Was morgen geschah

Donnerstag, 14.06.2018

Diskussion

Die glorreichste Ära von Filmen mit fantastischem Einschlag fand in Hollywood von Mitte der 1930er-Jahre bis Anfang der 1950er-Jahre statt. Man kann darin die gesellschaftlichen Erschütterungen der Jahre nach der Weltwirtschaftskrise über den Zweiten Weltkrieg bis zur Nachkriegszeit erahnen. Vielfach boten diese Filme der verunsicherten US-Bevölkerung Trost, indem sie die Allgegenwart (fast ausschließlich) wohlwollender Geister behaupteten und Durchschnittsamerikanern Schutzengel und Gespenster, Kobolde und Riesenhasen zur Seite stellten.

Beunruhigende Aspekte des Übersinnlichen blieben dabei meist außen vor. Die Hollywood-Komödie „Was morgen geschah“ des Franzosen René Clair aus dem Jahr 1944 stellt insofern eine Ausnahme dar. Clair greift darin den alten Menschheitstraum auf, einen Blick in die Zukunft zu werfen, was im Falle seines Protagonisten Larry Stevens nicht persönlicher Neugierde entspricht, sondern pragmatischen Überlegungen. Wenn der Film nach einem kurzen Prolog 50 Jahre zurück ins letzte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts springt, stellt er Stevens als ehrgeizigen Kleinstadt-Reporter vor, der es auf den raschen Aufstieg bei den „Evening News“ abgesehen hat.



Der Blick in die Zukunft: Ein zweischneidiges Schwert

In geselliger Runde träumt er laut vor sich hin, wie praktisch es doch wäre, in diesem Momen

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