Rückblick auf die 52. Hofer Filmtage

Neue deutsche Filmproduktionen kreisen um Heimat, Identität, Gender, Gewalt und Gentrifizierung – und schicken sich an, die Fesseln der Filmförderung abzuwerfen.

Diskussion

Zu den Dingen, auf die man sich bei den Hofer Filmtagen auch im dritten Jahr nach Heinz Badewitz verlassen kann, zählen neben den notorischen Bratwürsten und dem grassierenden Leerstand in der Innenstadt der Enthusiasmus, mit dem der neue Festivalleiter Thorsten Schaumann seinen Gästen eine Bühne bereitet. Auch das Mysterium des Vorhangs im Scala-Kino gehört dazu, eine sehenswerte Retrospektive und ein paar Filme, die nicht so recht ins Programm passen, weil sie im Vergleich zum Rest ein paar Nummern zu groß sind. Und natürlich die Freundlichkeit. Es herrscht viel Freundlichkeit in Hof.

Vielleicht mitunter etwas zu viel. Nicht grundlos gilt das oberfränkische Traditionsfestival als ein „locus amoenus“ für den Filmnachwuchs, der anreist, um Semesterarbeiten oder auch Abschlussfilme einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Zumal im Zuschauerraum neben vielen Kommilitonen auch künftige Kollegen sitzen, die in der Regel höchst wohlwollend auf das Geschehen auf der Leinwand reagieren. Und auch das nicht-professionelle Hofer Publikum lässt sich diesbezüglich nicht lumpen und applaudiert freundlich einem gespielten Witz über Wollust und Eifersucht wie in „On & Off“ von Leo van Kann.

     Das könnte Sie auch interessieren:


Selbst dem etwas sehr forciert auf den skurrilen Einfall und ein exzentrisches Figurenensemble setzenden Film Wenn Fliegen träumen von Katharina Wackernagel (Regie) und Jonas Grosch (Drehbuch) schlägt in Hof eine Welle der Sympathie entgegen, auch wenn nicht so recht klar ist, ob die

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren