Veranstaltungsreihe: pioneering filmkultur

Diskussion

Unter dem Titel „pioneering filmkultur“ lädt das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt/Main vom 13. April bis 2. Juli zu einer Reihe von Werkstattgesprächen mit herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Filmkultur. Ausführliche Gespräche überwegweisende Initiativen früherer Jahre und der Jetztzeit sollen dazu anregen, Perspektiven für die zukünftige archivarische und kuratorische Arbeit mit Film zu entwickeln. Die Veranstaltungsreihe ist Teil des Masters „Filmkultur: Archivierung, Programmierung, Präsentation“ der Goethe-Universität Frankfurt und des Deutschen Filminstituts, ist aber der Öffentlichkeit zugänglich. Zu Gast sind u.a. Erika und Ulrich Gregor, die Mitbegründer der „Freunde der Deutschen Kinemathek“ und des Forums der Berlinale, der Franzose Serge Bromberg, Vorstandsmitglied der Cinémathèque française, und Giovanna Fossati, Chief Curator des EYE Filmmuseums und Professorin für Film Heritage and Digital Film Culture an der Universität von Amsterdam.


Hier ein Überblick über die Termine:

Freitag, 13. April: Didi Cheeka, Jos/Nigeria, Regisseur und Filmkritiker, Pionier der Gegenwart, engagiert für die Aufarbeitung des nigerianischen Filmerbes. Initiator des Archivprojekts „Reclaiming History, Unveiling Memory mit dem Ziel, wiederentdeckte nigerianische Filme zu restaurieren, zu digitalisieren und kuratorisch aufzuarbeiten.
Moderation: Vinzenz Hediger
Abweichender Veranstaltungsort: Goethe-Universität, Campus Westend, IG-Farbenhaus, Norbert-Wollheim-Platz 1, Raum 7.312

Montag, 23. April: Erika & Ulrich Gregor, Berlin, wesentliche Impulsgeber für die Filmgeschichtsschreibung seit den 1960er Jahren. Mitbegründer des Vereins „Freunde der Deutschen Kinemathek (1963) und des einflussreichen, bis heute innovativen Kinos und Verleihs „Arsenal (1970). 1971 Mitbegründer des „Internationalen Forums des jungen Films der Berlinale.
Moderation: Ines Bayer, Sonia Campanini, Bettina Schulte Strathaus

Montag, 14. Mai: Serge Bromberg, Paris/Frankreich, Pionier der Restaurierung und Präsentation früher Filmkunst, in Form exemplarischer DVD-Editionen ebenso wie in seinen legendären Stummfilmvorführungen „Retour de Flamme. Zudem Filmsammler, Pianist, Dokumentarfilmregisseur, Vorstandsmitglied der Cinémathèque française u.v.m.
Moderation: Ellen M. Harrington

Montag, 28. Mai: Stefan Butzmühlen, Nürnberg, Filmemacher, Videokünstler und Mitbegründer von GRANDFILM, einem Filmverleih für alternative Filmkunst, gegen alle Trends und Gesetze des Marktes. Motto: „Die Filme ins Kino bringen, die wir bewundern, damit sie dort ankommen, wo sie hingehören, nämlich beim Publikum.
Moderation: Ines Bayer

Montag, 4. Juni: Alain Bergala, Paris/Frankreich, Pionier in der Begründung eines Filmvermittlungskonzepts, das auf der Prämisse des vergleichenden Sehens basiert, und bei dem der Film als künstlerische Praxis den anderen Künsten gleichgestellt ist.
Moderation: Vinzenz Hediger, Christine Kopf

Montag, 11. Juni: Giovanna Fossati, Amsterdam/Niederlande, Chief Curator des EYE Filmmuseums und Professorin für Film Heritage and Digital Film Culture an der Universität von Amsterdam. Pionierin und maßgebliche Impulsgeberin in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Materialität des Films im Kontext der Digitalisierung.
Moderation: Sonia Campanini

Montag, 2. Juli: Heide Schlüpmann
Frankfurt am Main, von 1991 bis 2008 Professorin für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt mit dem programmatischen Ansatz der Filmwissenschaft als „Kinowissenschaft. Pionierin der kritisch-feministischen Filmkritik und -kultur sowie der wissenschaftlichen Entdeckung des frühen Kinos Anfang der 1980er Jahre. Mitbegründerin der Kinothek Asta Nielsen.
Moderation: Bettina Schulte Strathaus

https://deutsches-filminstitut.de

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