© Weltkino/Leonine

Taxi Teheran

Donnerstag, 22.09.2022

Mit Regisseur Jafar Panahi durch Teheran - bis 13.11. in der arte-Mediathek

Diskussion

Jüngst sorgte die Nachricht für Aufsehen, dass der iranische Regisseur Jafar Panahi in seiner Heimat verhaftet worden ist - das Regime macht derzeit wieder demonstrativ Druck gegen alle, die für eine Liberalisierung des Landes einstehen. In "Taxi Teheran" (2015) schickt sich der regimekritische Filmemacher an, die ihm damals schon auferlegten Sanktionen, die ihn an der Ausübung seines Berufs hindern sollten, zu umgehen.

Panahi betätigt sich darin als Taxifahrer und steuert einen Wagen durch Irans Hauptstadt Teheran; auf dem Armaturenbrett ist eine Kamera installiert. Während unterschiedliche Fahrgäste ein- und aussteigen, kommt es zu Gesprächen und kleinen dramatischen Szenen, die die politische und gesellschaftliche Realität im Iran anschaulich beschreiben.

Darin geht es um Themen wie Zensur, Geschlechterungleichheit, Armut, Aberglaube und die Scharia. Trotz der begrenzten Mittel erweitert Panahi beständig den Raum seines mobilen Filmstudios. Ein beeindruckendes Dokument seiner politischen Zwangslage, aber auch eine Feier des Kinos als kreativer Möglichkeitsraum. - Sehenswert ab 14.


Außerdem in der arte-Mediathek: "Drei Gesichter" von Jafar Panahi

Filmdetails Zum Streaming
Kommentar verfassen

Kommentieren