„Caligari“-Preis 2018

Ein Animationsfilm aus Chile gewinnt die Auszeichnung für einen herausragenden Beitrag zum Internationalen Forum des jungen Films: „La casa lobo“ von Cristóbal León und Joaquín Cociña. Zum Preisträger & ein Interview mit der „Caligari“-Jury.

Diskussion

„EineSogwirkung“ attestiert die Jury dem Film „La casa lobo“, der mit dem diesjährigen „Caligari“-Filmpreis ausgezeichnet wurde. Seit 1986 würdigt der Bundesverband der Kommunalen Kinos damit einen „stilistisch wie thematisch innovativen Film“ aus dem Internationalen Forum des jungen Films. filmdienst.de begleitet die Veranstaltung als Medienpartner. Bei der Preisverleihung in der Akademie der Künste konnten sich die chilenischen Filmemacher Cristóbal León undJoaquín Cociña über die Ehrung freuen. Ihr Animationsfilm „La casa lobo“ greift mit den Mitteln des Puppentrickfilms und märchenhaften Elementen historische Traumata auf.

Ein Wagnis ins Unbekannte“, so die dreiköpfige Jury in ihrer Urteilsbegründung, „erfordert immer Mut. Emotionen bewegen. Lassen Traumata verarbeiten und Träume aufleben. Vergänglichkeit vollzieht sich auch im vermeintlichen Innehalten. Beständigkeit eröffnet immerwährende detailreiche Metamorphosen. Abstraktionsebenen beflügeln ein anderes Sehen historischer und politscher Ereignisse.“

Die mit 4000 Euro dotierte Auszeichnung geht zur Hälfte an die Filmemacher, die andere Hälfte wird für Werbemaßnahmen verwendet, um eine Kinoauswertung in Deutschland zu unterstützen, damit der Film einem möglichst breiten Publikum zugänglich wird.



"La casa lobo":Die Alpträume der Colonia Dignidad als schauriges Animationsmärchen

Von Margarethe Wach

Filmdienst Plus

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