Der Auftakt des 66. Filmfestivals in San Sebastián

Dienstag, 25.09.2018

Die ungewöhnlich erzählte Lebensgeschichte des kubanischen Tänzers Carlos Acosta mit dem Titel "Yuli" von Icíar Bollaín ist bislang der klare Favorit in San Sebastián

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Heiter bis wolkig präsentierte sich der Wettbewerb in den ersten Festivaltagen im baskischen Seebad San Sebastián. Die Filme tauchten tief in soziale und politische Umbrüche in Spanien, Kuba, Argentinien und den Philippinen ein und entfalten packende Geschichten über Gewalt und Korruption. Als Favorit für die „Goldene Muschel“ behauptet sich bislang vor allem die unkonventionell erzählte Lebensgeschichte des Tänzers Carlos Acosta mit dem Titel „Yuli“.


Der Eröffnungsfilm des 66. Festival de San Sebastián (21.-28.9.2018) entsprach ganz der sommerlichen Stimmung im baskischen Seebad. Ein Ehepaar, Marcos (Ricardo Darín) und Ana (Mercedes Morán), die seit 25 Jahre miteinander verheiratet sind, zieht Bilanz, nachdem ihr einziger Sohn ausgezogen ist. „El amor menos pensado“ handelt von einem Mann und einer Frau, die sich trennen, dabei allerdings entdecken, dass sich die Lebenslust der Jugendjahre auch mit wechselnden Partnern nicht wiederfinden lässt; umso mehr aber staunen sie, als sich das in den langen Ehejahren entstandene Vertrauen als prickelndes Gefühl erweist.

Mercedes Morán und Ricardo Darín in "El amor menos pensado"
Mercedes Morán und Ricardo Darín in "El amor menos pensado"

Die leichtfüßige Komödie mit ihren witzig-gefühlvollen Dialogen ist das Regiedebüt des argentinischen Produzenten Juan Vera, der durch Filme von Pablo Trapero und Lucrecia Martel bekannt wurde; vor allem aber bietet „El amor menso pensado“ zwei der größten Stars des spanischsprachigen Films dankbare Roll

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