Charlotte Brontës »Jane Eyre« und Daphne du Mauriers »Rebecca« erinnert: Eine englische Gouvernante tritt in einem noblen, aber einsam gelegenen Anwesen in Norditalien ihren Dienst an und stellt mit zunehmender Beunruhigung fest, dass am Ort ihres Wirkens etwas nicht stimmt.

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Casting JonBenet

Die Fiktion beginnt unmittelbar an den engen Grenzen der eigenen Wahrnehmung. Bei echten Kriminalfällen aus den Nachrichten fiebert die Öffentlichkeit oft mit, als wären es spannende Geschichten. Man beginnt Rollen zuzuweisen, fiktionalisiert Menschen und Ereignisse, castet Helden und Schurken. In ihrem Dokumentarfilm nimmt sich die australische Filmemacherin Kitty Green dieses Phänomens an.

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Penny Dreadful - Die komplette dritte Season

Dass mit der dritten Staffel die mit Schauerromantik-Versatzstücken spielende Serie endet, hat viele Fans vor den Kopf gestoßen – aber immerhin ist den Machern ein rundes Ende gelungen. Nachdem sich der Freundeskreis um die von bösen Mächten heimgesuchte Vanessa Ives (Eva Green) am Ende von Staffel 2 in alle Winde zerstreute, sieht sich Vanessa im London des viktorianischen Zeitalters zunächst allein einem neuen Widersacher gegenüber.

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The Missing - Wo ist Oliver?

Nur für einen Moment verliert Tony Hughes (James Nesbitt) seinen fünfjährigen Sohn beim Urlaub in Nordfrankreich aus den Augen. Tony war mit Oliver schwimmen, danach will er an der Freibad-Bar etwas zu trinken kaufen. Weil dort ein Spiel der Fußball-WM übertragen wird – es ist das Jahr 2006 –, herrscht viel Trubel. Oliver wird von Tony getrennt. Und bleibt unauffindbar, auch nachdem Tony das ganze Bad abgesucht und die Polizei verständigt hat.

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Iron Fist

Nun ist das Marvel-Serienquartett komplett: Nach „Jessica Jones“, „Daredevil“ (gleich mit zwei Staffeln) und „Luke Cage“ vervollständigt „Iron Fist“ jenes Team der an sich selbst zweifelnden Superhelden, die in diversen New Yorker Stadtteilen agieren, ihre Bestimmung im Kampf gegen böse Mächte finden und dabei ihre inneren Dämonen besiegen müssen. Der junge Milliardärssohn Danny Rand hatte als Neunjähriger seine Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren, wurde als einziger Überlebender von Mönchen der sagenumwobenen Himalaya-Stadt K’un-L’un gerettet und in geheimsten Kung-Fu-Techniken ausgebildet.

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The Void - Es gibt eine Hölle. Dies hier ist schlimmer

Die Nacht ist ungemütlich, aber ruhig, bis Sheriff Carter am Waldrand einen Verletzten findet, den er schnell ins nächste Krankenhaus schafft. Dort wird die Szenerie surreal: Weiß gekleidete Mönche formieren sich vor der Klinik, die aufgrund des anstehenden Umzugs schon fast geschlossen ist. Nur die Notbesetzung hält die Stellung und ist mit einer Hochschwangeren sowie mit diversen Bagatellfällen ausgelastet.

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Westworld - Staffel 1

Neuadaptionen bereits bekannter Geschichten sind immer dann relevant, wenn sie eine Interpretation wagen, die sich aus historischen Weiterentwicklungen speist. Im Science-Fiction-Genre ist dies besonders reizvoll, weil die Technologien, die früher als Basis einer utopischen Erzählung dienten, in der Gegenwart vielleicht anders wahrgenommen werden. Michael Crichtons Roman und der auf ihm fußende Film »Westworld« erzählten 1973 von einem Vergnügungspark, in dem Androiden in einer derart perfekten Western-Welt figurieren, dass sie die nahezu gleichzeitig entstandene Simulationstheorie Jean Baudrillards zu visualisieren schienen.

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Das 9. Leben des Louis Drax

Dem Tod ist der kleine Louis Drax bereits oft von der Schippe gesprungen. Schon seine Geburt wäre fast tödlich ausgegangen; danach drohten z.B. eine aufs Kinderbettchen herabstürzende Lampe, die Bekanntschaft mit einer Steckdose, diverse Lebensmittelvergiftungen und Krankheiten, ihm das junge Licht auszublasen. Just an seinem neunten Geburtstag scheint ein Sturz von einer Klippe seinem Leben tatsächlich ein Ende zu setzen – doch nachdem ihn die Ärzte im Krankenhaus schon für tot erklärt haben, bekommt der Pathologe einen Riesenschreck, als die vermeintliche Leiche sich wieder regt.

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Patriot - Staffel 1

Ein ungünstigeres Hobby hätte sich John kaum zulegen können: Wenn er als Folksänger auf der Straße oder in kleinen Bars in die Saiten seiner Gitarre greift und dazu selbstgeschriebene Songs vorträgt, geben die Texte ziemlich ungefiltert das wieder, was John in seiner Profession als Geheimagent erlebt – politische Machenschaften, verdeckte Aktionen, Tötungen etc. Was die Berufsbezeichnung natürlich ad absurdum führt.

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Wölfe (2015)

Als die US-Regierung Ende 2012 das Jagdverbot für Wölfe aufhob, reagierten Tierschützer entsetzt. Denn erst der Schutz der Wölfe hatte in den 1990er-Jahren dazu geführt, dass die in den USA nahezu ausgerotteten Tiere in den nördlichen Bundesstaaten wieder ansässig wurden. Mit erfreulichen Folgen fürs ganze Ökosystem. Denn entgegen der tief verwurzelten Schauermärchen registrierten Biologen, dass Flora und Fauna im Yellowstone Nationalpark durch die Wiederansiedlung der Grauwölfe gestärkt wurden.

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Legion - Staffel 1

Man ist einiges von den Marvel-Comic-Verfilmungen gewohnt, aber auf »Legion« konnte man einfach nicht vorbereitet sein. Während die Serien bislang fabulierfreudig den Avengers-Kosmos ausbauten, ist »Legion« (wie der Kinofilm »Logan«) dem Umfeld der »X-Men«-Comics zuzuordnen, kommt aber narrativ und ästhetisch so selbstbewusst und eigenständig daher, dass die Serie sich nur mit wenigen Anspielungen darauf begnügt.

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The Coroner

Hat sich der Teenager selbst vom Leuchtturm gestürzt, weil er unter Depressionen litt? Oder war es Mord? Warum endete der Geschäftsführer einer Speiseeis-Firma im Kühlhaus? Und kann es sein, dass ein alter Schatzsucher wirklich dem Geist eines legendären Piraten zum Opfer gefallen ist? Die Aufgabe von »Coroner« Jane Kennedy, die mit ihrer Tochter und ihrer Mutter im Küstenstädtchen Lighthaven in Devon lebt, ist es, Todesursachen amtlich festzustellen.

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Doc Martin - Staffel 1

In Großbritannien ist der von Martin Clunes gespielte Arzt längst Kult. Sieben Staffeln der Comedy-Serie gibt es mittlerweile, und in Cornwall hat sich ein regelrechter »Doc Martin«-Tourismus entwickelt, von dem nicht zuletzt das malerische Küstenstädtchen Port Isaac profitiert (oder, je nach Sichtweise, heimgesucht wird), das in der Serie als Fischerdorf Portwenn fungiert. Dorthin verschlägt es zu Beginn der ersten Staffel den erfolgreichen Londoner Chirurgen Martin Ellingham, der eine für seinen Beruf desaströse Phobie entwickelt hat: Er kann kein Blut mehr sehen.

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Tower

Es ist der 1. August 1966. Das Thermometer zeigt schon am Vormittag 37 Grad an, als ein schwerbewaffneter Mann die Aufsichtsplattform an der Spitze des Turmes der University of Texas betritt. Er beginnt wahllos auf Passanten zu schießen. 14 Menschen werden erschossen, ein ungeborenes Kind stirbt im Bauch seiner angeschossenen Mutter, zwei Verletzte erliegen später ihren Verletzungen. Nach mehr als eineinhalb Stunden kann die Polizei den Mann schließlich töten und den Amoklauf beenden.

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Baron noir - 1. Staffel

Sein Markenzeichen ist dieser Blick. Leicht von unten, über enorme Tränensäcke hinweg, scheint er auszudrücken: „Was soll ich sagen? Es ist, wie es ist.“ Der Blick eines politischen Realisten, der in seinem kleinen Reich Dünkirchen alles gesehen hat, was die Politik einem „Mann aus dem Volk“ zu bieten hat. Philippe Rickwaert (Kad Merad) heißt dieser Provinzfürst (frz. „baron“) der Parti socialiste (PS), der in sich die Fähigkeit zum bulligen Zupacken und eine erstaunliche Sensibilität vereint.

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The Edge of Seventeen - Das Jahr der Entscheidung

Schlechte Zeiten kennt die 17-jährige Nadine (Hailee Steinfeld) zur Genüge: Als Kind war sie, wie eine kompakte Rückschau zeigt, eine Außenseiterin, wurde von Mitschülern gemobbt und zuhause vom großen, perfekten Bruder Darian in den Schatten gestellt. Als sie 14 Jahre alt war, starb ihr geliebter Vater – das ausgleichende Element zwischen dem schwierigen Mädchen, der etwas überspannten Mutter und dem Bruder – an einem Herzinfarkt. Dass Nadine trotzdem irgendwie zu Rande kam, lag an Krista, ihrer einzigen Freundin und Seelenverwandten.

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Dog Eat Dog

Ein verkappter Drogendealer, ein geistig unterforderter Geldeintreiber und ein völlig durchgeknallter Loser. Das sind Troy, seines Zeichens Kopf der Truppe, Diesel, der starke Arm des Teams, und Mad Dog, der große Unbekannte. Sie kennen sich aus dem Knast, haben sich alle schon einmal gegenseitig aus dem Schlamassel geholfen und kommen ohne einander offensichtlich nicht aus. Gerade wieder frisch in Freiheit, gilt es, irgendwie über den Tag zu kommen und das Leben mit Huren und Drogen einigermaßen würdevoll zu gestalten. Doch Troy will mehr.

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Unterwegs in der Musik - Die Komponistin Barbara Heller

Wie reden über Musik, wenn doch nicht klar ist, woher sie eigentlich kommt? Barbara Heller tut sich sichtlich schwer mit dem Umschreiben, was sie und wie sie es macht. Kein Wunder, komponiert die 80-Jährige doch keine „beliebten Melodien“, sondern Klänge, die aus dem Innersten stammen, dabei komplex und dennoch eingängig sind und am besten weder Anfang noch Schluss haben.

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Nacktbaden - Manche bräunen, andere brennen

In der Welt von „Nacktbaden – Manche bräunen, andere brennen“ hat die Ware Liebe die wahre Liebe verdrängt: Angelehnt an die Erzählung „Lanzarote“ von Michel Houellebecq, beschäftigt sich die düstere Komödie mit den Verlierern der sexuellen Revolution und den Abgründen gekränkter Männlichkeit. Die griechische Insel, auf der sich der Arzt Kostis (Makis Papadimitriou) niederlässt, ist im Sommer nicht nur ein beliebtes Reiseziel, sondern auch ein gewaltiger Körpermarkt.

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Der letzte Remix

Musik, das unbekannte Wesen. Woher kommt sie, und wer hat sie gemacht? Und womit? Und wem gehört sie dann? Das Urheberrecht für Anfänger ist ein Buch von über 400 Seiten, heißt es in Olaf Helds Dokumentarfilm-Essay. Und wer die auswendig gelernt hat, weiß noch nichts. Es wurde einmal aus gutem Grund von Profis für Profis erdacht, um das geistige Eigentum des Einzelnen vor den Gewinnmaximierungsstrategien der Anderen zu schützen.

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The Monster

Gibt es den perfekten Horrorfilm? Im Prolog hört man die Stimme eines vor ängstlicher Gewissheit flüsternden Mädchens: „Mom sagt, Monster gibt es nicht. Doch sie irrt… Das weiß ich jetzt!“ Aber was meint es genau? Vielleicht gar seine viel zu junge Mutter selbst, die es längst zu hassen gelernt hat, weil sie kettenraucht, ungerecht ist und mit ihrer Ignoranz die Familie zerstört hat?

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The Runaround - Die Nachtschwärmer

Gegen einen Alphatier-Schwiegervater in spe wie Mr. Gallo (J.K. Simmons) hat der junge Martin (Emile Hirsch), der eher schüchtern und unsicher ist und sich selbst nicht allzu viel zutraut, wenig Chancen. Das erste Treffen der beiden, bei dem Girlfriend Ginnie zu vermitteln sucht, läuft katastrophal. Umso entsetzter ist Martin, dass Mr. Gallo einige Monate später bei ihm auf der Matte steht, nachdem Ginnie ihn längst abserviert hat.

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Mojin - The Lost Legend

Zu Zeiten der drei Königreiche waren die Mojins offiziell berufene Räuber, die die alten Schätze aus den Gräbern der Adeligen bergen konnten, um die chronische Armut ihrer Königshäuser zu lindern. Inzwischen schreibt man das Jahr 1988, und die drei letzten Nachfahren leben in New York eher schlecht als recht. Daher scheint nach einigen Querelen der Auftrag der mysteriösen Global Mining Corporation, die mit Macht über Leben und Tod versehene „Blüte der Tag-und-Nacht-Gleiche“ aus einem Grab in der chinesisch-mongolischen Grenzregion zu bergen, eine lukrative Lösung der Probleme.

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The Discovery

Charlie McDowells Science-Fiction-Drama beginnt als philosophisches Gedankenexperiment: Nicht weniger als der wissenschaftliche Nachweis eines Lebens nach dem Tod ist Doktor Thomas Harbor (Robert Redford) gelungen. Durch seine Entdeckungen von allen Ängsten befreit, begehen Millionen Menschen Selbstmord, um die Schmerzen des Daseins gegen die Verheißungen des Jenseits einzutauschen. Der Doktor schart Überlebende zu einer Art Sekte um sich, mit ihnen will er das Wesen des nächsten Lebens ergründen.

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The Salvation Hunters

„Here – Your Dreams Come True“ prankt in großen weißen Lettern auf einem Aufsteller an einem erschlossenen Grundstück in der (noch) unberührten Natur vor den Toren von Los Angeles. Hier endet Josef von Sternbergs erster Film „The Salvation Hunters“ – „Die Heilsjäger“ hatte man ihn bei seiner TV-Premiere 1975 im WDR etwas steif übersetzt. Steif ist der Film indes höchstens in den letzten wenigen Minuten vor Ende, in denen noch weitere Schrifttafeln Erbauliches zur Zukunft der drei Protagonisten proklamieren.

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You Are Wanted - Staffel 1

Matthias Schweighöfer ist ein smarter Wunderknabe, der sich in der mit viel PR-Power lancierten „ersten deutschen Amazon-Prime-Serie“ dennoch überhebt. Er spielt in der sechsteiligen Mini-Serie über die Abgründe der digitalen Welt nicht nur die Hauptrolle, sondern zeichnete auch für Regie, Musik und Produktion (mit-)verantwortlich; nur für das Drehbuch besitzt er keinen Credit, das für die mangelnde Fallhöhe des Mehrteilers primär verantwortlich ist.

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Poldark - Staffel 1

Als die BBC-Serie „Poldark“ im Frühjahr 2015 in Großbritannien Premiere feierte, löste vor allem das Sex-Appeal des Hauptdarsteller Aidan Turner einen enormen Hype um den Historienstoff aus und bescherte dem irischen Darsteller in Medienspekulationen prompt eine Anwartschaft auf die 007-Nachfolge. Sehenswert ist die erste Staffel der Neuverfilmung der „Poldark“ -Romane von Winston Graham aber nicht nur wegen ihres Helden und den schwelgerischen Landschaftspanoramen aus Cornwall, sondern insbesondere wegen der Qualitäten des Stoffes.

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Victoria - Staffel 1

Es ist noch nicht allzu lange her, dass Emily Blunt im Spielfilm „Young Victoria“ (2009) die britische Monarchin verkörperte, die einem ganzen Zeitalter ihren Namen gab, und sich an deren Herausforderungen abarbeitete, sich als junge Frau in eine staatstragende Rolle zu fügen. Dass das Thema nun in Serie geht, dürfte damit zusammenhängen, dass ausstattungsintensive Historienstoffe rund um den englischen Adel seit „Downton Abbey“ Konjunktur haben; und wer liefert dafür besseres Material als die britischen Monarchinnen?

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Voll verkatert

Im Internet machen drollige Katzenvideos Millionen von Zuschauern glücklich. Wie kann man in einem Spielfilm da noch eins draufsetzen? Regisseur Barry Sonnenfeld findet in „Voll verkatert“ keine schlechte Antwort, indem er der Katze die Stimme von Kevin Spacey verpasst (in der deutschen Synchronisation: Oliver Kalkofe). Den erzählerischen Grund dafür liefert das bewährte „Der Hund, der Herr Bozzi hieß“-Muster.

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Wo die wilden Menschen jagen

Eine bessere Pflegemutter als Bella hätte Ricky Baker sich nicht vorstellen können. Liebevoll kümmert sie sich um den dreizehnjährigen Jungen, der als schwierig gilt und von einer Familie zur nächsten gereicht wurde. Jetzt hat die Kinderfürsorge ihn zu Bella und ihrem schweigsamen Mann Hec gebracht, die auf einer abgelegenen Farm in Neuseeland leben. Vorbereitete Wärmflaschen im Bett, Pfannkuchen zum Frühstück und ein aufmunterndes Geburtstagsständchen: so etwas kannte Ricky bislang nicht. Doch kaum hat Ricky sich an seine neuen Eltern gewöhnt, stirbt Bella plötzlich und Ricky soll schon wieder in eine andere Familie gebracht werden.

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Der unsichtbare Gast

Die Ausgangssituation ist so einfach und doch so kompliziert: Ein Mord in einem verschlossenen Raum. Als »locked-room-mystery« erfreut diese Plot-Finte seit Edgar Allan Poes »Der Doppelmord in der Rue Morgue« (1841) immer wieder Krimi-Fans. Regisseur Oriol Paulo hat nun eine »Art Hommage an die Romane über geschlossene Räume« gedreht, wie er im Audiokommentar seines auf Blu-ray und DVD erschienenen Film sagt. Und der spanische Thriller beweist eindrucksvoll, dass das Subgenre noch längst nicht auserzählt ist.

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Kandahar Journals

Im Oktober 2001 begann der Krieg in Afghanistan; 2016 sind dort, so resümiert ein UN-Bericht, mehr Zivilisten als je zuvor verletzt worden oder gestorben. Aber nicht nur diese Daten machen »Kandahar Journals« so aktuell. Louie Palu, der Regisseur, Produzent, Erzähler und Bildgestalter, ist seit 24 Jahren als Dokumentarfilmer tätig und wurde wiederholt für seine Arbeit ausgezeichnet. Als Kriegsfotograf begleitete er NATO-Einsatzkräfte und afghanische Truppen. Gleich bei seinem ersten Besuch in Kandahar im April 2006 findet sich der kanadische Fotograf mitten in einem Selbstmordanschlag wieder.

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Mojave - Die Wüste kennt kein Erbarmen

Ob er wüsste, wer der Böse sei und wer der Gute, fragt der Killer sein potenzielles Opfer. Das ist keine rhetorische Frage, auch wenn sie eigentlich überflüssig sein müsste: ein unbescholtener Bürger trifft auf einen psychopathischen Hinterwäldler, der bereits mehrere Leben auf dem Gewissen hat – da sollten die Rollen doch klar verteilt sein. Oder nicht?

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100 Streets

Er war Kapitän einer Rugby-Mannschaft, doch seine Tage als Profi-Sportler liegen hinter ihm: Max Moore (Idris Elba) könnte ein ruhiges Leben mit seiner Frau Emily (Gemma Arterton) und den beiden Kindern mitten in London führen. Doch der Star ist fremdgegangen; seine Ehe steht auf dem Spiel. Dies ist eine der drei Geschichten aus „100 Streets“.

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Dancer - Bad Boy of Ballet

Seine Geschichte gleicht der vieler anderer Genies. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, hatte es Sergei Polunin nie leicht, seine Kunst auszuüben, doch sein Talent setzte sich durch. Seine Familie opferte sich für ihn auf; er kam auf die richtigen Schulen, wurde berühmt und einzigartig. Dennoch kämpfte er mit Selbstzweifeln. Mit 19 Jahren wurde Polunin eine Hauptrolle am Royal Ballet in London übertragen, als erstem Solotänzer überhaupt in seinem Alter.

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The Lady in the Car with Glasses and a Gun

Angeblich wollte zunächst Alfred Hitchcock das Buch des französischen Krimispezialisten Sébastien Japrisot über „Die Dame im Auto mit Brille und Gewehr“ (1966) verfilmen, den 1969 dann Regisseur Anatole Litvak erstmals auf die Kinoleinwand brachte. Tatsächlich scheint der Stoff geradezu frappierend „hitchcockesk“: eine kleine Angestellte ergreift, wie einst Janet Leigh in „Psycho“, eine Gelegenheit beim Schopf und begeht einen Diebstahl, nur um bald darauf in arge Bedrängnis zu geraten.

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Train to Busan

Yeon Sang-ho (»King of Pigs«, 2011) ist in seinem Heimatland Südkorea für seine sozialkritischen Animationsfilme bekannt. Mit »Seoul Station« schuf er einen grimmigen Zombiefilm in grobem, fast kindlich abstraktem Zeichenstrich, der sich umso detaillierter und ernsthafter mit der Gesellschaft Südkoreas (eigentlich aller Industriestaaten) beschäftigt, die bereits weit vor der Plage ihre Menschlichkeit verloren hat.

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Seoul Station

»Wäre ich doch nur nie an diesem verdammten Bahnhof in Seoul gestrandet.« Mit diesen Worten auf den Lippen gibt sich einer der eher sympathischen Protagonisten seinem Schicksal hin, ein Obdachloser, den die Gesellschaft am liebsten längst ausgesondert hätte. Weit weg von der Metropole mit ihren gefegten Straßen und ihrer aseptischen Fassade des Reichtums, war er Zeuge des Ausbruchs einer Seuche, die alle gleichermaßen befällt, keinen Unterschied macht zwischen Ober- und Unterschicht.

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Babyalarm - Kleine Lüge, großer Bauch

Seit Ruths Freundinnen Nachwuchs bekommen haben, scheinen sie in einer völlig anderen Welt zu sein: »Preggoland« (so der Originaltitel in Anlehnung ans englische Wort »pregnant«, schwanger) hat scheinbar keinerlei Berührungspunkte zur Lebenswelt der kinderlosen Single-Frau, die tagsüber in einem Supermarkt jobbt und nachts wild feiert. Entsprechend deplatziert wirkt Ruth auf der Baby-Party einer der gut situierten Vorstadt-Mütter, tritt kräftig ins Fettnäpfchen und bekommt prompt die Freundschaft aufgekündigt.

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Into the Forest

Es bedarf nur eines Fehlers im System – und das war’s! Dabei wird nie ganz klar, wie genau es zum landesweiten Kollaps des Stromnetzes in jenem unberührt-idyllischen Waldgebiet kam, in dem Nell und Eva mit ihrem Vater Robert ein noch nicht ganz fertiges Luxushaus bezogen haben. Hinzu kommt ein tragischer Unfall mit Robert und einer Kettensäge. Jetzt sind die beiden jungen Frauen allein, und die gezähmte Wildnis wird allmählich zur Bedrohung – von den Menschen ganz zu schweigen.

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Complete Unknown - Du bist, wer du vorgibst zu sein

Welche Faszination die Laute von Fröschen auslösen können, erlebt Alice auf einer Dinner-Party. Von ihrer Begleitung wird sie überredet, über ihre Arbeit zu erzählen, bei der sie gerade die Tiere untersucht. Als sie die Froschlaute mit ihrem Handy abspielt, sammeln sich die Gäste um sie herum. Ihre Arbeit mit den Amphibien ist nur eines der Kapitel ihres Lebens, in die Alice auf der Dinner-Party Einblicke gewährt. Es ist die Geburtstagsparty von Tom, der aus entsprechendem Anlass einige Freunde zu sich nach Hause zum Essen eingeladen hat. Einer von ihnen bringt Alice mit und stellt sie als eine Freundin vor.

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Urge - Rausch ohne Limit

Pierce Brosnan bekam 2016 den Europäischen Filmpreis in der Kategorie »Beste europäische Leistung im Weltkino«. Dies sollte man sich vergegenwärtigen, wenn man sein durchaus mit Bedacht überzogenes Spiel in »Urge – Rausch ohne Limit« bestaunt. In diesem Psychotrip einer Gruppe feierlauniger Yuppies spielt er den Besitzer eines Luxus-Clubs, in dem die »geilste Droge aller Zeiten« gereicht wird.

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Die gesammelten Peinlichkeiten unserer Eltern in der Reihenfolge ihrer Erstaufführung

Ist das Kunst oder peinlicher Blödsinn? Die beiden Kritiker, die über das Werk der Fangs diskutieren, können da keinen gemeinsamen Nenner finden. Ähnlich geht es den beiden erwachsenen Kindern jenes Ehepaars Fang, das seit den 1970er-Jahren als ebenso prominentes wie umstrittenes Duo an diversen öffentlichen Plätzen Chaos stiftet.

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In a Valley of Violence

Im „Tal der Gewalt“ lauert Gefahr. Das bekommt der Veteran Paul (Ethan Hawke) zu spüren, als er auf einen Priester trifft, der ihn um Hilfe bittet. Doch nachdem der Geistliche ihm sein Leid geklagt hat, holt er eine Waffe hervor und droht dem Durchreisenden.

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Geheimcode M

Mit seinem tief bewegenden, dabei viel Mut machenden Jugenddrama „Cool Kids Don’t Cry“ (2012) um eine unrettbar an Leukämie erkrankte Zwölfjährige setzte der niederländische Jugendfilm-Regisseur Dennis Bots Maßstäbe im Kino für junge Zuschauer. Wobei er sich stets respektvoll auf Augenhöhe mit ihnen befand. Dies zeichnet auch seine Abenteuerfilme aus, die immer wieder Gegenwart und Geschichte ins Verhältnis setzen und Spannung mit gesellschaftspolitisch oder/und historisch bedeutsamen Themen vereinen.

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Operation Anthropoid

Das Attentat auf SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich 1942 in Prag richtete sich nicht zuletzt gegen das Selbstverständnis der Nationalsozialisten als Herrenmenschen. Vorbereitet hatte es der tschechoslowakische Widerstand unter dem Decknamen „Operation Anthropoid“: Konfrontiert mit dem großen Gleichmacher Tod, sollte der Rassenideologe symbolisch als ein Anthropoide (Menschenaffe) unter vielen entzaubert werden.

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Hacked: Kein Leben ist sicher

In Zeiten von „Plug and Play“ und dem interaktiven Kühlschrank geht die größte Gefahr von jenen aus, die wissen, wie alles funktioniert! Mike Regan ist ein Manager auf der Überholspur und dabei, mit seiner eigenen Fluglinie Milliarden zu verdienen.

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The Sea of Trees

Als Arthur (Matthew McConaughey) sein Auto verlässt, schließt er nicht ab und lässt Parkticket und Schlüssel im Wagen liegen. Am Schalter im Flughafen checkt er für einen Flug nach Tokio ein, ein Rückflugticket hat er nicht, Gepäck auch nicht. Arthur will nicht zurückkehren, sein versteinerter Gesichtsausdruck verrät, dass es nicht Abenteuerlust oder Aufbruchsstimmung sind, die ihn nach Japan führen.

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Autohead

Mit einem Mal stehen die Filmemacher vor einem Dilemma: Der Protagonist ihres Dokumentarfilms, der Rikscha-Fahrer Narayan, tötet einen seiner Fahrgäste. Nun diskutieren sie, ob sie das Filmmaterial zur Polizei bringen sollen, sehen aber zugleich die Gelegenheit, diesen Schlüsselmoment der Abwärtsspirale ihrer Figur auf Film einfangen zu können und so »die Wahrheit« zu zeigen.

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Stonemouth - Stadt ohne Gewissen

Es ist Jahre her, dass Stewart Gilmour das schottische Küstenstädtchen Stonemouth verlassen hat. Eine Flucht, auch wenn er viele denkwürdige Erinnerungen mit seiner Heimatverbindet, mit seiner Clique, den Partys – und mit Ellie. Doch wenn man sich in der Provinz mit den Falschen einlässt, ist kein Platz mehr für eine Zukunft. Nun ist sein bester Freund Cal tot. Selbstmord, heißt es.

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Operation Avalanche

Sie ist die Mutter der modernen Verschwörungstheorien: die These, dass die Mondlandung 1969 nicht stattgefunden habe, sondern Neil Armstrongs »großer Schritt für die Menschheit« auf die Oberfläche des Erdtrabanten eine Inszenierung gewesen sei, um den Russen beim Wettlauf zum Mond zuvorzukommen. Matt Johnson widmet dieser Verschwörungstheorie als Regisseur und Hauptdarsteller (der sich selbst spielt) eine als Mockumentary getarnte Tragikomödie.

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Carnage Park

Gerade noch mal mit dem Leben davongekommen, muss die Geisel eines Banküberfalls erkennen, dass in der Einöde des kalifornischen Hinterlands nicht die Rettung wartet, sondern ein dem Wahnsinn anheimgefallener Sniper, der sich auch im Ruhestand noch einen Spaß daraus macht, mit dem Leben anderer Menschen zu spielen. Gefangen in dessen Areal beginnt ein Kampf ums nackte Überleben.

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The Walking Dead

Die Frau, die Carol und Maggie in einer Episode der sechsten Staffel von „The Walking Dead“ gefangen hält und vielleicht umbringen wird, war früher mal eine harmlose Sekretärin. Zusammen mit ihren Opfern und zwei Kumpanen hat sie sich in einem Keller verschanzt; dass an der Metalltür zum Nebenraum die verwesenden Finger von Untoten kratzen, stört sie nicht besonders. Seitdem sich die menschenfressenden Leichen in Staffel 1 von „The Walking Dead“ erhoben und die Zivilisation überrannt haben, sind sie fast zu einer Art Hintergrundrauschen geworden; noch gefährlicher als die Toten sind die Lebenden.

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El Niño - Jagd vor Gibraltar

El Niño („Das Kind“) besitzt seinen Namen nicht nur wegen seiner unschuldigen, wasserblauen Augen. Vielmehr macht er sich um nichts sonderlich viele Gedanken. Niño mag es schnell und waghalsig. Warum also nicht ein wenig Geld mit dem Abenteuer verdienen, als er sich auf einem seiner Kurztrips mit dem Jet-Ski ins nahe Marokko verirrt? So reüssiert er bald als Drogenkurier in der Meerenge vor Gibraltar und verliebt sich dabei in die schöne Marokkanerin Eva.

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Jeder gegen jeden

Der Plan scheint perfekt, die Ausführung routiniert und souverän. Doch dann zieht Regen auf. Mitunter sind es Kleinigkeiten, die einen perfekten Banküberfall zum Scheitern bringen! Der wochenlang gegrabene Fluchttunnel läuft mit Wasser voll, weshalb den sechs Schwerbewaffneten kaum noch Zeit bleibt, die Reichtümer aus den Schließfächern von Valencias sicherster Bank zu erbeuten.

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Modus - Der Mörder in uns

Der schwedische Winter ist beängstigend kalt. Gegen niedrige Temperaturen helfen wollige Strickpullis. Doch wie wappnet man sich gegen die Eiseskälte eines Serienkillers? Während der Weihnachtszeit wird das Land von Tötungsdelikten erschüttert, die sich aus dem Hass gegen Homosexuelle zu speisen scheinen. Die ehemalige FBI-Profilerin Inger Johanne Vik wird in den Fall involviert, weil ihre autistische Tochter möglicherweise Zeugin des Mordes an einer lesbischen Frau geworden ist.

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Kill the King

Töte Elvis Presley! Die Botschaft, die Jack Bluebood von seiner verstorbenen Mutter zu empfangen glaubt, scheint eindeutig. Deshalb will er schnellstmöglich aus der psychiatrischen Einrichtung heraus, in der er behandelt wird, nachdem er wegen eines enttäuschenden Konzerts seines vergötterten Idols ausflippte. Der mütterliche Auftrag ist der Anstoß, um seine Situation zu verändern, die sich durch die Elektroschocks in der Klinik eher verschlechtert hat.

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The Crown - Staffel 1

Langsam schält es sich aus der Dunkelheit. Das flüssig glänzende Gold, das sich wie gierige Tentakel langsam zu einer immer festeren Krone formt. Schwer, mächtig, unbiegsam ist diese Krone, auf der ein dickes, vom Gegenlicht umschmeicheltes Kreuz thront, bevor sich zu den erhabenen Klängen von Hans Zimmer der Titel durch das Schwarz bricht: »The Crown«. Besser könnte ein Vorspann die Bürde dieser Herrschaftsinsignie kaum einfangen.

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Goliath - Staffel 1

US-amerikanische Justizdramen haben viel dazu beigetragen, das für Kontinentaleuropäer eher befremdliche angelsächsische Rechtssystem durchsichtiger zu machen. Da hier Geschworene, nicht Richter über Recht und Gerechtigkeit entscheiden, kommt den Anwälten eine zentrale Rolle zu. Ihre rhetorisch-taktisch hochpolierten Monologe wollen nicht nur die Urteile der Jury beeinflussen, sondern prädestinieren die Advokaten geradezu als Zentrum des filmischen Erzählens.

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11.22.63: Der Anschlag

Oliver Stone wird’s freuen: Noch immer scheint es die vornehmste Pflicht eines jeden anständigen weißen US-Amerikaners, der sich im Besitz eines Zeit-Portals befindet, den Mord an Präsident Kennedy am 22. November 1963 in Dallas zu verhindern und die Welt so zu einem schöneren Fleck zu machen. Umso mehr gilt dies, wenn, wie im Falle des Literatur-Dozenten Jake Epping (James Franco) eine umfassende Lebenskrise hinzukommt. Sein Zeitportal, hier schön »Rabbit Hole« genannt, befindet sich in der Besenkammer des altmodischen Diners, den sein Freund Al Templeton seit einer Ewigkeit führt.

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Night Fare - Bezahl mit deinem Leben

Alkohol, alte Freunde, Paris bei Nacht: nach einer so tollen Geburtstagsfeier kann man schon übermütig werden und auf die kindische Idee kommen, das Taxi ganz schnell zu verlassen, ohne dem Fahrer sein Geld zu geben. In der Regel gelingt so ein Spaß und man wacht am nächsten Morgen vielleicht mit einem schlechten Gewissen auf. Nicht so bei Luc und seinem Londoner Kumpel Chris. Denn die Nacht, in die die beiden Freunde flüchten, nimmt einen albtraumhaften Verlauf, als sich der Taxifahrer partout nicht abschütteln lassen will.

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Winnetou - Eine neue Welt

Es kann nur einen geben: Das dürfte die Meinung eingefleischter Fans sein, wenn es um den Häuptling der Apachen geht, der in den 1960er-Jahren dank der „Winnetou“-Filme und der Interpretation durch Pierre Brice zur popkulturellen Ikone aufstieg. Die Neubesetzung in Philipp Stölzls Dreiteiler, Nik Xhelilaj, hat deshalb keinen leichten Stand.

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Cinespañol 5

Zum fünften Mal bringt der engagierte Cine Global Filmverleih zur Weihnachtszeit vier spanischsprachige Filme heraus, die er zuvor auf Tour durch ausgewählte Programmkinos geschickt hat; zwei Dokumentar- und zwei Spielfilme.

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River

Stevie (Nicola Walker) ist immer noch da – sie singt lautstark mit dem Autoradio mit, lacht ihr ansteckendes Lachen, stellt insistierende Fragen, fixiert ihren Freund und Kollegen River (Stellan Skarsgård) mit großen, klaren Augen. Als man in Episode 1 der außergewöhnlichen Krimi-Miniserie zum ersten Mal das riesige Loch sieht, dass in Stevies Hinterkopf klafft, ist das ein ziemlicher Schock. Stevie ist tot; jemand hat ihr auf offener Straße eine Kugel durch den Schädel gejagt. Doch für River ist sie wie andere Tote, mit denen er als Inspektor der Londoner Polizei zu tun hat, sehr präsent.

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Miles Ahead

Eine unglückliche Liebe und ein MacGuffin zum Hinterherjagen. Es braucht nicht viel, um einen Film in Gang zu bringen, auch oder gerade wenn eine so schillernde Person der Zeitgeschichte wie Miles Davis im Zentrum der Handlung steht. Da reicht es, wenn die Leute auf der Straße sagen: „Mein Gott, ist das nicht Miles Davis? Wow, was für eine Ehre.“

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Peter & Wendy

Im Jahr 1929 überließ Autor J.M. Barrie die Rechte an seiner „Peter Pan“-Geschichte dem Great Ormond Street Kinderhospital in London. Dort spielt die Fernsehadaption des Stoffes, die auf raffinierte Weise eine in der Gegenwart angesiedelte Handlung um ein herzkrankes Mädchen mit Abenteuern im fantastischen Nimmerland ineinander blendet. Während der Teenager Lucy auf eine lebensrettende Herzklappen-OP wartet, bekommt sie vom Faktotum der Station Barries „Peter Pan“-Buch ausgeliehen.

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Imperium

Wenn es um Terror-Szenarien geht, sind beim FBI alle auf die Bedrohung durch Islamisten geeicht. Nur Agentin Angela Zamparo (Toni Collette) hegt andere Befürchtungen: Sie hat Grund zu der Annahme, dass das radioaktive Material, das dem Bureau aktuell schlaflose Nächte bereitet, sich in den Händen von Rechtsradikalen befinden könnte, die damit einen Anschlag planen. Ohne Unterstützung vom Rest der Belegschaft schleust Zamparo ihren Kollegen Nate Foster (Daniel Radcliffe) als Undercover-Agenten in einer Neonazi-Gruppe ein.

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The Ones Below - Das Böse unter uns

Sieben Jahre lang hat Theresa versucht, schwanger zu werden – jetzt endlich hat es geklappt. Sie und Jon beziehen die untere Hälfte eines schmucken Zweifamilien-Reihenhauses, in dem sich auch Kate und Justin auf die Geburt ihres Sohns vorbereiten. Die neuen Mieter aus Europa sind nett, aber auch seltsam unnahbar. Ausgerechnet beim Willkommensdinner passiert dann das Unglück: Theresa verliert durch einen Sturz ihr ungeborenes Baby.

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Das Duell (2016)

Es ist ein grausames Spektakel, dem David Kingston als Kind beiwohnen muss: Er sieht, wie sein Vater während eines „Helena-Duells“ – die beiden Kontrahenten sind dabei an den Armen aneinandergebunden und stechen so lange mit einem kleinen Messer aufeinander ein, bis einer stirbt – von Abraham Brant getötet wird. 20 Jahre später ist David Texas Ranger und bekommt vom Gouverneur den Auftrag, schweren Vorwürfen nachzugehen: Abraham soll die Nichte eines mexikanischen Generals entführt haben und zudem in mysteriöse Todesfälle von Mexikanern verwickelt sein.

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Mr. Right (2015)

Sam Rockwell und Anna Kendrick als unmögliches Paar: sie eine etwas überdrehte Naive mit notorischem Pech in der Liebe, er ein reuiger Auftragskiller mit Clownsnase, der sich von seinem Gewerbe abgewandt hat und nun jene um die Ecke bringt, die ihn als Killer buchen wollen. Die Grundkonstellation von Paco Cabezas’ absurder Liebes- und Actionkomödie hat ihren Reiz, zumal auch Tim Roth als ehemaliger Kumpel und Kollege des Clownkillers mitmischt.

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The Devil You Know

Der Trailer verspricht gehobene Krimiunterhaltung, in der beliebte Darsteller gepflegtes Intrigenspiel treiben. Rosamund Pike spielt die schauspielernde Tochter einer von Lena Olin verkörperten Kino-Diva, die nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes kürzer treten musste, sich nun aber nach einem Comeback sehnt. Was die Tochter gar nicht freut – und schon bekommt die alternde Schönheit Drohbriefe.

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Toro - Pfad der Vergeltung

Die Geschichte klingt bekannt: Ein Krimineller sucht einen Neuanfang weitab des Mobs, der ihn erwachsen, gefährlich und gesetzlos gemacht hat. Doch sein „väterlicher Freund“, das Oberhaupt der Organisation, will den „Sohn“ nicht gehen lassen. Und so endet Toros vermeintlich letzter Job in einem Desaster, bei dem einer seiner Brüder stirbt und er selbst inhaftiert wird. Von der Verwandtschaft erfährt der Killer, dass die Kugel, die seinen Bruder traf, eigentlich ihm gegolten hat.

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Hans im Glück (2015)

Nach sieben Jahren bei einem Gewürzhändler will Hans heim ans Meer. Der lässt ihn nicht gerne gehen, belohnt ihn aber mit einen respektablen Goldklumpen. Mit einem Lied auf den Lippen durchwandert Hans lichte Wälder und geschäftige Dörfer. Die erste Begegnung mit einer Kaufmannstochter und deren rastlosem Vater („Zeit ist Geld“) lässt schon ahnen, dass es Hans nicht um Reichtum geht, sondern nur darum, glücklich zu sein.

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The Get Down

Woody Allen kreierte für Amazon eine »Crisis in Six Scenes«. HBO schickte Cary Fukunaga mit »True Detective« und Martin Scorsese mit »Boardwalk Empire« ins Rennen. Und Netflix ließ David Fincher zwei Folgen der Politserie »House of Cards« inszenieren. Was läge also näher, als auch Baz Luhrmann eine Serie über HipHop und Graffiti in der New Yorker Bronx der 1970er-Jahre entwickeln zu lassen?

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The Next Generation: Patlabor - Tokyo War

Die beiden »Patlabor«-Filme aus den Jahren 1990 und 1993 von Regisseur Mamoru Oshii gehören zu den Klassikern der Animations­filmgattung: Sie sind nicht nur berühmt wegen ihrer künstlerisch höchst anspruchsvollen grafischen Umsetzung, sondern auch für den philosophisch getönten Zustandsbericht einer maroden, von Technologie überwältigten japanischen Gesellschaft. Nun konnte Oshii den spannenden Stoff noch einmal bearbeiten.

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Manhattan Nocturne - Tödliches Spiel

Jeden Tag streift Porter Wren (Adrien Brody) durch die Straßen von New York, auf der Suche nach einer Geschichte für seine Zeitungskolumne. Von dramatischen Rettungseinsätzen bis zu spektakulären Kriminalfällen berichtet der Familienvater. Und bangt um seinen Job: Sein Blatt wird von einem Medienmogul übernommen, der die einzelnen Abteilungen einer harten Sparanstrenung unterzieht.

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Der Lauf seines Lebens - The Flying Sikh

»Lauf, Milkha, Lauf!« waren die letzten Worte, die ihm sein Vater noch entgegenrufen konnte, bevor er erschossen wurde. Der Junge konnte sich während des indisch-pakistanischen Bürgerkriegs Ende der 1940er-Jahre in Sicherheit bringen, seine Familie nicht. Auch wenn das bildgewaltige Drama die ein oder andere historische Ungenauigkeit beinhaltet, hält es sich doch weitestgehend an die wahre Geschichte des Sikh Milkha Singh.

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Free State of Jones

Könnte man sich Newton Knight (Matthew McConaughey) auch als Trump-Wähler vorstellen? Der Held, der im Zentrum des auf historischen Ereignissen beruhenden Dramas aus der Zeit des amerikanischen Sezessionskriegs steht, war zumindest im realen Leben auch ein Parteigänger der Republikaner (was im Film nicht vorkommt), und ebenfalls steht er für einen Aufstand im Namen des „kleinen Mannes“ gegen das Establishment, hier gegen die Südstaaten-Regierung.

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Weinberg

Auf einem Weinberg erwacht im Nebel ein Mann (Friedrich Mücke). Über seine Stirn rinnt Blut, in den Ästen der Reben hängt die Leiche einer jungen Frau. Ohne Erinnerung an seinen Namen oder wie er auf diesen Hügel oberhalb des abgelegenen Weinorts gekommen ist, erblickt er zwischen den Weinreben einen Jungen, der vor ihm wegrennt. Was ist mit dem Mann passiert? Wo befindet er sich überhaupt? Der Fremde stolpert ins Dorf und sucht nach Helfern. Doch bei der Rückkehr auf den Hügel ist die Leiche nicht mehr zu finden.

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Blackway - Auf dem Pfad der Rache

Hoch im Norden der USA, an der kanadischen Grenze, wo es nur Wälder, viel Schnee und abgeschiedene Kleinstädte gibt, kann ein psychopathischer Gangster noch ungehindert sein Werk verrichten. Ein besonders übles Exemplar dieser Gattung ist Blackway (Ray Liotta), der den Drogenmarkt an der Grenze kontrolliert und in seiner Freizeit hübschen Frauen wie Lillian (Julia Stiles) hinterhersteigt.

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Backtrack - Tote vergessen nicht

Eigentlich ist es Peter Bowers Metier als Psychologe, anderen Menschen in schwierigen Lebenslagen und mit seelischen Problemen zur Seite zu stehen. Dass er dringend selbst Hilfe braucht, merkt man aber recht schnell in diesem Mystery-Thriller, der den fragilen Adrien Brody nach allen Regeln der Psychothriller-Kunst durch ein Wechselbad an Ängsten und Traumata gehen lässt.

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Strange Empire

Montana, nahe der kanadischen Grenze. In rasendem Galopp halten ein Mann und eine Frau auf die Station zu, in der Hoffnung, dort einen Doktor anzutreffen, der ihr krankes Baby behandeln kann. Doch es ist zu spät. Erst nach dem Begräbnis des toten Kinds treffen der Arzt und seine junge Frau mitsamt einem kleinen Siedlertreck ein. Sie lassen sich unweit der Station nieder, in einem kleinen Ort, wo der Minen- und Bordellbesitzer John Slotter das Sagen hat.

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Superwelt

So spektakulär wie weiland der brennende Dornbusch, aus dem Jahwe zum alttestamentarischen Moses sprach, ist die göttliche Kontaktaufnahme nicht, die der Supermarktkassiererin Gabi in Karl Markovics’ zweitem Spielfilm zuteilwird. Zunächst sind es nur kleine Irritations­momente: das Gefühl, dass jemand hinter ihr sei, als sie vom Sportkurs zu ihrem geparkten Auto läuft, Geräusche, die mal aus dem abgeschalteten Fernseher, mal aus dem Kühlschrank zu kommen scheinen.

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Luke Cage

Bereits in der Marvel-Serie „Jessica Jones“ (2015) hatte der muskulöse schwarze Hüne eine tragende Rolle: Luke Cage führte eine Bar im New Yorker Viertel Hell’s Kitchen, wo er sich vor seiner Vergangenheit, besonders dem Verlust seiner geliebten Frau, verschanzte, als er der zynischen Detektivin Jessica begegnete – und ihr offenbarte, das auch er über besondere Kräfte verfüge: Luke Cage ist unverwundbar, keine Kugel kann seinen Körper durchdringen, keine Explosion ihm etwas anhaben.

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Mütter und Töchter (2016)

Wer es sich leisten kann, in einem schicken Apartmenthaus in New York zu leben, sollte eigentlich aller Sorgen ledig sein. Trotz des stylischen Umfelds, hipper Berufe, gutaussehender Boyfriends etc. haben die Fotografin Rigby (Selma Blair) und andere Frauen ihres Umfelds jedoch ihr Päckchen zu tragen, wenn es ums Thema Mütter und Mutterschaft geht.

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Der letzte Akt (2014)

„Er hatte seinen Zauber verloren.“ So beginnt Philip Roths Roman „Die Demütigung“ (2009), und genau in dieses Dilemma kommt zügig auch Barry Levinsons Verfilmung um einen 65-jährigen Theater-Star, dem der Glaube an sein Talent und sein Charisma abhandengekommen ist, sodass er sich von der Bühne zurückzieht. Gleich zu Beginn sieht man diesen Simon Axler, dargestellt von Al Pacino, in der Garderobe, wie er auf seinen Auftritt wartet und an den berühmten Versen aus Shakespeares „Wie es euch gefällt“ laboriert.

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The Perfect Insider Vol. 1-3

Die Konstruktion erscheint klassisch, fast schon wie aus einer der vielen Agatha-Christie-Geschichten: Eine Gruppe von Menschen reist an einen exotischen und isolierten Ort und wird mehr oder minder direkt Zeuge eines Mordfalls. Da eine Kommunikation mit der Polizei aufgrund der schwer zugänglichen Örtlichkeiten zunächst schwer ist (und von den Eigentümern auch gerne vermieden werden würde), werden innerhalb der Gruppe Recherchen angestellt, um den Schuldigen, der sich noch in unmittelbarer Nähe aufhalten muss, zu überführen.

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Equals - Euch gehört die Zukunft

Ein fürchterlicher Krieg hat die Menschheit dezimiert und das Antlitz der Erde verändert. Für die Überlebenden ist klar: Nie wieder darf so etwas passieren! In der fiktiven Zukunftsgesellschaft, in der der dystopische Science-Fiction-Film spielt, gilt es als gesichert, dass dazu vor allem eins nötig ist: Die Emotionen, die die Menschen zu irrationalen und aggressiven Handlungen verleiten, müssen abgeschafft werden. Wissenschaftlern ist es gelungen, die Menschen entsprechend zu „kurieren“.

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Valie Export - Ikone und Rebellin

Auf dem DVD-Cover sieht sie wie eine radikalere Variante von Emma Peel aus. Der schwarze Ganzkörperanzug bildet einen betörenden Kontrast zu dem roten Langhaar. Die Augen lachen spitzbübisch, vielleicht, weil die um den Hals hängende Kamera beinahe wie eine phallisch-kämpferische Fortsetzung ihres Oberkörpers wirkt? 1969 gelang VALIE EXPORT ein Meisterwerk der Performance.

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Crisis in Six Scenes

Mittlerweile ist ja bekannt, dass Woody Allen es bereut hat, für die Amazon Studios eine Serie gedreht zu haben und dass die Serie, wenn es nach den Feuilletons geht, misslungen ist. Was ist dem also noch hinzuzufügen? Nun ja, vielleicht, dass »Crisis in Six Scenes« eine Serie ist, in der es um das Scheitern einer Serie geht. Das wurde zwar erwähnt, ist bislang aber nicht wirklich gewürdigt worden.

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Desierto - Tödliche Hetzjagd

Es sind nur noch ein paar Dutzend Meilen, die eine Gruppe Flüchtlinge vom verheißungsvollen »Gelobten Land« trennt. Doch zwischen Mexiko und den USA liegt die sengend heiße Sonora-Wüste, die schon manchen das Leben gekostet hat. Moises, Adela und die anderen wußten bislang aber nicht, dass nicht nur die Hitze, die schroffen Steinformationen, Kakteen und die Trockenheit den Migranten den Rest geben, sondern auch der Sniper Sam oder sein deutscher Schäferhund.

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Giovanni Boccaccio - Das Dekameron

In »Cäsar muss sterben« (2011) haben sich die Brüder Vittorio und Paolo Taviani auf spannende Art mit einem Shakespeare-Klassiker auseinandergesetzt. Der Film präsentiert semidokumentarisch eine »Julius Cäsar«-Aufführung in einer römischen Haftanstalt und entfaltet ein faszinierendes Wechselspiel von Gefängnisrealität, Theaterdrama und Film. Die Erwartungen waren deshalb hoch, als sich die Regisseure einen weiteren Klassiker der Renaissance-Literatur erkoren.

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The Rezort

»Jurassic Park meets the Walking Dead«, lautet die Tagline, mit der der Film beworben wird. Doch es geht nicht um zombifizierte T-Rex’. Der britische Horrorfilm greift das Freizeitpark-Motiv auf, wie man es aus Spielbergs Saurierfilm oder auch aus »Westworld« kennt. In einer nahen Zukunft, die gerade mit einer Zombie-Epidemie fertig geworden ist, darf die zahlende Kundschaft in einem Insel-Ressort »Rache« an den Untoten nehmen und sie nach Belieben abballern.

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Psycho Raman

Raghavan ist ein Polizist in Mumbai, leidlich erfolgreich in seinem Tun, aber abgründig in seiner Moral. Eine Linie Koks ist seine beste Entscheidungshilfe, und ein Hammer oder die Dienstwaffe ein schlagendes Argument. Wen interessiert schon eine Leiche mehr oder weniger? Ramanna hingegen ist ein Serienkiller, so wie sein großes Vorbild aus den 1960er-Jahren. Eigentlich kein unsympathischer Zeitgenosse, der von niemandem ernst genommen wird, wenn er von seinen Bluttaten berichtet.

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Eye in the Sky (2015)

Der Käfer, der auf einem Deckenbalken in einem Haus in Nairobi Platz nimmt und die Menschen beobachtet, die sich unten in einem der Zimmer treffen, ist von besonderer Art: Das Tierchen ist nicht natürlich, sondern ein Stück avancierte Überwachungstechnologie, mit der ein Team aus britischen, amerikanischen und kenianischen Einsatzkräften islamistische Terroristen im Auge behält, die in Kenias Hauptstadt zusammengekommen sind.

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Experimenter - Die Stanley Milgram Story

Ein freundlicher Herr tritt in einen kargen, fensterlosen Raum, in dem sich außer den beiden Probanten noch ein Schreibtisch mit einer großen Apparatur mit vielen Kippschaltern befindet. Nachdem die Freiwilligen ihr Geld bekommen haben, das sie unabhängig von Erfolg oder Misserfolg des Experiments behalten dürfen, werden sie von dem Wissenschaftler instruiert. Aufgeteilt in „Lehrer“ und „Schüler“, wird der „Schüler“ in einem separaten Raum via Mikrophon mit Fragen konfrontiert. Beantwortet er diese falsch, ist der „Lehrer“ gehalten, ihm mittels der imposanten Apparatur Elektroschocks als „Bestrafung“ zu verabreichen.

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The Path

Sie nennen sich „Die Bewegung“, träumen von einem paradiesischen Garten, in dem das „Licht“ alles zum Blühen bringt und jeder Zwist der Vergangenheit angehört. Doch noch schreibt ihr Gründer im fernen Peru am finalen Kapitel seiner Offenbarung, das von den letzten drei Stufen der „Leiter“ handelt, auf der die Gläubigen in eine durchleuchtete Zukunft gelangen sollen. Am Hauptsitz der von den Behörden „Meyerism“ genannten Sekte in New Hampshire versucht derweil ein geltungssüchtiger Zögling des Gründers, den titelgebenden „Weg“ und seine Anhänger nach seinen eigenen Vorstellungen zu dirigieren.

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Ruf der Macht - Im Sumpf der Korrumption

Ben Cahill (Josh Duhamel) ist ein tüchtiger Anwalt, an dem die ganz großen Aufträge aber noch vorbeigehen. Da fügt es sich günstig, dass ihm eine Exfreundin Informationen über ihren neuen Geliebten beschafft: Ein Pharma-Milliardär (Anthony Hopkins), der mit ungenügend getesteten Produkten den Tod von Menschen in Kauf nimmt.

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Der Bodyguard - Sein letzter Auftrag

Was genau Vincent (Matthias Schoenaerts) bei seinem Kampfeinsatz in Afghanistan erlebt hat, erfährt man nicht. Es gibt keine Rückblenden im zweiten Langfilm von Alice Winocour, nur eine Gegenwart, in der der junge Soldat wieder in Frankreich ist, aber irgendwie trotzdem noch im Krieg. Der klingelt ihm sozusagen noch in den Ohren.

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Kilo Two Bravo

Es ist der 6. September 2006, irgendwo in Afghanistan. Zunächst passiert nichts, wie an so vielen Tagen davor. Eine britische Militäreinheit sichert von einer steilen Anhöhe aus die staubige Durchgangsstraße in einer von sengender Sonne und dem ewigen Krieg ausgedörrten Landschaft. Leichte Aktivitäten an der nahen Tankstelle veranlassen drei junge Soldaten, ihre Langeweile mit einer Patrouille ins wenig entfernte Wadi zu vertreiben.

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Mekong Rush - Renn um dein Leben

Was passiert, wenn man sich in einem fremden Land mit einem unbekannten Rechtssystem einlässt, hat Alan Parker 1977 in »12 Uhr nachts – Midnight Express« vor Augen geführt. In Jamie M. Daggs Debütfilm »Mekong Rush« blüht dem in Laos arbeitenden US-amerikanischen Mediziner John Lake (Rossif Sutherland) eine albtraumhafte Odyssee. Während eines Freizeittrips wird er in einen Vergewaltigungsfall hineingezogen, bei dem er dem Opfer zu Hilfe kommt und sich mit dem Täter prügelt.

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Tallulah

Am Ende bestimmt eine Kurzschluss­reaktion das Handeln von Tallulah (Ellen Page). Eine betrunkene Frau namens Carolyn schläft im Hotelbett ihren Rausch aus, neben sich ihr wimmerndes Baby. Der Weg nach draußen wäre kurz, doch Tallulah kann nicht gehen, ohne zuvor zu handeln. Sie entscheidet sich, das Kind mitzunehmen, weil seine leibliche Mutter offensichtlich unfähig ist, es zu versorgen.

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The Last King - Der Erbe des Königs

Torstein und Skjervald heißen zwei norwegische Sagengestalten aus der Zeit der Baglerkriege, die erst mit der Herrschaft von König Håkon Håkonsson (1217–1263) zu Ende gingen. Er sicherte der Partei der »Birkebeiner« (die sich Birkenrinde um die Beine binden) die Macht und befriedete das Land. Um seine Kindheit rankt sich eine populäre Legende, die Regisseur Nils Gaup für ein winterliches Abenteuer- und Actiondrama nutzt.

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Show Me a Hero

Mary Dorman (Catherine Keener) ist, neudeutsch gesagt, eine „Wutbürgerin“, und sie macht ihrem Ärger bei den öffentlichen Stadtratssitzungen in Yonkers, New York, lautstark Luft. Als weiße Mittelklasse-Hausfrau fühlt sie sich betrogen von „denen da oben“. Vor allem von Nick Wasicsko (Oscar Isaac), dem neuen Bürgermeister, der es 1987 mit 28 Jahren geschafft hat, den langjährigen Amtsinhaber Angelo Martinelli abzulösen.

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Stranger Things

Auf ihren BMX-Rädern rasen sie durch die Alleen einer US-amerikanischen Kleinstadt und laufen wie in „Stand By Me“ an von Wald umgebenen Eisenbahnschienen entlang. Die Konstellation aus vier Freunden, die sich zu Beginn der 1983 einsetzenden Geschichte in das Rollenspiel „Dungeons & Dragons“ reinsteigern und zu denen sich später noch ein Mädchen gesellen wird, ist dieselbe wie bei den „Goonies“. „Stranger Things“ heißt die Mitte Juli gestartete Netflix-Serie, die bis in die exakten Kameraeinstellungen hinein mit Vorliebe Abenteuerfilme der 1980er-Jahre zitiert.

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Liebe ohne Krankenschein

„Stephen Greene“ steht unter dem Regie-Credit – ein Pseudonym für David O. Russell („American Hustle“, „Silver Linings“). Der zog sich nach zahlreichen Schwierigkeiten 2010 aus dem 2008 gestarteten Projekt zurück, das dann ohne ihn fertig gestellt wurde. Veröffentlicht wurde „Liebe ohne Krankenschein“ erst 2015 und erntete bei den US-Kritikern wenig Gegenliebe. Tatsächlich kommt der Film nicht an Russells andere Arbeiten heran, weil der Humor der Komödie dann doch öfters ins Klamaukige kippt; nichtsdestotrotz ist er eine unterhaltsame Satire.

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Made in France - Im Namen des Terrors

Auf einmal ist Hassan wieder da. Vor einem Monat hatte sich der Mann aus der Pariser Banlieue in den Mittleren Osten aufgemacht, um sich dort in einem Islamisten-Camp zum Kämpfer ausbilden zu lassen, nun steht er glattrasiert vor seinen vier Kumpanen und verkündet seinen Auftrag: Die fünf sollen in Paris eine Terrorzelle aufbauen und sich darauf vorbereiten, einen schweren Anschlag auszuführen. Was den völligen Bruch mit dem bisherigen Leben bedeutet, Kampftraining und Organisierung von Waffen.

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Mr. Collins' zweiter Frühling

Zu einer Zeit, in der Filmautoren sich auf »wahre Geschichten« geradezu stürzen, schöpft man bereits Hoffnung, wenn der Vorspann von »Mr. Collins’ zweiter Frühling« damit seinen Spaß treibt: »The following is based on a kind of true story a little bit«, heißt es in der Originalfassung. Das »kleine bisschen Wahrheit«, das da so neckisch angesprochen wird, ist ein ermunternder Brief, den John Lennon 1971 an den damals noch kaum bekannten Folk-Sänger Steve Tilston geschickt hat. Das Besondere daran ist, dass der Brief erst 40 Jahre später bei seinem Adressaten eintraf. Dem Autor Dan Fogelman, der durch sein Drehbuch zu dem Pixar-Film »Cars« in Hollywood Fuß fasste, reichte diese postalische Glanzleistung aus, um sich von ihr zu seiner ersten Regiearbeit inspirieren zu lassen.

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Flüstern des Meeres - Ocean Waves

Es sind alltägliche Dinge, die Saeko Himuro in seinem Jugendbuch über das Dreiecksverhältnis dreier Schüler thematisiert. Klassenfahrten, erste Dates, Misstrauen und Missverständnisse, Zuneigung und Liebe; Dinge, die ein Zusammenleben so schwierig und so schön machen. Das Anime von Tomomi Mochizuki entwickelt daraus ein unspektakuläres, aber umso ergreifenderes Drama ums Erwachsenwerden.

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Selfmade-Dad - Not macht erfinderisch

Von Kevin Spacey hat man in den letzten Jahren im Kino wenig gesehen: Neben der hervorragenden Politthriller-Serie »House of Cards« ist seine Filmkarriere ins Hintertreffen geraten. Wer ihn trotzdem gerne einmal wieder in einer anderen Rolle als der des skrupellosen Politikers Frank Underwood sehen will, findet in der bereits 2010 entstandenen Komödie »Der Selfmade-Dad« unterhaltsames Material, auch wenn die Handlung etwas ausfranst und vor allem in der zweiten Hälfte leicht sentimental wird.

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Z for Zachariah - Das letzte Kapitel der Menschheit

In »Z for Zachariah« ist die Erde nach einem Nuklearkrieg radioaktiv verseucht, Großteile der Menschheit sind gestorben. Ann Burden (Margot Robbie) lebt seitdem allein mit ihrem Hund auf einer Farm in einem Gebiet, das von der Katastrophe verschont blieb. Eine Tages begegnet sie Dr. John Loomis (Chiwetel Ejiofor), der sich verwundert darüber zeigt, dort keine Strahlung vorzufinden. Als er leichtsinnig wird und mit verseuchtem Wasser in Berührung kommt, nimmt ihn die junge Frau bei sich auf und kümmert sich um ihn: Es entsteht eine kleine Solidargemeinschaft.

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The Survivalist

In »The Survivalist« schlägt sich ein namenloser Überlebenskünstler in einer postapokalyptischen Welt durch. Seit sieben Jahren lebt er auf einem kleinen Grundstück, versteckt in einem tiefen Waldgebiet; vor seiner Holzhütte baut er einige Nahrungsmittel an. Auch hier wird die Einsamkeit durch das Eindringen in den privaten, geschützten Raum unterbrochen. Eines Tages steht eine Mutter mit ihrer Tochter vor der Tür, der Überlebende sieht sich in seiner Existenz bedroht. Die beiden Frauen möchten etwas zu essen, bieten im Tausch zunächst Samen für seinen Garten, später dann sogar die Tochter für Sex an. Er nimmt sie schließlich auf, doch anders als in »Z for Zachariah« stellt sich keine Solidarität ein: Die Stimmung bleibt von Furcht, Misstrauen und Egoismen geprägt. Es ist ein Film über nicht vorhandene Gefühle, über den Rückfall des Menschen zu den niedersten Instinkten. Dementsprechend rau, dreckig und brutal ist »The Survivalist« angelegt. Die dunklen Farben vermitteln kaum Hoffnung auf ein besseres Leben.

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Helena - Die Ilias auf der ­Leinwand: ­Frühes Monumental­kino aus Deutschland

Es mag schlechtes Timing gewesen sein, dass im Jahr 1924 gleich zwei epische Zweiteiler in Deutschland ihre gefeierte Kino-Premiere erlebten: Fritz Langs »Die Nibelungen« und Manfred Noas »Helena. Der Untergang Trojas«. Auch wenn letzterer seinerzeit durchaus für Furore sorgte, wurde er filmgeschichtlich bald von Langs monumentalem Heldenlied überlagert – und geriet zu Unrecht in Vergessenheit.

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Die Revolution der Selbstlosen

In der Soziologie dominierte lange Zeit die Theorie vom angeborenen Egoismus der Menschen, wie sie Thomas Hobbes mit dem Satz „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“ auf den Punkt gebracht hat. In jüngerer Zeit mehren sich jedoch Ansätze, die Empathie und Altruismus als wesentliche Elemente der Menschenwerdung betonen.

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Forsaken

Ein Revolverheld, der nach langen Jahren in sein Heimatkaff zurückkehrt und eigentlich nur seine Ruhe haben will, trifft auf einen Emporkömmling, der mit seiner Bande die Stadt terrorisiert. Der Western-Stoff, den Regisseur Jon Casar hier verfilmt, ist klassisch, und worauf das Ganze hinaus läuft, ist bereits klar, als John Henry Clayton (Kiefer Sutherland) im Saloon zum ersten Mal auf die Pistoleros des Bösewichts (Brian Cox) trifft.

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Für die zweite Liebe ist es nie zu spät

Überall, wo heute Filme gemacht werden, spricht man von der „Zielgruppe“, für die der Film gedacht ist. Zielgruppen haben mit gemeinsamen Interessen, mit Alter und mit der Bereitschaft zu tun, Geld für einen Kinobesuch auszugeben. Früher produzierte Hollywood Filme mit möglichst breitem „audience appeal“, heute macht man Filme für Teenager, Halb-Erwachsene und Nie-Erwachsene. Filme für richtige Erwachsene oder gar für Menschen, die auf den größten Teil ihres Lebens zurückblicken, hält man für Zeit- und Geldverschwendung. Wie schön, wenn man wenigstens gelegentlich auf einen Film stößt, der sich nicht um Zielgruppen schert, sondern schlicht ein Kapitel aus dem Leben der sonst so vernachlässigten Erwachsenen als Vorlage wählt.

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Redes

Unter filmhistorischem Aspekt verdient der bisher weitgehend unbekannte Film von Fred Zinnemann in mehrfacher Hinsicht Beachtung. Er ist ein Beispiel für die Ausstrahlung, die der sowjetische Revolutionsfilm eines Eisenstein und Pudowkin auch in die lateinamerikanische Welt gehabt hat, aber auch für die bildgestalterische Wirkung der Werke Robert Flahertys auf amerikanische Dokumentaristen wie Paul Strand sowie für die Anfänge von Zinnemann.

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The Double (2013)

„Sie besetzen meinen Platz“, sagt ein unfreundlicher Mann in der U-Bahn zu Simon (Jesse Eisenberg), einem verhuschten Büroangestellten in einer schäbigen Großstadt. Simon ist irritiert, denn in dem menschenleeren Wagon gibt es mehr als genug freie Sitze. Trotzdem trollt er sich. Ein Menetekel für das was Simon bevorsteht. Denn von seinem Platz vertrieben wird er bald noch viel gründlicher und auf noch viel seltsamere Weise: von einem Mann, der ihm bis aufs Haar gleicht.

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Ein Gespenst auf Freiersfüßen

Eine verschmitzter Screwball-Comedy-Gruselfilm von Joseph L. Mankiewicz? In der Tat ist ein Film wie „Ein Gespenst auf Freiersfüßen“ (1947) schwer zu fassen. Rex Harrison als Geist und Gene Tierney als die Furchtlose, die in sein Anwesen zieht, sind allein schon eine Augenweide. Hinzu kommt nun noch die gute Bildqualität – vor allem aber die morbid-romantische Meister-Musik von Bernard Herrmann, die man freilich nur auf der sehr guten englischen Tonspur genießen kann: Die deutsche Synchronisation ersetzt die Originalmusik zum Teil mit Fremdmusiken. Wer das deutlich verständliche Englisch nicht scheut, könnte auch auf die Regionalcode-freie USA-Blu-ray ausweichen. Deren Bild ist noch brillanter, und die Tonspur beheimatet zudem zwei filmhistorisch und anekdotisch exzellente Audiokommentare. Einer davon gesprochen von Mankiewicz-Biograf Kenneth Geist.  jög


Anbieter: Winkler Film

Colonia Dignidad

Nach der Machtergreifung Pinochets im September 1973 wird ein deutscher Fotograf (Daniel Brühl) in die Colonia Dignidad des Laienpredigers Paul Schäfer verschleppt und brutal gefoltert. Auf der Suche nach ihm schließt sich seine Freundin (Emma Watson) selbst der Sekte an und erfasst allmählich das Ausmaß des diktatorischen Schreckensregimes in Schäfers Gottesstaat. In Zeiten, in denen auch bei Heimkino-Veröffentlichungen größerer Produktionen gerne gespart wird, ist die Blu-ray des deutschen Blockbuster-Anwärters „Colonia Dignidad“ eine rühmliche Ausnahme. Zwar muss man auf einen deutschen Audiokommentar des Regisseurs Florian Gallenberger verzichten, doch die Produzenten haben ansonsten nahezu alles zusammengetragen, was es an Informationen zum Film und zur monströsen Sektenkolonie in Chile gibt. Von Werbe-Interviews von Cast und Crew über die Verleihung des Bayerischen Filmpreis zur interessanten Spiegel-Dokumentation „Colonia Dignidad - Die wahre Geschichte“ (48 Min.) rundet das Bonusmaterial den spannenden Film ab. jög

Anbieter: Fox (Majestic Collection)

Der ultimative "Batman v Superman"

Dass Zack Snyders Kinospektakel „Batman v Superman“ nicht der erhoffte große Wurf wurde, wissen Kritiker und Publikum trotz weltweit eingespielter 900 Millionen Dollar. Selbst der Regisseur zeigte sein Unbehagen ob all der inszenatorischen und dramaturgischen Ungereimtheiten des 150-Minuten-Actioners. Schön, dass man im Heimkino inzwischen alles noch mal zurechtrücken kann. Die nun veröffentlichte „Ultimate Edition“ baut nun nicht irgendein Minütchen Handlungsballast in eine Nebenszene ein, sondern ergänzt gleich 30 Minuten „Basics“. Das macht das ganze Kinounterfangen davor nur noch viel ärgerlicher, wenn man bedenkt, dass das Publikum im Saal auch einen Anspruch auf gute Unterhaltung hat. Die Dreistunden-Fassung führt nun Handlungsfäden zusammen, die im Kino sichtlich ausfransten, gibt den Figuren mehr Tiefe und erklärt deren Motivation. Wie in einem ordentlichen Film ohnehin üblich. Das macht immer zwar noch kein Meisterwerk, aber deutlich mehr Sinn. Die Langfassung gibt es auch in der 3D-Edition nur mit einem „D“ weniger, also in 2D. Ob das nun Sinn macht? Ergänzt wird alles mit einer Reihe Bonus-Features, die u.a. den neuen DC-Star Wonder Woman näher vorstellen.  jög

Anbieter: Warner

Iraqi Odyssey

Man musste schon etwas Glück haben, wenn man diesen Film des Schweizer Filmemachers Samir so sehen wollte, wie ihn der Regisseur beabsichtigt hatte. Und zwar in 163 Minuten Länge und 3D, wie er auch bei seiner „Berlinale“-Premiere 2015 zu sehen war. Ins „normale“ deutsche Kino kam der Film nur in einer stark eingedämpften 90-minütigen Fassung und zweidimensional. Die „dritte Dimension“ bleibt dem Film auch (bisher) für die deutsche Heimkino-Auswertung verweigert; eine 3D-Blu-ray steht noch aus. Immerhin aber bietet die jetzt erschienene DVD das Doku-Epos, in dem Samir  seinen irakischen Wurzeln nachspürt und anhand der Lebensgeschichten seiner über den ganzen Erdball verstreuten Familie den Niedergang des einst blühenden Irak nachzeichnet, in voller Länge als „Director‘s Cut“.

Anbieter: NFP

 

 

 

German Mumblecore - Deluxe Edition

Ist der „German Mumblecore“ eine veritable „Bewegung“ innerhalb der deutschen Filmlandschaft, eine Gruppe von Filemachern (u.a. axel Ranisch, Jakob Lass, Hanna Dose), die alle dieselbe Vision teilen? Wenn ja, dann ist diese Vision wohl vor allem: Filme machen – und zwar ohne sich beim Gang durch die Förderinstitutionen die eigenen Ideen und den eigenen Elan abschleife zu lassen und ohne auf aufwendige Produktionsmittel angewiesen zu sein. Das Arbeitsmaterial: Ideenreichtum, ein gutes Team, die Bereitschaft zum Improvisieren. Präsentiert von „achtung berlin“ ist bei Darling Berlin im Frühsommer eine umfangreiche DVD-Box mit vielen der Filme erschienen, die in den letzten Jahren mit dem Schlagwort „German Mumblecore“ etikettiert wurden. Ob man sie nun als Bewegung wahrnehmen will (wobei das 60-seitige Booklet Schützenhilfe gibt und bei der Einordnung hilft) oder einfach nur die Einzelwerke genießen: Die Investition in die Box lohnt sich vor allem wegen der Qualität und Originalität vieler der äußerst unterschiedlichen Beiträge.

Langfilme: Love Steaks / Dicke Mädchen / Kaptn Oskar / Familienfieber / Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste / Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel / Staub auf unseren Herzen / Liebe mich!/Klappe Cowboy! Kurzfilme: Der will nur spielen / Stiller Frühling / Rebecca
Länge: 930 Minuten. FSK: 12. Anbieter: Darling Berlin


Zweilmal "Die versunkene Welt"

Es mag sein, dass Irwin Allens 1960 inszenierte Adaption des Arthur Conan Doyle-Klassikers bunter, eingängiger, unterhaltsamer und (unfreiwillig, aber auch geplant) komischer war als bisherigen Verfilmungen. Es mag sein, dass der Fantasy-Film mit seinem Unterhaltungskonzept – eine bunt gemischte Truppe aus Exzentrikern geht auf große fantastische Abenteuerfahrt – Pate für Steven Spielbergs Visionen und das Blockbuster-Kino stand. Doch die jetzt erschienene BD-Special Edition von „Versunkene Welt“ überzeugt nicht nur durch die schöne Präsentation dieses schrulligen Abenteuers, sondern auch durch das Bonusmaterial: Hier versteckt sich die düstere, mithin ernsthaftere Version des Stoffes aus dem Jahr 1925. Der Stummfilm von Harry O. Hoyt ist in der restaurierten Fassung mit einem atmosphärischen Orgel-Score von Philip Carli aus dem Jahr 2007 vertreten (zudem enthalten auch die stark gekürzte 16mm-Fassung). Eine treffliche Möglichkeit, die mittels Rückprojektion oder Stopmotion zum Leben erweckten Dinosaurier von einst wiederzuentdecken. jög

Anbieter: Koch Media

Nude Area - Sehnsucht & Verführung

Das Spannungsverhältnis zwischen Sehnsucht und Verführung, das Spiel zwischen »haben können« und »nicht haben dürfen«, das erotische Verlangen, das über soziale Grenzen und Sozialisationspunkte, über alles Trennende hinweg nur noch an Kraft gewinnt: all das sind Gedankenspiele, die Regisseurin Urszula Antoniak in ihrem experimentellen Film »Nude Area« visualisiert.

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Palmen im Schnee - Eine grenzenlose Liebe

Zuckende Blitze, Regen und Donner­schläge – ein Gewitter im westafrikanischen Tropenparadies. Dann der Schnitt ins Innere einer Holzhütte: Zwei Körper im flackernden Licht, die sich umeinander winden, stöhnen, weinen – eine Palette der Emotionen zwischen Leidenschaft und tiefster Trauer. Darunter macht es »Palmen im Schnee« nicht: Dass die spanische Produktion ein Melodram der großen Bilder und großen Gefühle sein möchte, ist nach wenigen Filmminuten klar.

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The Dressmaker - Die Schneiderin

Das australische Kino hat ganz außergewöhnliche Filme hervorgebracht, die im Outback angesiedelte Dorfgemeinschaften als groteske Überbleibsel einer ehemaligen Siedlergesellschaft in Szene setzen. In ihrem Film »The Dressmaker« kombiniert Jocelyn Moorhouse diese Narration mit einer anderen, der in den 1950er-Jahren spielenden Heimkehr einer angesehenen Frau in ihre Heimat, wo ihr als Kind Unrecht widerfuhr.

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Von 5 bis 7 - Eine etwas andere Liebesgeschichte

Baseball und Hunde – solche Themen bearbeitet der angehende Schriftsteller Brian Bloom (Anton Yelchin) bisher in seinen Texten. Damit bringt er zwar schöne Talentproben zu Stande, aber keinen großen Wurf: Es fehlt der gewichtige, tiefschürfende Stoff, und dazu wiederum fehlt dem in New York lebenden 24-Jährigen die Lebenserfahrung – erst wenn er leidet, kann er Substanzielles schreiben.

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Tote schlafen fest

Sechzehn Jahre nach Veröffentlichung auf DVD in den USA erscheint die Blu-ray eines der großen Meisterwerke des Film noir im deutschsprachigen Raum. Was Liebhaber des Bogart/Bacall-Krimis um Raymond Chandlers Detektiv Philip Marlowe auf der hiesigen DVD von 2000 noch vermissen mussten, löst jetzt die HD-Variante ein; nämlich die Übernahme beider existierender Fassungen des Films von der US-DVD. Fast verstohlen kündigt der Covertext nun das »Vergnügen« an, die ursprüngliche Fassung von 1945 mit der bekannten von 1946 vergleichen zu können. UCLA-Filmarchivar Robert Gitt gibt (auf englisch) eine Einführung in die Genese und analysiert gut halbstündig die Unterschiede zur Urfassung, in der Howard Hawks dem Co-Star Lauren Bacall noch einen geringeren Stellenwert zugestanden hatte. Ein Paradebeispiel, wie die Karriere eines Schauspielers durch das Studiosystem Hollywoods der 1940er-Jahre geformt wurde. Zwei eindrückliche HD-Versionen eines brillanten Unterhaltungsfilms und ein mustergültiges Seminar in Filmgeschichte. jög

Anbieter: Warner

Jordskott - Die Rache des Waldes: Staffel 1

Das Kino ist voll von Geistergeschichten, paranormalen Aktivitäten und wackeligen Kamerabildern derer, die ihre Begegnungen mit dem Unerklärlichen semi-dokumentarisch festhalten wollen. Ausgerechnet aus Schweden, dem Land, das sich seit zwei Jahrzehnten mit düsteren Krimis hervorgetan hat, kommt nun ein Mehrteiler, der an Originalität und Atmosphäre im Kanon des Unheimlichen seinesgleichen sucht. Schon allein der Name lässt frösteln: „Jordskott“.

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Rabid Dogs

Vor mehr als vier Jahrzehnten plante der italienische Horrorfilm- und Giallo-Regisseur Mario Bava (1914-1980) ein makabres Road Movie. Die Geschichte drehte sich um eine Gruppe Räuber, die neben ihrer Beute auch noch mit einer unbeteiligten Frau sowie einem Vater mit seinem kranken vierjährigen Kind in einem unauffälligen Fahrzeug fliehen.

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Wilde Hunde - Rabid Dogs

„Die Dinge sind nie so, wie sie zu sein scheinen“, meint der augenscheinliche Vater des Kindes in „Wilde Hunde – Rabid Dogs“, dem frankokanadischen Remake von Bavas Giallo-Thriller, in dem der talentierte Regisseur Éric Hannezo das grimmig-zynische Sujet der Vorlage in atemberaubend elegante Bilder verpackt.

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Das Leben ist ein Kinderspiel

Es war eine dumme Idee, das Haus von Oma Nan hinter dem Rücken der alten Dame zu entrümpeln. Ihre erwachsenen Kinder haben es zwar gut gemeint, aber einmal mehr gezeigt, dass sie ziemlich gedankenlos mit den Gefühlen anderer Familienmitglieder umgehen. Die Idee, dass Nan an ihrem „Plunder“ hängen könnte, ist ihnen gar erst nicht gekommen. Allerdings geht es nicht nur um Nostalgie.

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Synchronicity

Wie wäre es, in der Zeit zurückzureisen, um Fehler zu revidieren oder Entscheidungen zu verändern? Wie würde dies die Zukunft beeinflussen? Zeitreise-Filme drehen sich häufig um genau diese Gedankenspiele, aus denen sie ihre Faszination und Spannung beziehen. Auch Jacob Gentry setzt in seinem Science-Fiction-Drama auf das erprobte Muster.

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Outrage Beyond

Als künstlerischer Tausendsassa gehört Takeshi Kitano zu den produktiven Filmikonen aus Japan, deren Bekanntheitsgrad auch im Westen hoch ist. Dennoch gibt es noch einige Werke des mittlerweile 69-Jährigen zu entdecken, so auch sein 2012 entstandenes Sequel »Outrage Beyond«. Eigentlich sind Mehrteiler nicht sein Ding, doch Kitano hatte den Eindruck, dass sein 2010 entstandener Yakuza-Thriller noch nicht auserzählt sei.

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Achilles und die Schildkröte

Als künstlerischer Tausendsassa gehört Takeshi Kitano zu den produktiven Filmikonen aus Japan, deren Bekanntheitsgrad auch im Westen hoch ist. Dennoch gibt es noch einige Werke, des mittlerweile 69-Jährigen zu entdecken, so auch sein »Achilles und die Schildkröte«.

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Im Reich der Pflanzen 3D

Trotz des Hypes um die stereoskopische Kinoerfahrung: Richtiges »3D« ist immer noch ein allzu seltenes Gut. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet das Fernsehen Produktionsaufwand und -kosten mit 3D-Kameras nicht gescheut hat, um einen eindrücklichen plastischen Eindruck ins Reich exotischer Pflanzen zu gewähren.

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Scientology: Ein Glaubensgefängnis

Die von L. Ron Hubbard gegründete Scientology-»Kirche« spielt in Deutschland keine große Rolle. Im Gefolge der Post-68er-Diffusion erfuhr die Dianetik als pseudowissenschaftliche Methode der Selbstoptimierung zwar auch hierzulande eine gewisse Verbreitung, verlor sich wie die meisten anderen New-Age-Verheißungen aber in den euphorischen Nachwende-Zeiten. In den USA hingegen florierte die Sekte, insbesondere in Hollywood.

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The Invitation

Zwei Jahre lang war sie verschwunden, nun meldet sich Eden plötzlich zurück. Mit einer Einladung zu einer Dinnerparty. Einige Freunde hat sie in das schicke Haus in den Hollywood Hills eingeladen, darunter auch ihren Ex-Mann Will, der zu Beginn mit seiner Freundin dort hinfährt und sich vor allem fragt: Warum taucht Eden auf einmal wieder auf? Was ist der Grund für die Einladung?

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Love Me Like You Do - Aus Schicksal wird Liebe

»In bester Nicholas Sparks Manier«, verspricht das deutsche Cover – und weckt damit Erwartungen, die dieser angenehm gelassene Film von Michael Manns Tochter Ami Canaan Mann nicht einlöst, schon weil die Folkmusik, die eine wichtige Rolle spielt, dafür zu herb ist. Zwar gibt es eine Romanze – zwischen dem in Hobo-Manier durchs Land reisenden Musiker Ryan und der ehemaligen Folkmusikerin Jackie, die seit ihrer Scheidung ziemlich gebeutelt ist und ums Sorgerecht für ihre Tochter ringt. Doch diese Romanze wandert immer wieder in den Hintergrund gegenüber anderen Aspekten.

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Die Suche (2014)

Ein traumatisierter kleiner Junge wandert durch ein zerstörtes Land, allein, verängstigt, verstummt durch das erlittene Leid – von den Bildern aus Fred Zinnemanns kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Drama »The Search« (»Die Gezeichneten«) hat sich dieses am unauslöschlichsten ins Gedächtnis gebrannt. Keine Überraschung, dass es auch im freien Remake des Klassikers eine vorrangige Rolle spielt, auch wenn dieses im Tschetschenien von 1999 spielt.

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Masters of Sex

„Masters of Sex“ ist eine der US-Serien, die das Erzählen einer Geschichte mit dem Erzählen von Geschichte verbinden: Sie blickt zurück in die 1960er-Jahre; der zweite Kinsey-Report über „Das sexuelle Verhalten der Frau“ liegt zwei Jahre zurück, als der Gynäkologe William Howell Masters an der Washington-Universität in St. Louis die medizinisch unerfahrene Virginia Johnson als seine Forschungsassistentin einstellt.

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Finn und der Weg zum Himmel

69 ist nicht nur die Lieblingszahl des 26-jährigen Finn (Jacob Matschenz), sondern auch sein IQ, wie er zu Beginn von Steffen Weinerts Tragikomödie in einer Selbstvorstellungen frontal in die Kamera erläutert. Viel ist das nur in den Augen seinen besten Kumpels (Antoine Monot Jr.), und beide werden im Dorf schonmal als „Behindis“ verspottet. Sowas steckt Finn mit seinem ebenso sonnigen wie kindlichen Gemüt aber gut weg. Was er nicht wegsteckt, ist dagegen der Krebstod seines geliebten Vaters.

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The Driver

Einen Film „The Driver“ zu betiteln, spricht für Selbstvertrauen: Cineasten werden zwangsläufig an Walter Hills Crime-Thriller-Klassiker „Driver“ (1978) erinnert, dessen Autoverfolgungsjagden Filmgeschichte schrieben. Von Hills Actionwelt ist Jamie Paynes in Manchester spielende BBC-Miniserie weit entfernt. Ihre Qualität findet sich weniger in der Inszenierung von Verfolgungsjagden, wenngleich es nicht daran mangelt. Was sie besonders macht, steht eher diametral zur kontrollierten Professionalität, mit der seinerzeit Ryan O’Neal als Fahrer zu Werke ging.

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The Trust: Big Trouble in Sin City

David Waters (Elijah Wood) und sein älterer Partner Jim Stone (Nicolas Cage), die für die Beweissicherung der Polizei von Las Vegas arbeiten, sind nicht unbedingt ein Dream-Team. Trotzdem lässt sich der junge Cop auf eine brandgefährliche außerdienstliche Zusammenarbeit mit dem irgendwie peinlichen Senior-Polizisten ein: Stone ist durch Beobachtungen und clevere Schlussfolgerungen auf die Spur eines Verstecks gekommen, in dem eine Verbrecherbande einen geheimen Tresorraum eingerichtet hat.

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The Night Manager

Aus dem Rauchpilz einer Rakete wird per Überblendung ein Martini-Kelch, aus der Trommel eines Revolvers ein edles Teeservice, aus Bomben, die ein Flugzeug abwirft, ein Diamantcollier – die Synthese aus Glamour und Krieg, die der Vorspann der Miniserie präsentiert, verbreitet ein gewisses Bond-Feeling. Und die Episoden lösen das durchaus ein: Susanne Biers Verfilmung von John Le Carrés gleichnamigem Roman verbindet Agenten-Suspense mit einer Jetset-Atmosphäre, die eines 007 durchaus würdig wäre.

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Penny Dreadful - Die komplette zweite Season

Gothic Horror, exaltiert überhöht im Stil des Grand Guignol, aber doch so ernst genommen, dass der Schauer nicht in Ironie umschlägt: Diesem Muster, das im Kino Guillermo del Toro mit »Crimson Peak« durchexerziert hat, folgt auch die TV-Serie »Penny Dreadful«, die verschiedene Motive, Typen und Figuren der »Schwarzen Romantik« aufeinanderprallen lässt, vom Werwolf bis zum Wachsfigurenkabinett, von Frankenstein bis zu Dorian Gray.

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Next Goal Wins - Das Spiel ihres Lebens

Underdogs laden zur Identifikation ein: Wir fühlen mit ihnen, selbst dann, wenn sie den letzten Platz in der Fußballweltrangliste einnehmen und noch nie ein Spiel gewonnen haben. Dies machen sich Mike Brett und Steve Jamison in ihrem Film zunutze, der von der Fußballmannschaft American Samoas erzählt, einer US-Außenstelle im südlichen Pazifik, die zu den Samoainseln gehört. Entsprechend ist ihr Film nicht nur ein Fußballfilm, sondern auch eine Feier dessen, was man erreichen kann, wenn nur genug Willen und Leidenschaft da sind.

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Der Fall Eichmann - Der Prozess des Jahrhunderts

Deutsche Filme wie »Im Labyrinth des Schweigens« und »Der Staat gegen Fritz Bauer« haben in letzter Zeit die Aufmerksamkeit auf die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen gelenkt. Passend dazu bringt Koch Media eine BBC-Produktion aus dem Jahre 2014 heraus, die das Gerichtsverfahren gegen Adolf Eichmann, der die Ermordung von sechs Millionen Juden organisiert hat, in den Blick nimmt.

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Kennziffer 01

In den 1960ern waren Flugreisen schon etabliert, hatten aber den Hauch des reizvollen Abenteuers noch nicht verloren. Die Serie »Kennziffer 01« ist deshalb ein logisches Fernseh-Kind dieser Zeit: Spannende Geschichten über die Arbeit einer internationalen Flugsicherheitsbehörde mit Sitz in London, verdichtet auf 25 Minuten. Die ab 1962 gedrehte britische Serie lässt sich nun auch in Deutschland wiederentdecken.

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Arrowhead

Etwas von Duncan Jones’ „Moon“, ein bisschen „Die Fliege“, eine Prise „Mad Max“: Das Sci-Fi-Drama, mit dem der Australier Jesse O’Brien sein Spielfilmdebüt gibt, bedient sich großzügig bei Genre-Vorbildern und verquickt sie auf nicht immer logische, aber doch atmosphärische Weise. In einer dystopischen Zukunft hat ein Krieg die Menschheit zerrissen; die siegreiche Seite verfolgt die Verlierer gnadenlos. Unter den Kriegsgefangenen ist ein junger Mann namens Kye.

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The Lobster

Auf Eindeutigkeiten darf man in den abgründigen Filmen des griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos („Dogtooth“, „Alpen“) nicht hoffen. In ihren parabelhaft-stylischen Vignetten geht es nie ums Naheliegende, und auch vom Ende her scheint es eher angeraten, sich interpretatorisch den zuckenden Bewegungen ihrer obligatorischen Ballett-Szenen anzuvertrauen, als auf stringente Clues aus zu sein.

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Die Stadt von Morgen - Experimentierfeld Asien

In Science-Fiction-Filmen ist die Stadt der Zukunft meist dystopisch, d.h. steril, eklektizistisch oder gar ein Moloch wie in „Metropolis“ oder in „Blade Runner“, wo die ersten Bilder der Stadt aus Schornsteinen gen Himmel züngelnde Flammen zeigen, als sei die Zukunft das Höllenfeuer. Viele heutige Megacities, nicht zuletzt in China und Japan, sind auf den ersten Blick diesen Filmstädten nicht so unähnlich.

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The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel

Der Sezessionskrieg geht seinem Ende zu. Irgendwo im Süden schlagen sich drei junge Frauen – zwei Töchter des Hauses und eine ehemalige Sklavin – in einer abgelegenen Farm mühsam durchs Leben und hoffen, dass die Männer aus dem Krieg heimkehren. Diejenigen, die tatsächlich kommen, sind aber zwei Fremde: Yankee-Deserteure, die die Kriegserfahrung völlig verroht hat.

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Brand: A Second Coming

Dass der britische Comedian Russell Brand eine Metamorphose von der Skandalnudel hin zum politischen Aktivisten hingelegt hat, haben Cineasten bereits dank seiner Mitarbeit in Michael Winterbottoms Kapitalismus-Kritik „The Emperor’s New Clothes“ (siehe FILMDIENST 10/2015) mitbekommen. Ondi Timoner liefert mit „Brand: A Second Coming“ die Doku zum Gesinnungswandel.

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Kill Your Friends

Steven Stelfox steht ziemlich unter Erfolgsdruck. Er ist auf der Suche nach Künstlern, denen eine erfolgreiche Zukunft bevorsteht. Der 27-Jährige arbeitet für ein Musiklabel und ist dafür zuständig, neue Bands und Sänger in die Firma zu holen und unter Vertrag zu nehmen. Damit steht er 1997 jedoch nicht alleine dar. Britpop-Bands wie Blur oder Oasis feiern Erfolge, Talentscouts versuchen, auf diese Erfolgswelle aufzuspringen.

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The Shannara Chronicles - Staffel 1

Ihre Blicke verdeutlichen die Schwere ihrer Aufgabe. Immer wieder guckt Amberle flehend, hilfesuchend, etwas ratlos durch die Gegend. Die Elfenprinzessin hat mit ihrer Bestimmung zu kämpfen, die Welt zu retten, die nach der Zerstörung der Zivilisation in die „Vier Lande“ aufgeteilt ist. Jahrelang herrschte Frieden, doch jetzt droht Krieg, denn der Elcrys, ein riesiger Baum, der das Böse verschlossen hält, ist krank.

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99 Homes - Stadt ohne Gewissen

Wer wissen will, warum sich viele Amerikaner, unter ihnen vor allem junge Menschen, im Vorfeld der US-Präsident­schaftswahlen für Bernie Sanders begeistern – einen Mann, der sich selbst einen verärgerten Sozialisten nennt –, der sollte sich diesen Film ansehen. Nicht zufällig stammt »99 Homes« von einem Sohn iranischer Einwanderer, dessen Interesse als Filmemacher jenem Teil der USA gehört, den F. Scott Fitzgerald in »The Great Gatsby« die »valleys of ashes« genannt hat.

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Das große Geheimnis (2014)

Mit nachgebauten Holzpistolen laufen zwei Jungen durch den Wald. Sie spielen Räuber und Gendarm. Aber dabei geht es weder um das fiktive Töten noch das Gewinnen. Lambert und Tuur sind beste Freunde. Als sie kurz darauf in einer Höhle eine Decke und einen englischsprachigen Comic finden, auf dem der Name Andrew steht, wittert Tuur ein Abenteuer. Wer mag dort geschlafen haben?

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Cowspiracy - Das Geheimnis der Nachhaltigkeit

Der Titel weist bereits darauf hin: Es geht um ein Geheimnis – oder gar um eine Verschwörung? Warum sind die negativen Auswirkungen der Viehzucht auf eine nachhaltige Entwicklung so wenig bekannt? Das durch die Rinderzucht emittierende Methangas trägt stärker zum Treibhauseffekt bei als CO2-Emissionen, die Aufzucht von Nutztieren verschlingt 30% des globalen Wasserverbrauchs, und Weideflächen für Rinder und Futter (Soja) bedingen zu 91% die Zerstörung des brasilianischen Regenwaldes.

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Black Books - Staffel 1

Die Bücher, die sich in seinem Antiquariat in der Londoner Leigh Street türmen, liebt Bernard Black. Kunden leider gar nicht; und alles, was auch nur entfernt mit Geschäftemachen und Buchhaltung zu tun hat, meidet er wie der Teufel das Weihwasser. Klar, dass das keine gute Voraussetzung für einen florierenden Laden ist.

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The Affair - Season eins

Man muss es Freischwimmen nennen, was Noah Solloway frühmorgens im Schwimmbad tut. Wenn er mit kräftigen Stößen seine Bahnen zieht, wirkt er einmal am Tag nicht angespannt und nervös. Grund dafür hat er ansonsten genug: Seine Ambitionen einer Schriftstellerkarriere hat er jahrelang hinter einem Lehrerjob in einer New Yorker High School verborgen, sein kürzlich erschienener erster Roman wurde gleichgültig aufgenommen. Die Beziehung zu seiner Frau Helen hat nach fast zwanzig Jahren auch an Leidenschaft abgebaut, sodass sie im Wesentlichen nur noch wegen ihrer vier Kinder zusammenhält.

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Banksy Does New York

Ein Dokumentarfilm lebt auch vom Objekt seiner Betrachtung, und „Banksy Does New York“ hat in dieser Hinsicht Faszinierendes zu bieten: Graffiti-Künstler Banksy mischt seit Jahren die Kunstwelt auf und hinterlässt auch in der Regenbogenpresse bleibende Spuren. Das liegt daran, dass er heimlich auf das Beton der Städte sprayt und einfach nicht zu fassen ist. Die Aktionen von Banksy sind atemberaubend, politisch aufgeladen, originell und immens telegen.

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Wreckers - Wie viele Geheimnisse kann die Liebe ertragen?

Dass dieses Psychodrama aus dem Jahr 2011 mit fünf Jahren Verspätung in Deutschland veröffentlicht wird, dürfte dem in der Zwischenzeit gewachsenen Ruhm eines seiner Hauptdarsteller zu verdanken sein: „Sherlock“ Benedict Cumberbatch spielt den jungen Akademiker David, der mit seiner Frau (Claire Foy) in das Dorf zurückzieht, in dem er einst aufwuchs, und dort von den Dämonen einer von Gewalt überschatteten Kindheit eingeholt wird.

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A Night at the Movies

Regisseur Laurent Bouzereau ist der ungekrönte König des „Making of“: Er hat Unmengen an Kurz- und Langdokumentationen über Filme und Filmemacher inszeniert. Einer der Regisseure, die Bouzereaus Blicke hinter die Kulissen schätzen und ihm bereitwillig Einblick in die eigenen Arbeiten gewähren, ist Steven Spielberg, dem Bouzereau seit seinem stilbildenden „‚Der weiße Hai‘: The Making of Steven Spielbergs ,Jaws‘“ verbunden ist.

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No Escape

Die Rebellen, die mordend durch die Straßen einer südostasiatischen Metropole ziehen, wollen auch nichts anderes als Jack (Owen Wilson): ihre Familien schützen. Das erklärt Geheimdienst-Agent Hammond (Pierce Brosnan) dem entsetzten Mann, der gerade mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern aus dem Hotel flüchten musste, um mit knapper Not dem aufgebrachten Mob zu entgehen.

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Howl

Joes Tag läuft nicht gerade gut: Erst erfährt er, dass ein Kollege die Beförderung bekommen hat, mit der er selbst rechnete, dann teilt ihn dieser auch noch für die Krankheitsvertretung als Schaffner im letzten Nachtzug von London Waterloo Station aufs platte Land ein – miese Nebenstrecke, zickige, übermüdete Fahrgäste. Wenigstens sorgt die hübsche Ellen im Zug für das Wohl der Gäste, für die Joe eine Schwäche hat. Regisseur Paul Hyett hat die schlichteste aller Ausgangssituationen für einen Horrorfilm gewählt: Normale Menschen an einem normalen Tag in übersichtlicher Umgebung. Umso verstörender wirkt, was dann kommt.

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Grandma

Es soll ein ereignisreicher Tag für Elle Reid (Lily Tomlin) werden: An einem launigen Morgen trennt sich die ältere Dame von ihrer jüngeren Lebenspartnerin Olivia; wirkliche Erklärungen bleibt sie ihrer Freundin schuldig. Und kurz darauf bekommt sie auch noch Besuch von ihrer Enkelin. Die 18-jährige Sage ist in Not, sie braucht dringend 630 Dollar.

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Wölfe (2014)

Die Tudors und insbesondere Heinrich VIII. haben es Filmemachern seit jeher angetan. Liegt der Fokus üblicherweise beim launenhaften König oder der unglückseligen Anne Boleyn, wählt die sechsteilige Miniserie nach den Romanen von Hilary Mantel einen reizvollen Neuzugang: Der Aufstieg des Anwalts Thomas Cromwell aus armen Verhältnissen zum wichtigsten Berater des Königs

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Die Brücke - Transit in den Tod

Skandinavische Krimiserie um die geniale Ermittlerin Saga Norén. In der dritten Staffel wird sie von ihrem dänischen Kollegen Henrik "Wiki" genannt. Weil sie so viel weiß. Weil sie sich viel merken kann. Es ist eine ihrer Stärken, die sie in ihrem Job als Kommissarin der Kripo Malmö umsetzen kann. Leider handelt es sich jedoch um eine Fähigkeit, die mit einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung einhergeht. Norén hat das Asperger-Syndrom. Deshalb weist sie auch Defizite auf. In der sozialen Interaktion der Kommunikation und der Empathiefähigkeit ist sie sozusagen Analphabetin.

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Bikes vs Cars

Einmal treffen sich die Radaktivisten von Sao Paulo an einer Kreuzung, um zu trauern: Einer von ihnen ist überfahren worden, mal wieder – jede Woche stirbt ein Radfahrer in der brasilianischen Metropole. Während der Mahnwache fahren im Hintergrund mehrere riesige Autotransporter vorbei, voll beladen mit fabrikneuen PKWs: Ein starkes Bild für den Konflikt zwischen Fahrrad- und Autofahrern.

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The Wave - Die Todeswelle

Ein Prolog kündet von einer unterschätzten Gefahr: Etliche Berge in Norwegen weisen gefährliche Risse auf, schon oft gab es verheerende Erdrutsche. Und nirgendwo ist die Lage so prekär wie am Berg Akerneset, der jederzeit und ohne Vorwarnung in den mächtigen Fjord unter ihm stürzen kann. Das zumindest versucht der Geologe Kristian, eigentlich schon auf dem Weg zum neuen Job, seinen Kollegen klarzumachen, als es zu unerklärlichem Grundwasserabfall kommt. »Grundwasser verschwindet nicht einfach. Es sucht sich neue Wege.«

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Sherlock - Die Braut des Grauens

Die dritte Staffel der erfolgreichen BBC-Krimiserie, die Arthur Conan Doyles Helden ins gegenwärtige London verpflanzt, ließ die Fans mit einem fiesen Cliffhanger zurück: Ist Sherlocks Nemesis Moriarty, der eigentlich am Ende von Staffel 2 sein Leben ließ, etwa zurückgekehrt?! Das Special „Die Braut des Grauens“, das in Großbritannien schon am 1.1. ausgestrahlt wurde, greift unterdessen das Thema „Wiedergänger“ hintersinnig auf.

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True Detective - Staffel 2

Frank Semyon (Vince Vaughn) erinnert sich, während er im Bett liegt und an einen Wasserfleck an der Decke starrt, an eine traumatische Episode aus seiner Kindheit. Ein Keller spielt darin eine Rolle, in den er eingesperrt war, und sein Vater, der tagelang nicht zurückkam, um ihn wieder herauszulassen. Später sagt Semyon zu einem kleinen Jungen, der seinerseits gerade etwas Schreckliches erlebt hat, dass man am Leiden wächst, an den Dingen, die so schlimm sind, dass sie das Leben in ein „Davor“ und ein „Danach“ zerreißen.

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The Propaganda Game - Der nordkoreanische Traum

„Hier trainierte unser geliebter Führer Kim Jong-un“ prangt in gelber Lackschrift auf rotem Grund an einem Bauchwegtrainer im Fitnessstudio der Hauptstadt Pjöngjang. Nordkorea gehört zu den seltsamsten, verschlossensten und verstörendsten Staatengebilden, die heute auf der Welt existieren. Dass es auch zu den unberechenbarsten gehört, liegt an dem autoritären Führungsstil der Herrscherfamilie Kim. Dem spanischen Filmemacher Álvaro Longoria ist das schier Unmögliche gelungen, in die für westliche Journalisten schwer zugängliche Diktatur einzureisen.

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Der Jesus Code - Er verschwand nicht spurlos

„Jesus finding. Faith, Fact, Forgery“ heißt die sechsteilige CNN-Serie im Original, die mit naturwissenschaftlichen Methoden Wahrheiten über Jesus und die Bibel enthüllen will. Das klingt nach Werner Kellers betagtem Besteller „Und die Bibel hat doch recht“ aus dem Jahr 1955, den Harald Reinl unter gleichem Titel für die Leinwand adaptierte. Von „Forgery“, also Fälschung, war damals noch nicht die Rede, und auch der jüngste Anlauf ist eher an der Alliteration als an investigativen Erkenntnissen interessiert.

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The Wolfpack

Ganz oben auf der Favoriten-Liste stehen „Der Pate“, Teil 1 & 2, dann kommen „JFK“, „Vom Winde verweht“ und „Der Herr der Ringe“. Filme spielen im Leben der Angulo-Brüder eine obsessive Rolle: In der Familienwohnung in einem Sozialblock in der Lower East Side von Manhattan bauen sie Kostüme und Requisiten, um Szenen aus „Pulp Fiction“ oder „The Dark Knight“ nachzuspielen.

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Im Winter, so schön

Der Kleinkriminelle und Großstädter Erhard hält wenig von Dörfern. Doch zu allem Überfluss verschlägt es ihn genau dahin: Auf dem Weg zu seinem neuen Auftrag tötet er bei einem Zwischenfall auf einer Landstraße einen Rentner. Aus der schnellen Flucht wird jedoch nichts, sein Auto springt nicht mehr an. So versteckt er das Fahrzeug und landet schließlich in dem abgelegenen Dorf.

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Zufällig allmächtig

Es ist ein tückisches Geschenk des Himmels, mit dem sich der Lehrer Neil (Simon Pegg) nach einem Sturz mit dem Fahrrad plötzlich wiederfindet: Mit einem Wink seiner Hand ist er in der Lage, alle seine Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen. Was auf den ersten Blick die Lösung der zahlreichen Probleme zu sein scheint, mit denen der frustrierte Pädagoge in seinem Alltag zu kämpfen hat, entpuppt sich allerdings schnell als Quell für neuen Schlamassel, da Neils Wünsche die Tendenz haben, unkalkulierte Folgen zu zeitigen.

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Mysterious Object at Noon

Von »Joe«, wie der thailändische Filmregisseur Apichatpong ­Weerasethakul von seinen Verehrern genannt wird, ist man seit »Blissfully Yours« (2002) und »Tropical Malady« (2004) einiges gewohnt. Mal taucht der Vorspann erst nach einem Drittel des Films auf, mal bleibt die Leinwand mitten im Film eine kleine Ewigkeit schwarz und startet dann mit einer zweiten, komplett anderen Geschichte, mal verwickeln wie in »Cemetery of Splendour« (2015) zwei leibhaftige Göttinnen den Protagonisten in ein Gespräch, ohne dass man an den stilistischen oder narrativen Sprüngen Anstoß nehmen würde.

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Free to Run

Ein paar Irre, die in Boxershorts die Straßen unsicher machen: So wäre das Image der Langläufer gewesen, als sie in den 1960er-Jahren damit begannen, außerhalb der Stadien und im Clinch mit den Leichtathletikverbänden ihrem Sport nachzugehen. Das erzählen mehrere der Protagonisten, die Regisseur Pierre Morath in dieser Dokumentation über die Entwicklung des Langlaufs und Marathons zum weit verbreiteten Volkssport zu Wort kommen lässt.

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Studio 54 - Director's Cut

New York. Im Jahr 1998 inszenierte Mark Christopher einen Film über die Disco-Exzesse in den 1970er-Jahren. Produzent Harvey Weinstein wollte mehr »Hollywood«… und legte selbst Hand an. »Studio 54« floppte und verschwand in der Versenkung. 2012 durfte Christopher acht Minuten für die Blu-ray ergänzen und war noch unglücklicher, weil zwar Details eingefügt werden konnten, die dem Verleih einst zu pikant erschienen, Plot und Tönung des Films jedoch wurden beibehalten. Erst 2015 war es geschafft.

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Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers

Die beiden jungen Frauen wissen, was sie von dem Sommer zu erwarten haben und was sie sich selbst schuldig sind: Lilly und ihre beste Freundin Gerri werden sich danach trennen, um aufs College zu gehen. Der letzte gemeinsame Sommer soll etwas ganz Besonderes sein, voller Spaß und erinnerungsträchtig für die Ewigkeit. Was er auch wird, aber mit unerwartet bitteren Beigaben: verlorene Illusionen, Trennungen, Verluste und ein herber Schlag für ihre Freundschaft, als sich beide in denselben Mann, einen jungen Künstler, verlieben.

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Life Partners

Egal ob es darum geht, sich in schwierigen Situationen den Rücken zu stärken, Liebeskummer zu teilen, ritualisierte Fernsehabende zu zelebrieren oder einfach nur Blödsinn zu machen: Sasha und Paige sind seit Teenager-Tagen beste Freundinnen und die stabilste Konstante im Leben der jeweils anderen. Beide sind zwar längst mit ihren Ausbildungen fertig und haben Jobs, halten aber am Lebensstil ihrer Jugend fest – noch!

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Das Versteck (1969)

Madame Fourneau macht kein Hehl daraus: Ihr Etablissement beherbergt auch die schwierigen Fälle. Doch Disziplin auf Elterngeheiß und „pädagogische Strenge“ habe noch jedes Mädchen auf den richtigen Weg gebracht. Theresa hat keine Eltern mehr, aber ihr Vormund vertraut der Hausdame auf dem abgelegen Mädchen-Internat in Südfrankreich.

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Safe House - Staffel 1

Im Fernsehen wimmelt es nur so vor Polizisten, und auch ehemaligen Cops begegnet man in TV-Krimis regelmäßig. Deshalb wirkt die Konstellation dieser britischen Mini-Serie vertraut, deren Protagonist Robert (Christopher Eccleston) nach einem traumatischen Erlebnis den Polizeidienst quittiert hat. Als sein ehemaliger Vorgesetzter unvermittelt auftaucht, überrascht es nicht, dass Robert sich kurzfristig zur Mitarbeit in einem speziellen Fall überreden lässt.

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Infinitely Polar Bear

Der „Polar Bear“ im Titel beruht auf einer Verwechslung von Faith, einer der kleinen Töchter des psychisch kranken Cam (Mark Ruffalo): Mit dem Begriff „bipolare Störung“ kann sie nichts anfangen, also macht sie daraus „polar bear“; und etwas Bäriges hat ihr Vater tatsächlich, weil die Psychopharmaka seinen Körper aufgeschwemmt haben. Es ist Ende der 1970er-Jahre; und Cams Kleinfamilie muss nun zusehen, wie sie mit dessen Krankheitsbild zurechtkommt.

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Saint Laurent

Yves Saint Laurent hat Post bekommen. Von Andy Warhol. »Dear Yves, I love the tuxedo, I love the Mondrian dress ...«. Andy wünscht sich so sehr ein Dosensuppenkleid. Seine hohe, drucklose Stimme tönt aus dem Off, während Saint Laurent in seiner wunderschön leuchtrot ausgekleideten Rive-Gauche-Boutique umhergeht wie in einem prachtvollen Märchenwald, an den Schaufensterpuppen seine von Marlene Dietrich inspirierten Damenanzüge, cool und elegant.

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Lied der Ströme

Die Welt war Bewegung, Film war Bewegung: So revolutionär und schnell, wie die Avantgardisten es wollten, schien er vorwärtszutreiben – und hielt gleichzeitig die Poesie des Augenblicks fest. Im Jahr 1928 drehte der holländische Dokumentarfilm-Pionier Joris Ivens »Die Brücke«, 14 Minuten lang. Es war nicht sein erster Film, wohl aber der erste, der keine Fingerübung mehr war: ein Loblied auf die Moderne, die Industrialisierung, ihre Architektur, ihr Tempo.

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Fortitude - Staffel 1

Schauspieler Michael Gambon brillierte einst als Hauptdarsteller in »The Singing Detective«, Dennis Potters englischer BBC-Kultserie von 1986, die Maßstäbe setzte – in der Erzählweise, die wild mit Realitäts- und Zeitebenen jonglierte, und in Sachen Genre-Vermischung. Nun ist er wieder in einer Serie zu bewundern, die dramaturgisch ambitioniert sein will. Vorweg: »Fortitude« ist ihrer Zeit zwar nicht voraus, wie es einst »The Singing Detective« war – aber allemal auf der Höhe der Zeit.

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Bus 657

Dass Vaughn einen Linienbus kidnappt, war so nicht geplant: eigentlich wollten er und seine Verbündeten nur Vaughns Boss, den skrupellosen Casino-Chef und Gangster Pope, um einige Millionen erleichtern. Und das, zumindest was Vaughn angeht, aus honorigen Gründen: nämlich um die lebensrettende OP zu finanzieren, die Vaughns kleine Tochter so dringend braucht. Doch der Bruch läuft nicht so glatt, wie er geplant war...

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Gameplay - Die Geschichte der Videospiele

Längst hat das Videospiel das interaktive Nischendasein, das es in den 1980er-Jahren führte, verlassen und ist zu einer enorm populären Vorstufe der in »Star Trek« präsentierten künstlichen Wirklichkeitswelt des Holodecks avanciert. Höchste Zeit Zeit also, um sich überblickhaft mit der Geschichte des Mediums zu beschäftigen.

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Hannibal (2013-15)

Dank der beklemmenden Verkörperung von Anthony Hopkins war die von Romanautor Thomas Harris erfundene Figur des kannibalisch-kultivierten Serienkillers Dr. Hannibal Lecter einer der charismatischsten Schurken des Kinos der 1990er. Dem Dänen Mads Mikkelsen ist das kleine Kunststück gelungen, sich von diesem Vorbild freizuschwimmen und „Hannibal“ in der gleichnamigen Serie zu neuem Leben zu erwecken.

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Ein Versprechen - Reise in die Vergangenheit

Deutschland, kurz vor dem Ersten Weltkrieg: Ein junger Ingenieur (Richard Madden) verliebt sich in die schöne Ehefrau (Rebecca Hall) seines Arbeitgebers, des Industriellen Karl Hoffmeister (Alan Rickman). Während die noble großbürgerliche Fassade des Haushalts von außen intakt bleibt, beginnen im Inneren die Spannungen zu brodeln.

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First Impact - Der Paketbombenjäger

Der Fall Sacco und Vanzetti gilt bis heute als dunkles Kapitel der US-amerikanischen Justiz-Geschichte: Wegen Raubmordverdachts wurden die beiden Mitglieder der anarchistischen Arbeiterbewegung 1920 festgenommen, zum Tode verurteilt und 1927 trotz Mangel an Beweisen hingerichtet. Die Hinrichtung löste weltweit Empörung aus und wurde in der Folge vielfach in den Künsten aufgegriffen. Allzu viele Adaptionen Hollywoods gab es dazu jedoch nicht.

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Stefanies Geschenk

Auch wenn der 42-jährige Schweizer Mathieu Seiler bereits seit 15 Jahren als Regisseur tätig ist, nimmt man ihn in Deutschland erst jetzt wahr. Das mag an seinem unerhörten fünften Film „True Love Ways“ liegen und an dem Umstand, dass die engagierte Kooperative „Drop-out Cinema“ diesen kleinen, unbequemen, schwarz-weißen Horror-Thriller in Deutschland ins Kino gebracht hat.

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D.U.D.A! Werner Pirchner

Was soll dieser Titel? Schlicht und schnell erklärt: D.U.D.A. ist eine Abkürzung für „Der Untergang des Alpenlandes“. So lautete der Titel eines Films, den der Tiroler Musiker Werner Preisegott Pirchner (1940-2001) 1974 drehte. Und wer bei dieser Abkürzung meint, das kokettiere gewaltig mit der Ähnlichkeit zu Dada, liegt so verkehrt nicht. „Der Untergang des Abendlandes“, Pirchners einzigen Film, muss man wohl „Kult“ nennen, wie überhaupt seine ganze Produktion.

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Die letzte Schlacht am Tigerberg

Nachdem er sich in seinen »Detective Dee«-Filmen ganz weit zurück ins antike China begeben hatte, springt Hong Kong-Kinolegende Tsui Hark mit seinem Kriegsfilm »Die letzte Schlacht am Tigerberg« ins Jahr 1946: Das Action-Epos spielt in einer Zeit, in der China nach dem Zweiten Weltkrieg zwar die japanischen Invasoren los war, sich innerlich aber noch in hellem Aufruhr befand.

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Listen to Me Marlon

Die Geschichte des Films wäre ohne ihn eine ungleich ärmere. In den 1950er-Jahren machte Marlon Brando das berühmt, was als »Method Acting« zum Begriff wurde und für Seelenstriptease und Selbstaufgabe eines Schauspielers vor der Kamera stand. Von Stanley Kowalski (»Endstation Sehnsucht«, 1951) bis Colonel Walter E. Kurtz (»Apocalypse Now«, 1979) schuf Brando männliche Archetypen des Kinos und ging dennoch an Ruhm, Rummel und der Welt, die nicht seinem Drehbuch folgte, zugrunde.

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Marco Polo - Staffel 1

Ein Handlungsreisender aus Venedig, der im 13. Jahrhundert die Seidenstraße erkundet, am Hof des großen Kublai Khan landet und schließlich als Präfekt für ihn in China unterwegs ist: Das Drehbuch für eine Serie schreibt sich quasi von selbst, wenn man einen so faszinierenden Stoff wie die Reiseberichte Marco Polos (1254 – 1324) als Grundlage hat. Sollte man meinen!

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Dirty Trip - Ein dreckiger Trip

Glücksspieler glauben an die verrücktesten Dinge: verhängnisvoll wird es, wenn sie nicht von der Überzeugung abzubringen sind, ihre Schulden zurückzahlen zu können, indem sie genau das immer und immer wieder tun, was sie überhaupt erst in die Schulden getrieben hat.

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Waiting in the Wings: The Musical

Der junge Anthony aus Montana kann singen und tanzen – seine Zukunft sieht er daher deutlich vor sich: Auf New Yorks Bühnen seine Musical-Leidenschaft zum ruhmreichen Beruf machen. Doch in New York wimmelt es nicht nur von Schauspielaspiranten, sondern auch von Amateur-Produzenten, und einem von dieser Sorte kommen bei seinen ersten Unternehmen die Bewerbungsunterlagen durcheinander.

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Manglehorn - Schlüssel zum Glück

Eigentlich ist das Öffnen sein Metier: Manglehorns Schlüsseldienst kommt anderen zu Hilfe, wenn sie sich aus ihren Autos oder Häusern ausgeschlossen haben. Sich selbst anderen Menschen zu öffnen – das ist etwas anderes; da blockt der alte Mann gerne entschieden ab: Manglehorn trauert einer verlorenen Liebe nach, und die ins Überlebensgroße vergrößerte Erinnerung an diese Frau macht ihn blind für all die Normalsterblichen, die seinen Weg kreuzen.

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God Loves the Fighter

In Port of Spain braucht man nie lange auf den nächsten Gewaltausbruch zu warten. Im östlichen Teil der Hauptstadt von Trinidad und Tobago leben die Armen und Arbeitslosen, die von Wirtschaftsboom und Tourismuseinnahmen des Zwei-Insel-Staats nicht das Geringste zu erwarten haben: Eine vergessene Welt, beherrscht von Drogendealern, Dieben und Mördern, Zuhältern und Huren.

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Hateship, Loveship

Nach dem Tod einer alten Frau, die sie lange Zeit betreute, wird Johanna (Kristen Wiig) von dem älteren und wohlhabenden McCauley (Nick Nolte) eingestellt, damit sie sich um seine Enkelin Sabitha (Hailee Steinfeld) kümmert. Deren Mutter ist bei einem Unfall ums Leben gekommen, den ihr Vater Ken (Guy Pearce) verursachte.

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Der Page vom Dalmasse-Hotel

Friedel: das kann als Kürzel ein Männer- oder ein Frauenname sein, und selbiges macht sich die von Dolly Haas verkörperte Protagonistin in diesem deutschen Klassiker zunutze: Ihr wird nach ständigen Absagen bewusst, dass sie als junge Frau auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen hat. Aber im Schrank einer Freundin hängt noch ein Männeranzug, den sich die junge Frau maßgerecht umschneidert.

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The Hollow Crown - Staffel 1

Muss das sein: Noch einmal eine „Henry V“-Verfilmung, nach Kenneth Branaghs furioser, zeitloser Adaption von 1989? Es muss! Nicht zuletzt weil der TV-Film, der nun als Teil einer Box in einer deutschen Fassung vorliegt, den Vorteil des Seriellen hat: Mit „The Hollow Crown“ wurde das Großprojekt in Angriff genommen, Shakespeares Königsdramen in einer TV-Reihe zu adaptieren.

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Remington Steele - Staffel 1

Anfang der 1980er war es höchste Zeit für weibliche Professionals, auch im Genre der Detektiv-Serien. Zwar waren schon die „Drei Engel für Charlie“ eifrig bei der Arbeit, allerdings noch im Auftrag ihres mysteriösen männlichen Bosses. In „Remington Steele“ (gestartet 1982) ist es dagegen die Frau, die die Hosen anhat.

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Deutschland 83

Wie nahe die Welt im Jahr 1983 wirklich am Rande eines Atomkriegs stand, lässt sich an der Geschichte des russischen Oberstleutnants Stanislaw Petrow erahnen, der eine Angriffsmeldung amerikanischer Raketen am 27. September als Fehlalarm interpretierte. Drei Wochen zuvor hatte ein anderer Offizier den Abschuss eines vermeintlichen Spionageflugzugs nahe der Insel Sachalin befohlen, was 269 Menschen an Bord des verirrten KAL 007-Linienflugs das Leben kostete.

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Zorro (Staffel 1 & 2)

Wer als kleiner Junge einmal mit dem noblen Rächer mit der schwarzen Augenmaske in Kontakt gekommen ist, wird ihn fortan als Held im Herzen tragen. Zumindest war das in den 1970er-Jahren der Fall, als das Fernsehen noch drei Programme hatte und Walt Disneys Realfilmserie von 1957-59 neben „Daktari“ und „Bonanza“ das Highlight im Nachmittagsfernsehen war.

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Solo für O.N.C.E.L. - Staffel 1

Mit seinem Kino-Reboot „Codename U.N.C.L.E.“ hat Guy Ritchie die Serie aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Dabei galt das Konzept, einen US-amerikanischen und sowjetischen Agenten (in haarsträubenden Missionen: Robert Vaughn und David McCallum) gemeinsam gegen die Bösewichter der Welt auftreten zu lassen, gerade in den Jahren 1964-68, in denen der Kalte Krieg noch über die Welt tobte, wahrlich als revolutionär – und das ist es eigentlich auch immer noch!

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Jamie Marks Is Dead

Es fröstelt einen von Anfang an in dieser seltsam-schönen Mischung aus Coming-of-Age-Drama, Mystery und leisem Horror: Bäume und Sträucher sind vom Winter entlaubt, die Farbpalette ist kühl-entsättigt, und ähnlich unterkühlt bis unheimelig-unheimlich sind auch die zwischenmenschlichen Beziehungen. Eingangs findet ein Mädchen den Leichnam von Jamie Marks.

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Ruth & Alex - Verliebt in New York

Das New Yorker Apartment, in das Ruth (Diane Keaton) und Alex (Morgan Freeman) vor 40 Jahren eingezogen sind, ist eine wahre Perle. Doch der Altbau hat keinen Fahrstuhl, und es ist absehbar, dass das alte Pärchen die vielen Treppen irgendwann nicht mehr bewältigen kann. Die pragmatische Ruth möchte die Wohnung, die mittlerweile wahrscheinlich rund eine Million Dollar wert ist, deshalb verkaufen und ein altersgerechteres Domizil erwerben.

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Frisco Express

Western waren nicht die Sache von Regisseur Frank Lloyd („Meuterei auf der Bounty“). Doch für Abenteuer war er immer zu haben, und die gibt es zuhauf, wenn man die Erfolgsgeschichte von Wells Fargo Mail & Freight erzählt, die Mitte des 19. Jahrhunderts das (Geld-)Transportwesen in den USA revolutionierte.

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The Honourable Woman

Brillante Mischung aus Polit-Thriller und Familiensaga. 29 Jahre vor der in der Jetztzeit liegenden Handlung sitzen die Kinder Nessa und Ephra Stein mit ihrem Vater am Frühstückstisch in einem Luxushotel. Martin Phipps’ elegisch drohende Musik erklingt, und als die Stimme einer Frau aus dem Off über das scheinbare Idyll resümiert: »Es ist ein Wunder, dass wir überhaupt noch jemandem vertrauen!«, da ist der schreckliche Mord geschehen.

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Dame, König, As, Spion (1979)

Das Spionage-Geschäft, wie es John le Carré in seinen Agenten-Romanen schildert und wie es auch die aus sieben Episoden bestehende britische Serien-Verfilmung von »Dame, König, As, Spion« aus dem Jahr 1979 zeigt, hat wenig mit dem Glamour eines James Bond zu tun. Melancholie weht durch die Flure des »Circus«, der Geheimdienstzentrale am Londoner Cambridge Circus: eine Ahnung davon, dass die glanzvollen Zeiten des Empire längst vorbei sind.

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Better Call Saul - Staffel 1

Seit der »Berlinale« 2015 spielen Serien hierzulande in derselben Liga wie Kinofilme. Zumindest hegen Vertreter der Medienbranche diesen Wunsch. Denn im Rahmenprogramm des größten deutschen Filmfestivals feierte »Better Call Saul« internationale Premiere. Das Niveau von »Breaking Bad« auch nur annähernd zu halten, schien aussichtslos.

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Halt and Catch Fire - Staffel 1

Ein elektrischer Impuls jagt über den Bildschirm und findet seinen Weg in ein größeres Ganzes – nur um dann die Kontrollleuchte eines PCs aufleuchten zu lassen. Es fällt schwer, in diesem Funken nicht ein Bild für Joe MacMillan zu sehen – einen Ex-IBM-Verkäufer, der alle Brücken hinter sich abgerissen hat und als Visionär beim kleinen Unternehmen Cardiff Electrics »aufschlägt«.

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Jessica Jones - Staffel 1

Das »Marvel Cinematic Universe« wächst und wächst: Während nahezu täglich Gerüchte über neue Kinofilm- und Serienprojekte kursieren und 2016 der nächste Captain-America-Kinofilm ansteht, kämpfen die »Agents of S.H.I.E.L.D.« (als Ableger der »Avengers«-Kinofilme) in der dritten Fernsehstaffel, in deren Winterpause sich die zweite Staffel von »Marvel's Agent Carter« schiebt; darüber hinaus gibt es mit »The Defenders« bereits eine weitere Erzählwelt, die sich in gleich vier Einzelreihen aufteilt (die dann gerüchteweise in »The Avengers 3: Infinity War Part 1« zusammenkommen sollen): »Daredevil«, »Luke Cage«, »Iron Fist« und – »Jessica Jones«.

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Time Out of Mind

Die äußeren Verwahrlosungserscheinungen, die mit einem Dasein ohne festen Wohnsitz einhergehen, hat der alkoholabhängige George (Richard Gere) noch halbwegs im Griff. Einen Platz in einer der New Yorker Obdachlosenunterkünfte zu bekommen, wo man heiß duschen und in einem richtigen Bett schlafen kann, ist zwar umständlich, aber es ist machbar.

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In Their Skin - Sie wollen dein Leben

Es ist, als sei mit dem Tod der kleinen Tess sämtliche Freude aus dem Leben der Hughes gewichen. Der Herbst hat die letzten Blätter von den Bäumen des schmucken, einsam gelegenen Ferienhauses geweht und die Szenerie in fahles Grau getaucht. Dennoch: Mary, ihr Mann Mark und ihr 8-jähriger Sohn Brendon müssen ihr Leben weiterleben.

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Rammstein in Amerika

Was haben „99 Luftballons“ und „Du hast“ gemein? Auch wenn die Band aus Berlin nicht wie einst Nena die US-Chartspitze erreichen konnte, markierte Rammsteins markige Singleauskopplung aus dem Jahr 1997 einen Wendepunkt in der US-amerikanischen Musik-Rezeption: Einmal mehr stürmte eine deutsche Band mit deutschen Songs die Hitparaden.

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Andy Warhol - Godfather of Pop

Das schwarz-weiße Interview gleich am Anfang könnte nicht besser gewählt sein: Warhol posiert in den frühen Sechzigern vor einer Assemblage aus seinen Brillo-Boxen. Das Gegenüber provoziert ihn mit der Feststellung, dass ihm als Bildhauer jegliche Originalität abgehe. Ohne mit der Wimper zu zucken, stimmt Warhol zu.

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Reality (2014)

Realität ist ein dehnbarer Begriff, wenn man Quentin Dupieux heißt. In den Filmen des Franzosen können durchaus schon mal ein Autoreifen mit todbringenden telekinetischen Kräften oder ein Dauerregen im Büro auftreten, ohne dass die Figuren das übermäßig seltsam finden.

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Die Besatzer - Occupation

Die Freude auf die Heimat ist groß. Nach ihrem Irak-Einsatz kehren die drei Soldaten Mike (James Nesbitt), Hibbs (Warren Brown) und Danny (Stephen Graham) nach England zurück. Doch in der eigentlich gewohnten Umgebung wirken sie entfremdet. Mike, der von seiner Frau und seinen beiden Kindern erwartet wird, wird nach seiner Rettung eines verletzten Kindes medial als Held gefeiert, wirkt in seinem eigenen Haus aber verloren.

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Mein Leben mit Robin Hood

Einst hat er auf der Leinwand Schurken mit seinen Fechtkünsten und Damen mit seinem Lächeln entwaffnet, doch nun sind Mantel und Degen lange eingemottet. Ende der 1950er-Jahre hat Errol Flynn sich damit abgefunden, dass seine Karriere immer weiter bergab geht: So wie ihn das „Still Alice“-Regieduo Richard Glatzer und Wash Westmoreland in diesem Film darstellt, war Flynn ein Rebell gegen die Zwänge des konservativen Amerikas, allerdings ohne große gesellschaftskritische Prätentionen.

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Buenos Dias, Prinzessin!

Ein Mädchen-Teenie-College-Film, der hält, was das Genre verspricht: Herzschmerz, große Gefühle, Intrigen, Verzweiflung, Happy End. Hauptfigur ist die 17-jährige Valeria, die mit ihrer Mutter nach Madrid ziehen und deshalb kurz vor ihrem Abschluss in eine neue Schule gehen muss. Damit sie dort keine Probleme bekommt, schickt ihre Mutter sie vorsorglich zum „Nachsitzen“ in die psychologisch betreute Gruppe einiger schwieriger Jugendlicher.

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Jonathan Strange & Mr. Norrell

Bücher über Zauberbücher verschlingende Zauberer scheinen eine ganz eigene Magie in sich zu tragen. Vor allem, wenn das Fantastische in die literarische „Realität“ derart entzückend einbricht wie in den „Harry Potter“-Bänden oder in Susanna Clarkes „Jonathan Strange & Mr. Norrell“: Beide sorgten für zwei der größten Erfolge in der jüngeren Geschichte des Fantasy-Genres.

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Demonic - Haus des Horrors

Die Szenerie, die sich dem Polizeiermittler in der leerstehenden Livingston-Villa bietet, ist schrecklich: Drei tote Studenten im Haus verteilt, aber zumindest ein Überlebender. Der ist traumatisiert und bedarf zur Zeugenaussage der Hilfe einer Polizei-Psychologin.

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Altar

In einem alten, einsam gelegenen Landhaus im Moor soll eine Architektin Renovierungsarbeiten übernehmen und ihr Mann derweil zu künstlerischer Kreativität zurückfinden. Doch ein verborgener (Opfer-)Saal sowie seltsame, vor allem nächtliche (Geister-)Erscheinungen verunsichern die vierköpfige Familie zusehends und lassen sie am gesunden Menschenverstand zweifeln.

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Die Verschwörung - Gnadenlose Jagd

»Wir mögen keine Kameras«, sagt der deutsche Beamte der Kollegin vom MI5, als diese sich darüber beschwert, dass in Deutschland im öffentlichen Raum zu wenige Überwachungskameras sind. Die Agentin fahndet nach dem ehemaligen MI5-Mann Johnny Worricker, doch dieser schafft es dank der deutschen Zurückhaltung, die eigenen Bürger flächendeckend zu überwachen, noch einmal, zusammen mit seiner Geliebten durchs Netz des Geheimdienstes zu schlüpfen und zuerst von Heidelberg nach Wiesbaden und schließlich zurück nach Großbritannien zu fliehen.

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Duran Duran: Unstaged

David Lynch gehörte schon seit den 1980er-Jahren zu jenen Regisseuren, die das Musikvideo als besondere Ausdrucksform künstlerischer Entfaltung erkannten. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ihn eine amerikanische Kreditkartenfirma für deren seit 2010 gesponserte und auf Youtube gestreamte Konzerte gewinnen konnte.

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Infini

Die Gefahr ist nahe und essentiell: Ein Unfall hat die Erzabbau-Station Infini lahmgelegt und die Besatzung dahingerafft. Dennoch wird ein Rettungsteam in die Weiten des Weltraums teleportiert, da ein vermeintlicher Überlebender geortet ist. Die Mission hat nur scheinbar Erfolg. Zwar wird ein Besatzungsmitglied gerettet, doch der eröffnet der Crew, dass sich ein Kontaktvirus anschickt, alles Leben zu vernichten.

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Spooks - Verräter in den eigenen Reihen

Während sich MI6-Kollege James Bond einer unkaputtbaren Unsterblichkeit erfreut, ist der Berufsalltag der MI5-Agenten, von dem die britische Serie »Spooks« erzählt, von einer verheerenden Mortalitätsrate gekennzeichnet: Die alte Autoren-Weisheit »Kill your darlings« nahmen die Macher der 2002 gestarteten, stolze zehn Staffeln lang ausgesponnenen Thriller-Serie kompromisslos ernst; als Zuschauer musste man stets darauf gefasst sein, dass ein als Sympathieträger aufgebautes Mitglied der Anti-Terrorismus-Einheit »Section D« das Staffelende nicht überlebt.

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Anarchie

Nach „Hamlet“ (2000) hat sich Michael Almereyda mit „Cymbeline“ ein zweites Mal an einer filmischen Adaption Shakespeares versucht. Ethan Hawke spielte damals den großen Zweifler der Literaturgeschichte, und auch hier ist er wieder mit von der Partie. Almereydas Konzept erinnert an Baz Luhrmanns „William Shakespeares Romeo & Julia“: Er verortet die Handlung in einem von Machtgelüsten und Intrigen geprägten Gangster-Milieu (hier: der Biker-Mafia), in dem sich die Liebe zweier junger Menschen behaupten muss.

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Lautlos unter Giganten – Under the Sea

Filme über Wasserbewohner gibt es sprichwörtlich wie Sand am Meer. Es gehört also schon ein wenig Gleichmut dazu, einen weiteren hinzuzufügen. Oder eine Vision, wie die von Bertrand Loyer: Der Regisseur nimmt das Lebenswerk eines außergewöhnlichen jungen Mannes zum Anlass, um in die Tiefe zu gehen.

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Rob the Mob - Mafia-Ausrauben für Anfänger

Tommy (Michael Pitt) und Rosie (Nina Arianda) sind ein Liebespaar, Kleinkriminelle und etwas verrückt. Nachdem Tommy nach einem Überfall auf ein Blumengeschäft für anderthalb Jahre und seine Freundin für drei Monate ins Gefängnis mussten, haben sie es nun auf die Mafia-Clubs in New York abgesehen. Ihr Plan klingt so simpel wie durchgeknallt: Tommy will mit einer Schnellfeuerwaffe in die Lokale gehen und die Wertsachen einsammeln.

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American Heist

Man ahnt von Anfang an, dass der „große Coup“ , in den sich der Mechaniker Jimmy (Hayden Christensen) von seinem gerade aus dem Knast entlassenen älteren Bruder Frankie (Adrien Brody) verwickeln lässt, nicht reibungslos ablaufen wird: Wenn jemandem das Wort „Loser“ quasi auf die Stirn geschrieben steht, dann Frankie. Jimmy ist denn auch zuerst mehr als skeptisch und versucht, aus der Unternehmung auszusteigen.

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Nas: Time Is Illmatic

Das Leben scheint vorbestimmt, wenn man in den USA schwarz ist, in die Großstadt zieht und Eltern hat, die nicht vermögend sind. Wenn Nasir bin Olu Dara Jones auf eines jener Fotos schaut, auf denen er und seine Freunde vor den Wohnsilos in Queens posieren, wird seine Stimme nachdenklicher als sonst.

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Olive Kitteridge

Schwere Altfrauenbeine in derben flachen Schuhen stapfen durch herbstliches Laub: Das ist das erste, was man von der Titelheldin in Lisa Cholodenkos Miniserie zu sehen bekommt. Dann macht Olive (Frances McDormand) bei ihrem einsamen Gang durch das Wäldchen halt. Sie breitet eine Picknickdecke aus und schaltet ein kleines Kofferradio an. Und packt eine Pistole aus. Ist der Brief, der aus ihrer Tasche rutscht, ein Abschiedsbrief? Will die alte Frau ihrem Leben ein Ende setzen?

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Walking Under Water

Ethnografische Dokumentarfilme handeln schon lange nicht mehr nur vom kulturell Fremden, sondern von den Ambivalenzen, die sich aus der Globalisierung und damit Vermischung der Kulturen ergeben. Eliza Kubarskas Film ist in dieser Hinsicht sehr gelungen: Die Tradition des Fischfangs der zwischen Malaysia und Borneo als staatenlose Seenomaden lebenden Badjao wird in untrennbarer Verschmelzung mit einer Technologie gezeigt, die die westlichen Industrienationen in diese Regionen der Welt verbreitet haben.

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'71 - Hinter feindlichen Linien

„Ihr müsst als Team zusammenarbeiten!“, bläut der Drill Sergeant den unerfahrenen britischen Soldaten ein, die er auf ihren ersten Einsatz vorbereitet. In den Straßen des nordirischen Belfast wird diese Zusammenhalts-Maxime bald darauf auf ganzer Linie scheitern. Während die jungen Männer ein Haus sichern, in dem Waffen der IRA vermutet werden, sehen sie sich mit den empörten Anwohnern konfrontiert.

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Deadbeat - Staffel 1

Toten Seelen, die als Geister umherspuken, dabei zu helfen, die ewige Ruhe zu finden: das war für die Protagonistin der Serie „Ghost Whisperer“ eine Mission. Für das männliche Medium in „Deadbeat“ ist es vor allem ein Job, um die Miete zu zahlen und sich neuen Stoff zum Kiffen leisten zu können.

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Schloss des Schreckens (2009)

Man kann wirklich nicht sagen, dass die beiden Waisen unschuldig aussehen. In dieser Neuverfilmung von Henry James’ Novelle „The Turn of the Screw“ scheint es vielmehr klar, dass die beiden ausgemachte kleine Satansbraten sind, auch wenn sie noch so höflich tun.

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Wie ein weißer Vogel im Schneesturm

Auf die Frage, ob sie ihre Mutter vermisst, antwortet sie mit einem kurzen „Nein, nicht wirklich“. Auch sonst erweckt das plötzliche Verschwinden ihrer Mutter Eve in der 17-jährigen Kat keine Gefühle – das sagt sie zumindest, als sie eine der Sitzungen bei einer Psychotherapeutin kommentiert.

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Boardwalk Empire

Die 1931 – gegen Ende der Prohibition und damit sieben Jahre nach den Ereignissen der vierten Staffel – spielenden letzten acht Episoden handeln davon, wie Nucky Johnson versucht, für die bevorstehende Aufhebung der Prohibition vorzusorgen und durch neue Geschäfte mit kubanischem Rum auf legale Weise Geld zu machen. Sein Weg aus der Kriminalität heraus wird kontrastiert mit Rückblenden, die von seinem Weg hinein erzählen.

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Copenhagen

Er ist 28, sie ist 14. Eher vorsichtig und zögernd kommen sie sich näher, denn Effy und William wissen, dass es eigentlich falsch ist. Die beiden lernen sich kennen, als William auf seiner Europareise mit seinem besten Freund und dessen Freundin nach Kopenhagen kommt, um nach seinem Großvater zu suchen, der dort geboren wurde.

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Heart of a Lion

Ein schlechter Mensch ist er nicht. Vielleicht nicht der hellste, das sagt er auch von sich selbst. Familienbedingt ist Teppo stolz auf sein Finnland und seine weiße Rasse. Doch der Löwe und das Hakenkreuz auf seiner Haut verlieren plötzlich an Bedeutung, als er Sari kennen und lieben lernt.

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Playing it Cool

So schwer kann es nicht sein, eine RomCom zu schreiben!? Ist es aber sehr wohl, jedenfalls für den Drehbuchautor (Chris Evans), der in Justin Reardons Regiedebüt als Hauptfigur und neurotischer Ich-Erzähler fungiert: Er ist bekennender Anti-Romantiker und Beziehungs-Phobiker; mit einem Actionfilm würde er sich wesentlich wohler fühlen.

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Felony

Gerade noch wurde Detective Mal Toohey (Joel Edgerton) von seinen Kollegen nach einem brandgefährlichen Einsatz gefeiert. Er hatte ein Drogenlabor hochgenommen und wurde bei der Verhaftung eines der Verbrecher angeschossen. Nach der Feier fährt der junge Cop, leicht angetrunken, nach Hause, wobei er mit dem Seitenspiegel seines Autos einen kleinen Jungen streift, der mit dem Fahrrad unterwegs ist.

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Virtuality

Die Erde ist ihrem Untergang nahe. Zum Glück wurde bereits eine interstellare Mission gestartet, die ein nahes Sonnensystem nach lebenswerten Planeten durchforsten soll.

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Verjährung

15 Jahre nach dem Mord an einem Mädchen ist der Täter noch nicht gefasst. Einige Tage, bevor die Frist der Verjährung verstreicht, findet sich noch einmal ein Hinweis. Diesmal kommen die Ermittler dem Mörder so nah wie nie zuvor, doch er entkommt. Dann wird erneut ein Mädchen entführt. Die Vorgehensweise ist nahezu identisch.

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Stretch

Irgendwo zwischen „Hangover“-Chaos und den Coen-Brüdern changiert dieser kleine, flippige Großstadtthriller.

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Fürst der Dämonen

Einmal mehr kommt ein westlicher Gelehrter in den archaischen Osten und erlebt Dinge, die sich ein rationaler Geist nur schwer erklären kann. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts macht sich der unglücklich verliebte Kartograf Jonathan Green auf, die Welt zu vermessen. Er stößt in eine Gegend jenseits der Karpaten vor, die auf seinen Karten als „terra incognita“ bezeichnet wird.

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Der sanfte Lauf

Das 1967 erschienene Spielfilmdebüt von Haro Senft, einem der Mitinitiatoren des Oberhausener Manifests, liegt ­­endlich auf DVD vor. Dass das noch mit einer außerordentlichen Beigabe gewürzt wird, nämlich sieben seiner äußerst selten gezeigten Kurzfilme, entstanden zwischen 1954 bis 1964, macht aus der Angelegenheit einen veritablen Anlass zum Feiern.

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Orange Is the New Black (Staffel 1 & 2)

»The animals, the animals, trapped, trapped, trapped 'til the cage is full.« Zu Regina Spektors treibendem Intro-Song rasen die Gesichter der menschlichen »Käfigtiere« durch den Anfang jeder Serienfolge: Schnell hintereinander geschnittene Close-Ups auf Münder und Augen, schmal, dick, lachend, zornig, zeugen von der weißen, afro- oder lateinamerikanischen Herkunft ihrer Trägerinnen.

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Days and Nights

Im ländlichen Neuengland ereignet sich im Sommer 1984 ein konfliktreiches Familientreffen, an einem Ort, vollkommen abgeschieden von den Problemen der Welt, auch wenn man aus Fernseher oder Radio Ronald Reagans patriotische Reden hört. Doch die Figuren in »Days and Nights« haben drängendere Sorgen.

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Autumn Blood – Zeit der Rache

Eine einsame Farm in den Bergen, ein Dorf im Tal und ein Konflikt zwischen der Familie, die die Farm betreibt, und denen, die im Dorf das Sagen haben: eine geläufige Dramaturgie. Sie kommt vom Western bzw. vom Heimatfilm. Beide Genres sind miteinander verzahnt, die Rocky Mountains und die Tiroler Alpen sind weitestgehend austauschbar.

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El Ardor

An den Ufern des Amazonas treiben Killer ihr Unwesen. Im Auftrag rücksichtsloser Konzerne, die sich durch Ausbeutung des Urwaldes satte Gewinne erhoffen, ­»kümmern« sie sich um Widerständler, so wie die Tabakfarmer, die ihre Bockigkeit mit dem Leben bezahlen. In ihrer brutalen Gewisse­n­losigkeit haben sie aber nicht mit Gegenwehr gerechnet.

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Weg mit der Ex

een-Horror-Altmeister Joe Dante liefert mit seinem neuesten Streich kein Glanzstück, Spaß macht seine inhaltlich nichtige, aber sehr charmant umgesetzte Zombie-Hommage aber doch.

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Die Kinder des Señor Noble

Mexiko ist eines der wichtigsten Film­produktionsländer in Lateinamerika und hat eine lange Tradition in sozialen Melodramen und Komödien. Eines der wichtigsten Themen des mexikanischen Films war immer die Familie, und besonders die gewünschte und nicht erwünschte Vaterschaft.

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R - Gnadenlos hinter Gittern

Skandinavisches Genrekino gibt sich mit Vorliebe unangenehm, während Hollywood oder Pay-TV-Serien beim selben Sujet dem Zuschauer einen gewissen Unterhaltungsaspekt gönnen. „R - Gnadenlos hinter Gittern“ folgt dem ungeschönten Ansatz in extenso.

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Palo Alto

Der Name Coppola scheint zum Filmemachen zu verpflichten. Mit „Palo Alto“ präsentiert die 28-jährige Enkelin von Francis Ford Coppola, Gia Coppola, ihr Debüt. Darin adaptiert sie die gleichnamige Kurzgeschichten-Sammlung von James Franco, der überdies eine zentrale Rolle übernommen hat.

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Cobbler

Das Cover deutet die Art von Klamauk-Komödien an, die Adam Sandlers Status als Kassenmagnet begründet haben. Thomas McCarthys Film versucht allerdings (nicht ganz konsequent) in eine andere Kerbe zu schlagen und eine Sozial-Tragikomödie mit magischem Anstrich zu liefern, die die Gentrifizierung der New Yorker Lower East Side aufspießt.

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Cobbler

Das Cover deutet die Art von Klamauk-Komödien an, die Adam Sandlers Status als Kassenmagnet begründet haben. Thomas McCarthys Film versucht allerdings (nicht ganz konsequent) in eine andere Kerbe zu schlagen und eine Sozial-Tragikomödie mit magischem Anstrich zu liefern, die die Gentrifizierung der New Yorker Lower East Side aufspießt.

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Attention: A Life in Extremes

Schöne Bilder von waghalsigen Sportlern sieht man im (Heim-)Kino öfters, zumal sich dabei coole Surfbretter, Ski-Klamotten oder das „Red Bull“-Logo ins rechte Licht setzen lassen. Die Dokumentation „Attention! – A Life in Extremes“ gehört erfreulicherweise nicht in diese Kategorie.

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Die Heineken Entführung

Zwei Filme erzählen von der Entführung des Bierkonzern-Chefs im Jahr 1982. Beide führen Heineken zwar als Titelfigur, sind aber weit davon entfernt, den Konzernchef zum Helden zu machen.

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Mrs. Stone und ihr römischer Frühling

Bereits von 2003 stammt diese fulminante, fürs Fernsehen inszenierte Neuverfilmung von Tennessee Williams' gleichnamigem Roman. 1961 war er mit Vivien Leigh schon einmal für die Leinwand adaptiert worden – große Fußstapfen, die Helen Mirren aber meisterlich ausfüllt.

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Origin: Spirits of the Past

Es ist Jahrhunderte her, dass der Mensch seine Quittung für Ignoranz und Selbstsüchtigkeit gegenüber der Umwelt bekommen hat: Genmanipulierte Pflanzen, die eine verdorrte Welt wieder begrünen sollten, gerieten außer Kontrolle und zerstörten alle Zivilisation. Die wenigen Überlebenden haben das Beste aus ihrer Degradierung durch die Natur gemacht.

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Birdsong - Gesang vom großen Feuer

Ein prächtiges Gut im nordfranzösischen Amiens mit idyllischem Garten und Schützengräben an der Somme: Geografisch sind diese Orte nicht weit voneinander entfernt, auch zeitlich trennen sie nur wenige Jahre. Trotzdem sind sie für Stephen Wraysford (Eddie Redmayne) zwei Welten: Himmel und Hölle.

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Fargo - Season 1

Erpressungen, Intrigen, Morde – und zwar auf die drastische Art – kennt man zur Genüge aus den Serien über die Metropolen dieser Welt. Dass besonders eisige Blumen des Bösen gerne mal auf dem Land blühen, offenbarte einem staunenden Publikum indes ein kleine, fast schon als Kammerspiel zu bezeichnende Tragödie namens „Fargo“.

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Marvel Agents of S.H.I.E.L.D.

Im Kinofilm „Marvel’s The Avengers“ stirbt S.H.I.E.L.D.-Agent Phil Coulson (Clark Gregg) in den Armen von Nick Fury, nachdem ihm Bösewicht Loki mit seinem Zepter das Herz durchbohrte. Nun ist Agent Coulson wieder da.

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Metallica: Masters of Metal

Kaum eine Band hat es je geschafft, auch jenseits der Genre-Klientel ein breites Publikum zu begeistern, ohne dabei die eigenen Wurzeln zu verleugnen. Der Metal-Band aus L.A. ist es trotz einiger Höhen und Tiefen gelungen, zu einer der erfolgreichsten weltweit zu avancieren – und das, obwohl die harte Spielart des Rock nicht gerade massenkompatibel scheint.

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The Good Lie

Der Name von Reese Witherspoon prangt groß auf dem Cover. Dabei dauert es über ein halbe Stunde, bis sie endlich auftritt. Die Hauptdarsteller sind andere: Mamere, seine Schwester Abital, Jeremiah und Paul, jene „Lost Boys of Sudan“, die als Kinder im Bürgerkrieg ihre Familien verloren.

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Make My Heart Fly - Verliebt in Edinburgh

Davy und sein Kumpel Ally wollen nach ihrem Kriegseinsatz in Afghanistan das Erlebte schnell hinter sich lassen; wieder zuhause in Edinburgh starten sie optimistisch in die Zukunft. Und zu der gehört für die beiden Jungs vor allem die richtige Frau an ihrer Seite.

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The Skeleton Twins

Der Amerikaner Craig Johnson erzählt in seinem zweiten Spielfilm »The Skeleton Twins« eine Geschichte unter im Grunde zutiefst traurigen Vorzeichen. Melancholisch untermalen Geigen- und Glockenspielklänge den Weg zweier Menschen, die permanent vom Pech verfolgt scheinen.

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Houdini

An einer Stelle dieses Zweiteilers um den legendären Entfesslungskünstler Harry Houdini (1874-1926) sitzt der von Adrien Brody gespielte Titelheld in einem Kino und schaut sich Chaplins »Die Rollschuhbahn« an. Mit kritischem Blick: Für Houdini ist das aufsteigende Medium Film eine bedrohliche Konkurrenz.

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Good Kill - Tod aus der Luft

»Jetzt ist der Krieg ein First-Person-Shooter. Aber wenn sie hier den Abzug betätigen, ist das verflucht echt.« So beschreibt ein Kommandant der US-Armee im Drama »Good Kill« die neue Art der Kriegsführung mit Kampfdrohnen. Dieses Töten auf Knopfdruck thematisiert und kritisiert der Film von Andrew Niccol (»Gattaca«, »Lord of War«).

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Camp X-Ray - Eine verbotene Liebe

Für die junge Rekrutin Cole ist Guantanamo nur eine Durchlaufstation auf dem Weg zu ruhmträchtigeren Einsatzorten, gleichwohl aber auch eine Bewährungsprobe, um sich als »ganzer Kerl« zu beweisen. Sie imitiert die schroffe Haltung ihrer Kameraden, doch einer der Gefangenen nimmt ihr diese nicht ab.

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Liebe geht seltsame Wege (2014)

Die Filmgeschichte ist voller Szenen am Hochzeitstag: eilfertige Vorbereitungen, komische Nervosität. Auch Ira Sachsʼ Film beginnt mit einem Hochzeitstag. Doch wie anders alles hier aussieht! Die ungeduldigen Klischee-Erwartungen werden allenfalls andeutungsweise befriedigt.

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Frankie & Alice

Inzwischen kommt der Schizophrenie eine ganz eigene Signatur im Kino zu: Werke wie Jeff Nichols’ „Take Shelter“, Ron Howards „A Beautiful Mind“ oder Martin Scorseses kongenialer Thriller „Shutter Island“ nutzen die Psychopathologie, um neue Erzählräume zu erobern. Die filmischen Persönlichkeitsspaltungen kreisen um fiebrige Verschwörungstheorien und Wahnvorstellungen. Dass dem Sujet auch mit Fachwissen, Sensibilität und einer fesselnden Dramaturgie begegnet werden kann, zeigt Geoffrey Sax’ „Frankie & Alice“.

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Dark Star - HR Gigers Welt

Am 2. Mai 2014 starb HR Giger 74-jährig durch einen Sturz. Krank und gebrechlich war er schon länger. Ein Siechtum des Körpers, der nie mit einem des Geistes einherging. Manche glauben indes, dass die Kämpfe, die er seit jeher mit den Dämonen in seinem Kopf ausgetragen hat, seine Wahrnehmung der Welt schon längst beschädigt hatten.

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Automata

Wenn man sich den kläglichen Rest der Menschheit in Gabe Ibáñez’ Endzeitfilm »Automata« anschaut, könnte man fast eine Strafe Gottes vermuten, tatsächlich aber arbeiten die Herren der Welt in ihrer Verschlagenheit, Arroganz und ihren Allmachtgelüsten an der eigenen Vernichtung

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Penny Dreadful - Die komplette erste Season

»Auf die mysteriöseste Frau in London!« Lebemann Dorian Gray (Reeve Carney) stößt mit dem Amerikaner Ethan (Josh Hartnett) auf dessen faszinierende Arbeitgeberin Vanessa (Eva Green) an. Vanessa wirkt kühl und selbstbeherrscht, der Zuschauer weiß allerdings schon, dass es hinter der spröden Fassade brodelt.

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Cold in July

Home-Invasion-Thriller mit packender erster und etwas schwächerer zweiter Hälfte.

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Pasolinis letzte Worte

Pasolinis Tod am 2. November 1975 am Strand von Ostia ist schrecklich und inoffiziell nie aufgeklärt. Hinterlassen hat er unzweifelhafte Wunden. So verlor Europa einen Meister des politischen Kinos.

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A Young Doctor's Notebook & Other Stories

Die Miniserie „A Young Doctor’s Notebook“ und ihre zweite Staffel, „A Young Doctor’s Notebook & Other Stories“ treiben ein tiefschwarzes Spiel. In der britischen Serie strampelt sich ein frischgebackener Arzt (Daniel Radcliffe) im Russland des Jahres 1917 daran ab, in einem ihm fremden Umfeld die übergroßen Fußstapfen eines Vorgängers auszufüllen – und scheitert auf ganzer Linie.

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Das scharlachrote Siegel (1982)

Emma Orczys Theaterstück und Roman um einen gewitzten Engländer, der im Frankreich der französischen Revolution Verurteilte mit ausgeklügelten Charaden vor der Guillotine rettet, ist ein vielgeliebter britischer Klassiker des Mantel-und-Degen-Genres. Körperliche Action spielte darin eine eher kleine, das scharfzügige Wort und die clevere Maskerade dafür eine umso größere Rolle. Das ist auch in der TV-Adaption von Clive Donner aus dem Jahr 1982 nicht anders.

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The Dead Lands

Wie wichtig es ist, die Ehre seines Maori-Stammes zu bewahren und zu verteidigen, muss der 17-jährige Hongi auf grausame Weise erfahren. Bei einem Verrat werden die anderen Stammesmitglieder des Häuptlings-Sohns brutal ermordet.

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Electric Boogaloo (2014)

Die 1980er-Jahre waren die Zeit, in der sich der Zuschauer langsam vom Kino emanzipierte und in der Videothek verstohlen nach Filmen stöberte, die allenfalls die Leinwände der Bahnhofsviertel „zierten“. Der Segen des Heimkinos für den gehobenen Trash der Cousins Menahem Golan und Yoram Globus bleibt in Mark Hartleys Dokumentarfilm „Electric Boogaloo“ unthematisiert.

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Die Verschwörung - Tödliche Geschäfte

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als genösse Johnny Worricker ein beneidenswertes Rentner-Dasein: Der alte Brite hat sich auf einer karibischen Insel zur Ruhe gesetzt, genießt im Schatten einer Palme am Strand ein gutes Buch und spielt nebenbei Babysitter für den Sohn einer Einheimischen, mit der er sich angefreundet hat. Zuschauer, die bereits »Die Verschwörung – Verrat auf höchster Ebene« gesehen haben, wissen aber, dass der Schein trügt.

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