National Bird

Es ist der US-General Stanley McChrystal, zuletzt Kommandant der ISAF in Afghanistan, der bei einem öffentlichen Auftritt die Schattenseiten des technologisch Machbaren anspricht. Technisch sei es kein Problem, von Bagdad aus in Echtzeit via Drohnenkamera den Einsatz einer Kampfeinheit in Afghanistan zu verfolgen. Das sei wie im Live-Fernsehen. Man könne während des Einsatzes sogar mit dem Offizier vor Ort kommunizieren.

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Allerdings sei das Ganze ebenso „trügerisch“ wie „verführerisch“, weil es aus 10.000 Meter Höhe suggeriere, dass man wisse, was auf der Erde vor sich gehe.

Diese beiden Begriffe bringen die ganze Ambivalenz des Drohnenkrieges auf den Punkt. Verführerisch ist der Drohneneinsatz, weil er erlaubt, Kämpfe ohne Bodentruppen zu führen, zumal man durch das Sammeln und Auswerten von Daten auch potenzielle Gefährder antizipierend ausschalten kann.

Als Präsident Obama auf diese...

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