Die Flucht

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Als eine Gruppe syrischer Flüchtlinge inmitten der Grenzregion zwischen der Türkei, Bulgarien und Griechenland von der Grenzpolizei aufgegriffen wird, kann einer der Syrer in dem sumpfigen Gebiet entkommen. Aber nicht lange: Beim Versuch, sich Essen zu besorgen, kommt es zu einer fatalen Begegnung mit einem Froschjäger, die für diesen unglücklich endet. Der Syrer Cabir flüchtet weiter und schlüpft am Ende seiner Kräfte in einen Schuppen. Dort wird er von der Türkin Aliye entdeckt, die ihn nach anfänglichem Zögern bei sich versteckt. Zwischen den beiden entsteht eine Zweisamkeit, die allerdings dadurch gestört wird, dass Cabir unter den Schuldgefühlen wegen seiner Affekttat leidet, ihm der vermutlich tote Froschjäger als Geist erscheint – und er argwöhnt, dass es sich um Aliyes Ehemann handelt.

Der türkisch-kurdische Regisseur Kenan Kavut legt sein Regiedebüt als kontemplatives Drama an, in dem Momente des Schweigens und Nebeneinanderherredens das Thema Flucht vielstimmig umkreisen. In seinen atmosphärischen Bildern nächtlicher Landschaften fängt er stimmungsvoll das Gefühl der Verlorenheit ein, dass mit dem elementaren Wunsch der Protagonisten einhergeht, einfach nur zu überleben. – Ab 16.

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Foto: ZDF/Florent Herry

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