„Holocaust“ & „Schindlers Liste

Freitag, 25.01.2019

Zur Wiederaufführung von der Serie „Holocaust“ und dem NS-Drama „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg

Diskussion

Anlässlich des „Holocaust“-Gedenktages am 27. Januar kommt das NS-Drama „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg in einer restaurierten Fassung wieder ins Kino. Der Film wurde seinerzeit ähnlich heftig kritisiert wie 1979 die „Holocaust“-Serie von Marvin Chomsky, die jetzt ebenfalls wieder im Fernsehen zu sehen ist. Eine Wiederbegegnung mit zwei Meilensteinen der Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen, deren epochale Bedeutung für den öffentlichen Diskurs heute klarer denn je gesehen wird.

„Als ich ,Schindlers Liste‘ sah“, schreibt Claude Lanzmann im März 1994, „fand ich das wieder, was ich bei der ,Holocaust‘-Fernsehserie empfunden hatte. Übertreten und trivialisieren läuft hier auf das gleiche hinaus.“ Ein vernichtendes Urteil, das Lanzmann trotz seiner Anerkennung für die Ernsthaftigkeit von Spielbergs Filmprojekt aussprach und das aus der tiefgreifenden Erfahrung seiner eigenen Arbeit an Shoah verständlich wird. Seitdem ist viel über die Frage der Darstellbarkeit des Holocaust und der Singularität dieser Massengewalt geschrieben worden. Doch wie stellen sich die beiden US-amerikanischen Produktionen aus heutiger Sicht dar?

25 Jahre nach der deutschen Erstaufführung von Schindlers Liste in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in der Alten Oper Frankfurts kommt der Film zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar in einer restaurierten 4K-Fassung erneut in den Kinos – und auch die vierteilige Fernsehserie „Holocaust“ von Marvin J. Chomsky wird erstmals seit ihrer kontroversen Erstausstrahlung 1979 in den Dritten Programmen wieder gezeigt; auf dem ARD-Fernsehsender „One“ läuft sie aufgrund hoher Nachfragen sogar zur Primetime.

      Das könnte Sie auch interessieren:


Für die jüngeren Generationen mag es heute überraschend sein, wie viel Angst und Widerstand die Entscheidung des Westdeutschen Rundfunks seinerzeit auslöste, die Serie anzukaufen, nachdem die ARD davor zurückgeschreckt war. Über 54 Aktenordner voller Drohbriefe einer selbsternannten Bürgerwehr gegen die „Hetzserie“, aber auch skeptische Anfragen von Politikern aus allen L

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren