Der Kongress

Do, 12.7., 23.45-01.40 RBB

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Ein visionärer Science-Fiction-Film von Ari Folman nach einer Vorlage des Science-Fiction-Autors Stanislaw Lem. Um mehr Zeit für ihren schwer erkrankten Sohn zu haben, lässt sich eine Schauspielerin auf das Angebot ein, eine digitalisierte Kopie ihrer selbst zu erstellen. 20 Jahre später wird sie beim „Futuristischen Kongress“ in einer animierten Welt zur Gallionsfigur des Widerstands und wacht erneut zwei Jahrzehnte später in einer „Chemokratie“ auf, in der die Menschen sich und ihre Umwelt mittels Psychopharmaka kreieren. Eine philosophisch durchtränkte, stilistisch und erzählerisch ausgesprochen mutige Dystopie, die virtuos zwischen Animations- und Realfilm wechselt. Die Motive von Flucht, Suche und Orientierung in einer aus den Fugen geratenen Welt sprechen Technokratie-Ängste und eskapistische (Alb-)Träume an, während zugleich die berührende Geschichte einer Mutterliebe erzählt wird. – Ab 16.

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