Remake. Frankfurter Frauen Film Tage

Vom 2. bis 11. November 2018 organisiert die Kinothek Asta Nielsen e.V. das erste „Remake“-Festival. Mit den „Frankfurter Frauen Film Tagen“ soll dem Filmschaffen von Frauen mehr Sichtbarkeit verschafft werden

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„Filme existieren nur in der Aufführung“, heißt es in der Ankündigung des Festivals, woraus die Initiatorinnen Karola Gramann, Gaby Babić und Heide Schlüpmann die elegante Volte ableiten, „dass auch das Zeigen selbst eine Form des Filme-Machens“ ist.

Mit dem Festival, dem auch ein Symposium angegliedert sein soll, will die Kinothek ihr Engagement für Filme von Frauen und grundlegende Reflexionen der Geschlechterverhältnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Das neue Format setzt deren Praxis fort, Filme historisch und thematisch zu kontextualisieren. „Geschichte“, so die Veranstalterinnen, „bildet ein wesentliches Moment des Festivals. Alte Filme sind ja nicht einfach alt, sondern durch sie wird Vergangenheit als Bestandteil der Gegenwart erfahrbar – sofern die Filme in einem Kontext gezeigt werden, in dem sich ihre spezifische Aussagekraft entfalten kann. Um solcher Zusammenhänge willen laufen alte mit jüngst entstandenen Filmen zusammen, werden Projektionen von Einführungen, Kommentaren, Gesprächen und Diskussionen begleitet. Die Orte der Aufführung und deren Gestaltung erfahren dabei eine besondere Aufmerksamkeit, und alle Filme laufen (soweit möglich) im Originalformat – sei es 35mm, 16mm, Super 8, mit analogem Ton oder eben im digitalen Format.“

Thematisch knüpfen die Filmtage an das Doppeljubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“ und „50 Jahre Feministische Filmarbeit“ sowie an die Ausstellung „Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“ im Historischen Museum in Frankfurt an. Das Filmprogramm soll von den Suffragettenfilmen bis zu aktuellen Werken die Entwicklung des Rechtssystems in Bezug auf Frauen und den damit einhergehenden Wandel im weiblichen Selbstbild beleuchten. Daneben plant das Festival auch eine Rückschau auf die Entwicklung feministischer Filmfestivals sowie eine „Personale“, die sich der Wiederentdeckung einer Filmemacherin aus dem Rhein-Main-Gebiet widmet. Den Anfang macht die 1940 in Bad Kreuznach geborene Regisseurin Recha Jungmann.


Weitere Informationen unter www.remake-festival.de


Foto: Szenenbild aus "Suffragette" (2015); Verleih: Concorde

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