Zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg (3sat/arte)

15.1., 22.25-00.20, 3sat & 23.30-00.25, arte

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Am 15. Januar 1919 wurden die beiden führenden Köpfe der deutschen Sozialisten, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, in Berlin von Rechtsextremen ermordet. Zum 100. Jahrestag des politisch motivierten Doppelmords, dem in der Weimarer Republik noch etliche weitere folgen sollten, erinnert das Fernsehen insbesondere an die 1871 geborene Rosa Luxemburg und fragt nach der Bedeutung ihres Wirkens bis in die heutige Zeit. So ist natürlich Margarethe von Trottas immer noch herausragende Filmbiografie „Rosa Luxemburg“ von 1986 zu sehen (22.25-00.20, 3sat), die behutsam und gefühlsstark eher die Frau mit ihren inneren Beweggründen als die Politikerin und ihren intellektuellen Hintergrund beleuchtet. Einfühlsam in Inszenierung, Spiel und Fotografie, überzeugt der Film inhaltlich als Besinnung auf Zivilcourage, unbestechliche politische Moral sowie auf den Mut zu utopischem Denken.

Parallel dazu wird auf arte die neue Dokumentation „Rosa Luxemburg – Der Preis der Freiheit“ ausgestrahlt (23.30-00.25). Diese nähert sich dem Leben der Sozialistin mit Reisen an Rosa Luxemburgs prägende Lebensstationen, animierten Sequenzen im Graphic-Novel-Stil und Wortbeiträgen u.a. von Margarethe von Trotta, den Historikern Jörn Schütrumpf und Holger Politt und den Linken-Politikern Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht an. – Ab 16.

Foto aus von Trothas „Rosa Luxemburg“: ZDF/ARD/Degeto

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