Der Staat gegen Fritz Bauer

25.4., 20.15-21.45, arte (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Diskussion

Mitte der 1950er-Jahre erhält der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (1903-1968) einen Hinweis auf den Aufenthalt von Adolf Eichmann. Um den früheren SS-Obersturmbannführer vor Gericht zu stellen, braucht er die Hilfe des israelischen Geheimdiensts, weil seine Bemühungen, die Verantwortlichen des NS-Staats juristisch zu belangen, von allen Seiten hintertrieben werden.

Der kammerspielartige Film von Lars Kraume setzt dem mutigen Juristen mit einem herausragenden Burghart Klaußner in der Hauptrolle glaubwürdig ein Denkmal. In ästhetischer Anlehnung an die wenigen zeitkritischen bundesdeutschen Filme der 1950er-Jahre arbeitet Kraume das Porträt eines Mannes heraus, der als Jude, Homosexueller und Sozialdemokrat in der konservativen Gesellschaft ohnehin nicht gut beleumundet ist und sich mit der Aufarbeitung der Naziverbrechen noch zusätzliche Feinde schuf. – Ab 14.

Foto: zero one film/Martin V. Menke

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