Die Wunde (2016)

Die Wunde (2016)

Ein in den Augen seines Vaters verweichlichter Xhosa-Junge soll sich einem Beschneidungsritual unterziehen und acht Tage lang mit einer Gruppe im Busch verbringen. Die archaische Initiation entpuppt sich als hochambivalent, da im Camp nicht nur ein forcierter Machismo dominiert, sondern sich auch ein Raum für tabuisierte Homosexualität eröffnet. Das Drama um konkurrierende Männlichkeitsbilder und sexuelle Identität mündet in einer aggressiven Eruption, die auf die grundlegenden Widersprüche der südafrikanischen Gesellschaft verweist. Erzählerisch entwirft die Inszenierung nach Manier des ethnografischen Films mit viel Mut zu interkulturellen Leerstellen eine fragile Choreografie von Gesten, Berührungen und Andeutungen. - (O.m.U.) - Sehenswert ab 16.