Nicht meine Schuld

Diskussion

Mit 40 Jahren steht Constance (Marina Foïs) am Scheideweg: Ihre Stelle als Immobilienmaklerin hat sie verloren, eine neue Arbeit findet sie nicht – nach Ansicht von Constance allein wegen übler Gerüchte, die ihr Ex-Chef in die Welt gesetzt hat. Ihre Rückkehr in die Heimatstadt offenbart jedoch, dass die einzelgängerische Frau mit rücksichtslosem und egoistischem Verhalten ihre Umwelt wohl immer schon vor den Kopf gestoßen hat. Als sie sich erneut bei ihrem ersten Arbeitgeber bewirbt, die Stelle aber an die weitaus jüngere Audrey (Joséphine Japy) geht, beginnt Constance ein intrigantes Spiel. Nachdem es ihr gelungen ist, sich mit der vermeintlichen Rivalin anzufreunden, schöpft sie Hoffnung, sich für alle empfundenen Demütigungen schadlos halten zu können.

Der zuvor als Schriftsteller hervorgetretene Franzose Sébastien Marnier entwickelt in seinem ersten Spielfilm einen gut konturierten, doppelbödigen Thriller. Dabei zielt er weniger auf konventionelle Spannung als darauf, auch den Zuschauer mit seiner spröden, widersprüchlichen Protagonistin zu irritieren, was nicht zuletzt durch die exzellente Hauptdarstellerin auch bemerkenswert aufgeht. – Ab 16.

Zum Film in der arte-Mediathek


Foto: Laurent Champoussin

Filmdetails
Kommentar verfassen

Kommentieren