Master and Commander – Bis ans Ende der Welt

27.4., 22.40-01.10, ProSieben

Diskussion

Der Kapitän eines Kriegsschiffs der englischen Marine jagt nach einer demütigenden Seeschlacht einem feindlichen Schiff der napoleonischen Truppen um die halbe Welt hinterher. Ausgehende Nahrungsmittel, Stürme und Flauten, ganz abgesehen vom Aberglauben von Teilen der Besatzung, die überall Zeichen sehen, dass sie die Verfolgung aufgeben sollten, machen Jack Aubrey (Russell Crowe) zusehends das Leben schwer, eine Meuterei wird nur durch sein hohes Ansehen bei der Mannschaft verhindert. Auch sein bester Freund, der Schiffsarzt Stephen Maturin (Paul Bettany), kritisiert die Linie des Kapitäns, allerdings aus anderen Gründen: Der friedliebende Maturin kann dem Krieg ohnehin nichts abgewinnen und sieht Jack Aubrey bei seiner sturen Verfolgungsjagd immer weiter in eine fatale Spirale der Gewalt geraten.

Im Gegensatz von Aubrey und Maturin entwickelt der australische Regisseur Peter Weir in seinem meisterlichen Seeabenteuer eine enorme psychologische Spannung. Diese gehört ebenso zu den außergewöhnlichen Beigaben des Films wie die detailgenaue Darstellung des Alltags auf dem Meer, die Rekonstruktion des historischen Schiffs und die für Weir so charakteristischen nachdenklichen Momente, in denen sich die ganze Absurdität gewalttätiger, friedloser Handlungen offenbart. Ein fesselnder, herausragender Film seines Genres. – Sehenswert ab 14.

Foto: Fox/Miramax/Universal

Kommentar verfassen

Kommentieren