The Missing - Staffel 2

Krimi | Großbritannien/USA/Belgien/Frankreich 2016 | 471 (acht Folgen) Minuten

Regie: Ben Chanan

Die Fortführung der Krimiserie rollt einen neuen Fall mit beinahe komplett neuem Cast auf. Bindeglied zur ersten Staffel (2014) ist der französische Kommissar Julien Baptiste, der erneut in einem Entführungsfall ermittelt. Vor Jahren verschwanden ein britisches und ein französisches Mädchen, nun taucht die junge Britin in einem Ort in Deutschland, in dem ihr Vater als Offizier stationiert ist, wieder auf, nachdem sie ihrem Entführer entkommen konnte. Doch das andere Mädchen bleibt verschwunden. Baptiste schaltet sich ein und stößt bei seinen Nachforschungen auf Unstimmigkeiten. Erneut verquickt die Serie geschickt mehrere Zeitebenen, um die Ereignisse nicht nur als spannenden Kriminalfall, sondern auch als menschliches Drama zu beleuchten. - Ab 16.
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Filmdaten

Originaltitel
THE MISSING - SEASON 2
Produktionsland
Großbritannien/USA/Belgien/Frankreich
Produktionsjahr
2016
Produktionsfirma
BBC/Company Pic./BNP Paribas Fortis Film Finance/Czar TV Prod.
Regie
Ben Chanan
Buch
Harry Williams · Jack Williams
Kamera
Garry Phillips · Hubert Taczanowski
Musik
Dominik Scherrer
Schnitt
Tom Hemmings · Kim Gaster · Emma Oxley · Richard Graham
Darsteller
David Morrissey (Capt. Sam Webster) · Keeley Hawes (Gemma Webster) · Tchéky Karyo (Julien Baptiste) · Anastasia Hille (Celia Baptiste) · Roger Allam (Brigadier Adrian Stone)
Länge
471 (acht Folgen) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12 (Folge 1)
ab 16 (Folge 2-8)
Pädagogische Empfehlung
- Ab 16.
Genre
Krimi

Heimkino

Verleih DVD
Edel (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Edel (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Ein komplett neuer Fall, ein ähnliches Erzählprinzip: In der zweiten Staffel der von Jack und Harry Williams ersonnenen britischen Serie geht es erneut um die Geschichte einer Entführung, die auf mehreren Zeitebenen aufgerollt wird und sich als spannender Krimi, aber auch als menschliches Drama entfaltet. Dabei scheint es zunächst, als stünde gleich am Anfang ein gutes Ende.

Diskussion
Ein komplett neuer Fall, ein ähnliches Erzählprinzip: In der zweiten Staffel der von Jack und Harry Williams ersonnenen britischen Serie geht es erneut um die Geschichte einer Entführung, die auf mehreren Zeitebenen aufgerollt wird und sich als spannender Krimi, aber auch als menschliches Drama entfaltet. Dabei scheint es zunächst, als stünde gleich am Anfang ein gutes Ende: ein Mädchen stolpert verstört und krank aus dem Wald in eine deutsche Kleinstadt; es entpuppt sich als die Tochter eines hier stationierten britischen Offiziers, die vor vielen Jahren entführt wurde, nun aber ihrem Peiniger entkommen konnte. Doch von einem Happy End kann keine Rede sein; nicht nur wegen der Traumata des Mädchens, die sich im Schoß der Familie nicht einfach in Luft auflösen, sondern auch, weil noch ein französisches Mädchen, das mit der Engländerin zusammen gefangen gehalten wurde, vermisst wird. Der eigentlich schon pensionierte französische Kommissar Julien Baptiste (Tchéky Karyo), der einst in deren Fall ermittelte, schaltet sich ein und versucht, endlich den Entführer dingfest zu machen – ein Fall, der ihn auch zwei Jahre später noch umtreibt. Neben den raffiniert konstruierten Spannungsbögen überzeugt die Serie durch das eindringliche Porträt der seelischen Wunden, die die Entführung nicht nur bei den Opfern, sondern bei allen Beteiligten schlägt. Unter anderem mit David Morrissey großartig besetzt, zeichnet sie ein vielschichtiges Bild der Kollateralschäden einer an sich schon monströsen Tat, für die es vielleicht eine Auflösung gibt, deren Folgen aber durch nichts gutzumachen sind.
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