Europas Beste

Die europäischen Top 15-Filme der Filmdienst-Autoren, 2000-2018

Diskussion

„Vielfalt schützt das Klima“ – So lautet ein oft geäußerter Slogan des Bio-Landbaus. Genauso gut könnte er die Bedeutung der Filmkultur in Europa auf den Punkt bringen. 2017 feierten sowohl der Europäische Filmpreis als auch die Europäische Filmakademie ihr 30-jähriges Jubiläum. „Kultur ist die maßgebliche Brückenbauerin in Europa“, formulierte zu dieser Gelegenheit Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien. Während der Brexit die EU erschüttert und vielerorts der Nationalismus auf dem Vormarsch ist, muss sich Europa – auch und besonders – kulturell behaupten.

Dabei spielt auch das Kino eine wichtige Rolle. Als Themenschwerpunkt des vom Filmdienst herausgegebenen Lexikon des internationalen Films 2017 haben wir deshalb die Frage „Europa als Utopie – Nur im Kino?“ gewählt. Teil dieses Schwerpunkts ist der Versuch, ein Ranking der wichtigsten europäischen Filme im noch jungen 21. Jahrhundert, also ab dem Jahr 2000, zu erstellen. Welche europäischen Filme waren in den letzten 18 Jahren künstlerisch überragend? Wir haben zahlreiche Filmdienst-Autorinnen und -Autoren gebeten, uns entsprechende Listen mit ihren Favoriten zu schicken; aus diesen haben wir folgende „Top 15“-Liste ermittelt.


1. Das weiße Band (D/A/F/I 2009; Regie: Michael Haneke)



2. La grande bellezza (I/F 2013; Regie: Paolo Sorrentino)



3. Melancholia (DK/S/F/D 2011; Regie: Lars von Trier)



4. Von Menschen und Göttern (F 2010; Regie: Xavier Beauvois)



5. Le Havre (FIN/F/D 2011; Regie: Aki Kaurismäki)



6. Frantz (F/D 2016; Regie: François Ozon)



7. Toni Erdmann (D/A/ROM 2016; Regie: Maren Ade)



8. Körper und Seele (HU 2017; Regie: Ildikó Enyedi)



9. Dogville (DK/S/D/F/NL/N 2003; Regie: Lars von Trier)



10. Die Jagd (DK/S 2012; Regie: Thomas Vinterberg)



11. Ein Prophet (F/I 2009; Regie: Jacques Audiard)



12. Leviathan (Russland 2014; Regie: Andrey Zvyagintsev)



13. Unter dem Sand (F 2000; Regie: François Ozon)



14. Red Road (GB 2006; Regie: Andrea Arnold)



15. L’enfant – Das Kind (B/F 2005; Regie: Luc& Jean-Pierre Dardenne)



Die weitere Liste der gekürten Filme (16-60) findet sich im Lexikon des internationalen Films 2017, das im März 2018 im Schüren Verlag erschienen ist. Neben dem lexikalischen Überblick über Kino- , DVD/BD und TV-Filmpremieren des Jahres 2017 umfasst es u.a. eine ausführliche Jahreschronik zum Filmjahr 2017, Kritiken zu den besten Filmen des Jahres und das Special „Europas Kinofilme“.

Dieses umfasst neben den von den Filmdienst-Autoren gekürten 60 wichtigsten Filmen des europäischen Kinos ab dem Jahr 2000 mehrere Artikel: einen Essay von Holger Twele über „Europa als Utopie: Nur im Kino“ ; eine Einlassung von Petra Kammerevert über „Eine Landschaft voller Vielfalt und Ideenreichtum: Die Herausforderungen des europäischen Kinos und die Rolle der EU“, einen Beitrag von Creative Europe über „MEDIA – Die europäische Filmförderung“ sowie einen Text von Reinhard Kleber über „Schnittstellen für den europäischen Kinderfilm“. Außerdem umfasst der Schwerpunkt fünf Hommagen an wichtige europäische Regisseure: über die Brüder Jean-Pierre & Luc Dardenne, François Ozon, Pedro Almodóvar, Lars von Trier und Michael Haneke.


Weitere Infos & das Filmjahrbuch 2017 bestellen: beim Schüren Verlag


Kommentar verfassen

Kommentieren