Das Filmrätsel des Monats: Robin Hood

Das aktuelle Filmrätsel dreht sich im Januar um Robin Hood. Zu gewinnen gibt es wieder viele sehenswerte Filme auf DVD/BD.

Diskussion

Historiker würden nicht ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass er je gelebt hat – Volkslegenden, Romane und nicht zuletzt das Kino haben aber längst ihre Entscheidung getroffen: Kein anderer mittelalterlicher Held ist bei so vielen Gelegenheiten zum Leben erweckt worden wie Robin Hood. Auch wenn viele Erzählvarianten zu seinen Hintergründen und seinen Abenteuern existieren, bleibt oft ein gemeinsamer Kern: Das Leben als Gesetzloser (oder Volksheld, je nach Perspektive) mit seinen fröhlichen Mannen im Sherwood Forest, die Romanze mit Lady Marian, die Feindschaft zu ruchlosen Schurken mit Sheriff-Amt oder unrechtmäßig aufgesetzter Krone, die unvergleichliche Gewandtheit im Bogenschießen.

Einiges davon hat es auch wieder in die neueste Variante der Saga geschafft, die am 17. Januar in den deutschen Kinos startet. Darin obliegt es dem Briten Taron Egerton, in die Fußstapfen von Vorgängern wie Douglas Fairbanks oder Errol Flynn zu treten.


Anlässlich des Kinostarts von „Robin Hood“ drehen sich auch die Gewinnspielfragen im Januar um Filme mit dem Helden in grün:

Frage 1: Um die diversen Kino-Robins voneinander abzugrenzen, bedarf es pointierter Zuschreibungen durch die Filmemacher. Besonders wichtig wurde dies 1991, als in kurzem Abstand zwei „Robin Hood“-Filme in die Kinos kamen. Während die wenig erfolgreiche Version mit dem irischen Schauspieler Patrick Bergin dem Bogenschützen in der deutschen Fassung „Ein Leben für Richard Löwenherz“ andichtete, hob der kassenträchtigere Konkurrent mit Kevin Costner schon im Titel das Outlaw-Dasein hervor. So war Robin Hood diesem Film zufolge der „König der ...“?

Frage 2: Fast immer wird Robin Hood in Filmen als jugendlicher Draufgänger dargestellt, der seine Sturm-und-Drang-Phase im Dienste fürs Volk auslebt. Eine Ausnahme stellt deshalb Richard Lesters „Robin und Marian“ dar, das einen gealterten und (teilweise) desillusionierten Robin präsentiert. Wer spielte die Rolle in der ironischen Revision der Robin-Hood-Legende?

Frage 3: Wo Edelmut und Pathos sich häufen, ist auch ein parodistischer Zugriff nicht weit. So finden sich auch Persiflagen auf den „Helden in Strumpfhosen“ zuhauf und in jeder Geschmacksrichtung. Eine der denkwürdigeren fügte der Regisseur Terry Gilliam Anfang der 1980er-Jahre in einen Abenteuerfilm über einen Jungen und sechs kleine Gesellen ein, die durch Zeit und Raum reisen und u.a. einem Robin Hood (gespielt von John Cleese) begegnen, dem die Vorstellung, den Armen zu helfen, denkbar fremd ist. Wie heißt der bewusste Film?


Teilnehmer des Gewinnspiels schreiben bitte eine Mail an redaktion@filmdienst.de mit dem Betreff „Robin“, Antworten auf die drei Fragen und einer Angabe, welcher Film im Fall des Gewinnens gewünscht wird - und dort, wo es beide Möglichkeiten gibt, ob es die DVD oder die Blu-ray sein soll. Bitte vergessen Sie außerdem auch nicht Ihre Postadresse, damit die Gewinne auch verschickt werden können.

Viel Erfolg!

Teilnahmeschluss ist der 31. Januar.


Zu gewinnen sind auch im Januar wieder hochwertige DVDs und Blu-rays. Die Gewinne im Überblick:

- Gundermann (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 25.1., Anbieter: Pandora), assoziativerbiografischer Film über das kurze und intensive Leben des Baggerfahrers und Liedermachers Gerhard „Gundi“ Gundermann (1955-1998) und sein Dasein in der DDR zwischen Widerspruchsgeist, Anpassung und IM-Tätigkeit (Regie: Andreas Dresen, mit Alexander Scheer, Anna Unterberger, Benjamin Kramme, Eva Weißenborn).

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- 303 (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 25.1., Anbieter: Alamode), magische Mischung aus Road Movie und Liebesgeschichte, die in ungekünstelten, leichtfüßigen Dialogen viel über die Befindlichkeit junger Menschen erzählt und dabei auch politische und soziale Probleme anreißt (Regie: Hans Weingartner, mit Mala Emde, Anton Spieker, Arndt Schwering-Sohnrey, Thomas Schmuckert).

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- Foxtrot (DVD, Erscheinungstermin: 15.1., Anbieter: NFP), streng strukturiertesfilmisches Triptychon über den Tod eines jungen israelischen Soldaten, das Gefühl und Gleichgültigkeit, Schönheit und Brutalität durch einen pointierten Stilwillen visuell grandios spürbar macht (Regie: Samuel Maoz, mit Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonatan Shiray, Shira Haas). Achtung: Der Film erscheint nur auf DVD!

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- Leave No Trace (DVD, Erscheinungstermin: 17.1., Anbieter: Sony), präzises Drama über ein 13-jähriges Mädchen und ihren an Kriegstraumata leidenden Vater, die nach der Vertreibung aus einer spartanischen Behausung in den Wäldern von Oregon versuchen, in der Zivilisation Fuß zu fassen (Regie: Debra Granik, mit Ben Foster, Thomasin Harcourt McKenzie, Jeff Kober, Dale Dickey). Achtung: Der Film erscheint nur auf DVD!

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- Don’t worry, weglaufen geht nicht (DVD, Erscheinungstermin: 31.1., Anbieter: EuroVideo), optimistische Filmbiografie über den US-Cartoonisten John Callahan (1951-2010), seinen Kampf gegen die Alkoholsucht und die Verarbeitung seiner Querschnittslähmung (Regie: Gus Van Sant, mit Joaquin Phoenix, Jonah Hill, Rooney Mara, Jack Black). Achtung: Der Film erscheint nur auf DVD!

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Für Teilnehmer des Dezember-Gewinnspiels hier noch die richtigen Antworten zum Filmrätsel um Mary Shelley und „Frankenstein“:

1. James Whale

2. Robert De Niro

3. Frankenweenie


Foto: StudioCanal

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