Agnès Varda

Mittwoch, 30.05.2018

Ein Interview zu „Augenblicke: Gesichter einer Reise“

Diskussion

Die französische Regie-Legende Agnès Varda, die am 30. Mai ihren 90. Geburtstag feiert, und der 1983 geborene Street-Art-Künstler JR reisen in ihrem gemeinsamem Film mit einem Fotomobil durchs ländliche Frankreich. Ein Film über faszinierende spontane Begegnungen, aber auch über das Bewusstsein der Vergänglichkeit. Im Gespräch erzählt die Regisseurin von dem Projekt und einer ausgefallenen Begegnung mit Jean-Luc Godard.


Hatten Sie keine Lust mehr, alleine zu drehen? Warum und wie haben Sie mit JR zusammengearbeitet?

Agnès Varda: Ich dachte, „Die Strände von Agnès“ wäre mein letzter Film, aber dann hat uns meine Tochter und Produzentin Rosalie 2015 zusammengebracht. Erst hat JR mich besucht, dann ich ihn, und schnell war uns klar, dass wir zusammenarbeiten wollen. Eine berufliche Liebe auf den ersten Blick. Nur wussten wir am Anfang nicht so genau, was wir machen sollten. Uns schwebte eine Reise von Nord nach Süd, von den Bergen an die Seen durch Frankreich vor, weit weg von den urbanen Zentren, ein Treffen mit ganz normalen Leuten. Der „Plan“ bestand darin, eben nicht strukturiert oder zielorientiert an die Sache heranzugehen, sondern uns treiben und vom Unvorhergesehenen überraschen zu lassen. Der Zufall hatte die Hände im Spiel.

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