„Werk ohne Autor“ auf der „Oscar“-Shortlist

Florian Henckel von Donnersmarcks Künstler-Drama hat Aussichten auf einen "Academy Award"

Diskussion

Bei der deutschen Filmkritik war Florian Henckel von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“, ein in fiktionalisierter Form an die Biografie von Gerhard Richter angelehntes Künstler-Drama, auf wenig Gegenliebe gestoßen – auch in der Filmdienst-Rezension, die den Film als „sich in eigenen Ambitionen verheddernden Wurf“ charakterisierte. Trotzdem könnten ihm im neuen Jahr zwei der wichtigsten US-Filmpreise winken: Nach seiner Nominierung für einen „Golden Globe“ als bester nicht-englischsprachiger Film hat es „Werk ohne Autor“ nun auch auf die „Oscar“-Shortlist gebracht und ist damit ein Anwärter auf eine Nominierung für den „Academy Award“ als bester nicht-englischsprachiger Film.

Wobei Florian Henckel von Donnersmarck allerdings mit harter Konkurrenz zu kämpfen hat: Unter den anderen acht Titeln, die Kandidaten für den Auslands-„Oscar“ werden können, ist u.a. das schwarz-weiße Melodram „Cold War“ , das am Wochenende mit zahlreichen Europäischen Filmpreisen, u.a. als bester Film, geehrt wurde. Außerdem mit dabei ist der Gewinner des „Goldenen Löwen“ beim letzten Filmfestival in Venedig, Alfonso Cuaróns Netflix-Produktion „Roma“ (seit 14.12. bei dem Streaming-Anbieter zu sehen). Und gute Chancen dürfte auch der japanische Beitrag „Shoplifters“ von Regisseur Hirokazu Kore-eda haben (der zwischen den Jahren am 27.12. auch in die deutschen Kinos kommt): Er gewann im Mai in Cannes bereits die „Goldene Palme“.

Wer unter den neun Shortlist-Kandidaten eine "Oscar"-Nominierung erhält, wird am 22.1.2019 bekannt gegeben. Die Verleihung der 91. Academy Awards soll dann am 24.2.2019 erfolgen.

Zur kompletten „Oscar“-Shortlist



Foto: aus "Werk ohne Autor", © Disney

Kommentar verfassen

Kommentieren