City of Joy

Dienstag, 18.09.2018

Diskussion

Wenn Afrika in diesen Tagen öffentliche Beachtung findet, dann meist mit einem funktionalen Unterton. Wie lässt sich verhindern, dass sich Menschen auf den Weg nach Europa machen? Welcher Despot kann sie aufhalten, wenn sie es trotzdem tun? Was auf diesem Kontinent wirklich passiert, welche Konflikte ihn beuteln, darüber erfährt man jenseits von Überschriften und vereinzelten Reportagen wenig. Der seit den Neunzigern schwelende Bürgerkrieg im Kongo erfuhr entsprechend wenig Aufmerksamkeit. Auch Madeleine Gavins Dokumentarfilm „City of Joy“ wird bei Netflix keinen Abruf-Rekord brechen. Er führt in den Osten des einstigen Zaire, das seit dem Sturz Mobutu Sese Sekos 1997 Demokratische Republik Kongo heißt – aber weder demokratisch ist noch über staatliche Strukturen verfügt, um die Bevölkerung vor Gewalt zu schützen.

Die von der lokalen Aktivistin Christine Schuler-Deschryver, Tochter einer Kongolesin und eines Belgiers, ins Leben gerufene „City of Joy“ ist wirklich eine kleine Stadt – inmitten der ostkongolesischen Stadt Bukavu. Die Region war Schauplatz zahllose

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