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Mittwoch, 18.07.2018

Ridley Scotts Thriller um einen realen Entführungsfall

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„All the Money in the World“, so der Originaltitel des Entführungsdramas von Ridley Scott, wurde schon Teil der Filmgeschichte, ehe der Film seine Premiere feierte. Kevin Spacey hatte darin als Hauptdarsteller vor der Kamera gestanden, als sich der Regisseur dazu entschloss, 22 Szenen des fertigen Films neu zu drehen, um den wegen des Vorwurfs sexueller Übergriffe in Ungnade gefallenen Schauspieler durch Christopher Plummer zu ersetzen. Nur wenige Auserwählte kennen die ursprüngliche Fassung. Und der 88-jährige Plummer macht seine Sache so gut, dass man sich Spacey in der Rolle des alten Milliardärs J. Paul Getty gar nicht mehr vorstellen kann.

Nicht mehr vorstellen kann man sich fortan auch, dass die letzten Lebensjahre des „reichsten Mannes der Weltgeschichte“ in Details anders ausgesehen haben mögen, als Scott sie beschreibt. Wichtig ist dabei die Tatsache, dass der nur wenige Tage vor der Premiere mit dieser anspruchsvollen Partie konfrontierte Christopher Plummer eine Figur auf der Leinwand verkörpert, die noch lange gegenwärtig bleiben wird.

Wer alt genug ist, erinnert sich wahrscheinlich an die Entführungsgeschichte des 16-jährigen Getty-Enkels John Paul Getty III. im Jahr 1973, ei

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