„Western“ gewinnt Preis der Deutschen Filmkritik

Während der Berlinale hat der Verband der deutschen Filmkritik am 19.2. seine Filmpreise bekannt gegeben.

Diskussion

Die Auszeichnung als bester Spielfilm des letzten Jahres ging an „Western“ von Valeska Grisebach. „Der Film klingt nach Genre. Und das ist gut“, heißt es in der Begründung: „Denn dieses Genre bedeutet Leidenschaft, weite Natur, wilde Pferde. Dieses Genre lässt sich aber auch auf den Kopf stellen, räumlich verlegen, inhaltlich vertiefen, visuell neu interpretieren, und radikal besetzen. Valeska Grisebach bricht in ihrem „Western“ meisterhaft mit den Konventionen, pflanzt Epik und Drama in vergessenen Grenzregionen, und lässt dabei ihre Liebe zum Grundthema – einsamer Held erobert Neuland, Pferd ist anwesend– erkennen. Und mangels Fremdsprachenkenntnissen ihrer Protagonisten nutzt sie die beste aller gemeinsamen Sprachen: Die Bilder.“

Die weiteren Filmpreise des Verbands:

BESTES SPIELFILMDEBÜT: Julian Radlmaier „Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“

BESTE DARSTELLERIN: Clara Schramm / Naomi Achternbusch „Blind & Hässlich“

BESTER DARSTELLER: Meinhard Neumann „Western“

BESTES DREHBUCH: Heinz Emigholz, Zohar Rubinstein „Streetscapes [Dialogue]“

BESTE KAMERA: Reinhold Vorschneider „Der traumhafte Weg“

BESTE MUSIK: Ricardo Villalobos, Sonja Moonear, Ata, Roman Flügel, David

Moufang, Romuald Karmarkar „Denk ich an Deutschland in der Nacht“

BESTER SCHNITT: Angela Schanelec, Maja Tennstedt „Der traumhafte Weg“

BESTER KINDERFILM: „Nur ein Tag“ Martin Baltscheit

BESTER DOKUMENTARFILM: „Happy“ Carolin Genreith

BESTER KURZFILM: „Final Stage“ Nicolaas Schmidt

BESTER EXPERIMENTALFILM: „Lass den Sommer nie wieder kommen“ Alexandre Koberidze

EHRENPREIS: Werner Ružička

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