Kurzschluss: Schwarze Komödien

15.9., 00.20-01.10, arte

Diskussion

Abstecher ins Makabre unternimmt das Kurzfilm-Magazin von arte in seiner aktuellen Ausgabe und zeigt dabei, dass tabubrechender „schwarzer“ Humor keine Vorliebe einzelner Weltgegenden ist. So stammt „Taubenjagd“ aus Frankreich und stellt die drastische Reaktion eines Mannes auf die manischen Eifersuchtsanfälle seiner resoluten Frau dar, die sich auf einmal als Gefangene in einem Taubenschlag wiederfindet, was ihrer Stimmung nicht eben förderlich ist. Der ungarische Animationsfilm „Meerjungfrauen und Nashörner“ von Viktoria Traub fasst die surrealistischen Visionen einer Achtjährigen über ihre Familie in eindrucksvolle Bilder, während der brasilianische Film „Der Dichter abscheulicher Dinge“ von einem Vater-Sohn-Konflikt um die Indienstnahme der Dichtkunst zu niederen Zwecken handelt.

Neben Hintergrundberichten zu diesen gezeigten Filmen und Interviews mit ihren Machern, porträtiert die Ausgabe der Sendung auch den französischen Schauspieler Philippe Rebbot, der sich in den letzten Jahren zu einem der meistbeschäftigten Nebendarsteller im frankophonen Film entwickelt hat (u.a. in „Das Ende ist erst der Anfang“, „Das unerwartete Glück der Familie Payan“, „Ein Dorf zieht blank“). Rebbot ist danach in „Waterfountain“ (01.10-01.40) auch einmal in einer Hauptrolle zu erleben: Als Chef einer kleinen Firma mit gewaltigen finanziellen Problemen widerfährt ihm ein albtraumhafter Tag, an dem sich immer noch weitere skurrile Schwierigkeiten auftun.

Foto aus „Waterfountain“: Rue de la Sardine

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