Zwischen den Jahren

Ein Mann, um die 50, beim Gebet: „…und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ In der Unterhose kniet er vor dem Bett, seine Finger wie auch sein massiger Leib sind von Tätowierungen übersät. Er hat Ringe um die Augen, das Heulen einer E-Gitarre aus dem Off verstärkt den Eindruck einsamer Müdigkeit, aber auch von Coolness. Es folgt eine lange Fahrt durch eine nächtliche, von Neon erleuchtete Großstadt.

Zwischen den Jahren

Dann trifft sich der Blick des Mannes mit dem eines anderen, der auf der gegenüberliegenden Seite auf einen U-Bahn-Zug wartet.

Der tätowierte Mann heißt Becker. Er macht das, was sich für entlassene Ex-Strafgefangene oft als letzte Chance anbietet: Er jobbt für einen privaten Wachschutz auf einem Fabrikgelände. Der „Sicherheitsdienst“ funktioniert als Metapher für Unsicherheit und für eine Bedrohung, die in kürzester Zeit unmittelbar zu greifen ist. Ein neuer Kollege erkennt an...

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