Konfetti 26 – A Star is born

Donnerstag, 01.11.2018

Bradley Coopers Neuverfilmung, poptheoretisch gesehen

Diskussion

Lukas Foerster interpretiert im aktuellen Beitrag seines „Konfetti“-Blogs Bradley Coopers Neuverfilmung von „A Star is Born“ poptheoretisch. Erst das lasse dieDramatik, Schönheit und Ironie eines Films erkennen, der nicht Erfahrungen vermitteln, sondern Form geben will. Eine Leseweise, die auch eine alternative Idee von Kino impliziert.


Spät nachts sitzen Jackson Maine (Bradley Cooper) und Ally (Lady Gaga) auf dem Parkplatz eines Supermarkts. Ein atmosphärisches Bild, die Ladenfassade im Hintergrund wird zum glitzernden Ornament, im Vordergrund zwei fast wie von selbst, von innen glänzende Figuren, die von Dunkelheit umschlossen werden. Vorher waren sich die beiden, zuerst in einer Drag-, dann in einer Polizistenbar, nähergekommen, jetzt breitet Jackson, ein erfolgreicher Countrysänger, vor der noch unbekannten, aber ebenfalls popmusikalisch ambitionierten Ally seine traumatische, von Verlusterfahrungen und Alkoholismus geprägte Lebensgeschichte aus.

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Irgendwann ist Jackson am (wie sich bald zeigt: nur vorläufigen) Ende seiner Leidenserzählung angekommen. Nun wäre es eigentlich, wenn man von Alltagserfahrungen oder den Genremustern des Kinos ausgeht, an Ally, es ihm gleich zu tun. Aber genau in dem Moment, in dem wir erwarten, dass sie ebenfalls anfängt, von der Vergangenheit zu sprechen, beginnt sie stattdessen zu singen. Ohne jede Vorankündigung. Erst verschleppt, vor jeder Silbe zögernd, dann immer selbstbewus

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