Das Filmrätsel des Monats: Wir

Montag, 04.03.2019

Das aktuelle Filmrätsel dreht sich im März um Filme, die im Titel ein „Wir-Gefühl“ beschwören. Zu gewinnen gibt es wieder viele sehenswerte Filme auf DVD/BD

Diskussion

Gemeinsam lebt’s sich besser – es ist wahrhaftig kein Wunder, dass die Zugehörigkeit zu Gruppen den Einzelnen stärken und ihm das Gefühl größerer Sicherheit verleihen kann, wenn er Gleichgesinnte hinter und neben sich weiß. Auch fallen politisch-gesellschaftliche Konfrontationen jeder Couleur leichter, wenn der Masse des „Wir“ ein mehr oder weniger klar umrissenes Feindbild („die“ oder „sie“) entgegengesetzt wird.

Auf diesem „Wir-Gefühl“ bauen auch etliche Filme auf, die mit einem markigen „Wir sind...“ oder ähnlichem oft bereits im Titel stolz die jeweils dargestellte Gemeinschaft betonen und eine Abgrenzung zum Rest der Welt vornehmen. Im März ist dies in Jordan Peeles schlicht „Wir“ tituliertem Thriller zu erleben (Kinostart: 21.3.), der ein Schreckensszenario um eine Familie spinnt, die sich angesichts bedrohlicher Gestalten auf ihren Zusammenhalt besinnen muss.


Passend zum Start von „Wir“ drehen sich auch unsere Gewinnspielfragen im März um „Wir“-Filme:

Frage 1: Anfang der 1970er-Jahre nutzte Sydney Pollack in dem Melodram „So wie wir waren“ („The Way We Were“) die Zeit der US-amerikanischen Kommunistenjagd in den 1940er-/1950er-Jahren als Hintergrund für die Geschichte einer schwierigen Liebe. Wer spielte in dem Film an der Seite von Robert Redford als talentiertem Drehbuchautor aus einer wohlhabenden Familie die kommunistische Aktivistin, mit der ihn eine wechselhafte Beziehung verbindet?


Frage 2: Das französische Bühnenstück „La cuisine des anges“ wurde unter dem Titel „Wir sind keine Engel“ mehrfach verfilmt. In der amerikanischen Version von 1955 werden drei entflohene Sträflinge zu Beschützern einer Familie, die von einem fiesen Verwandten bedroht werden. Welcher aus Ungarn stammende Hollywood-Routinier führte bei dem Film Regie?


Frage 3: Eine ironische Brechung des „Wir gegen den Rest der Welt“-Motivs lieferte Detlev Buck Anfang der 1990er-Jahre mit einer Komödie um zwei eher unbedarfte Brüder aus Westdeutschland, die sich in den „Wilden Osten“ aufmachen und ohne böse Absicht bald als Mörder und Diebe von der Polizei gejagt werden. Wie lautet der Titel des Films?


Teilnehmer des Gewinnspiels schreiben bitte eine Mail an redaktion@filmdienst.de mit dem Betreff „Wir“, Antworten auf die drei Fragen und einer Angabe, welcher Film im Fall des Gewinnens gewünscht wird - und dort, wo es beide Möglichkeiten gibt, ob es die DVD oder die Blu-ray sein soll. Bitte vergessen Sie außerdem auch nicht Ihre Postadresse, damit die Gewinne auch verschickt werden können.

Viel Erfolg!


Teilnahmeschluss ist der 31. März.


Zu gewinnen sind auch im März wieder hochwertige DVDs und Blu-rays. Die Gewinne im Überblick:

- Glücklich wie Lazzaro (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 28.3., Anbieter: Piffl Medien), Parabel über die Möglichkeit des Guten in einem zeitlosen, aber keineswegs wirklichkeitsfernen Italien als berückende Verbindung aus Sozialdrama, magischem Realismus, Märchen, Arbeiterfilm und Heiligengeschichte (Regie: Alice Rohrwacher, mit Adriano Tardiolo, Alba Rohrwacher, Tommaso Ragno, Sergi Lopez).

Hier geht es zur Kritik.


- Aufbruch zum Mond (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 14.3., Anbieter: Universal), virtuose filmische Nacherzählung der Geschichte des US-Programms der bemannten Raumfahrt in den 1960er-Jahren bis zur Mondlandung 1969, die detailgenau die ineinandergreifenden Prozesse aus technischem Fortschritt, NASA-Politik und gesellschaftlichem Klima nachzeichnet (Regie: Damien Chazelle, mit Ryan Gosling, Claire Foy, Ciarán Hinds, Kyle Chandler).

Hier geht es zur Kritik.


- Dogman (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 1.3., Anbieter: Alamode), beeindruckende Charakterstudie eines Hundefriseurs, der sich von einem hünenhaften Kriminellen in dunkle Geschäfte hineinziehen lässt. Mit Spott und Ironie entwirft der Film mit Elementen des Film noir ein gespenstisches Bild des krisengeschüttelten Italiens (Regie: Matteo Garrone, mit Marcello Fonte, Edoardo Pesce, Alida Baldari Calabria, Nunzia Schiano).

Hier geht es zur Kritik.


- Alles ist gut (DVD, Erscheinungstermin: 28.3., Anbieter: NFP), sorgfältig entwickeltes, von nuancierten Dialogen und komplexen Charakteren profitierendes Drama über den Konflikt zwischen äußerer Fassade und innerer Aufwühlung nach einer sexuellen Gewalttat (Regie: Eva Trobisch, mit Aenne Schwarz, Hans Löw, Andreas Döhler, Tilo Nest). Achtung: Der Film erscheint nur auf DVD!

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- Der Affront (DVD, Erscheinungstermin: 8.3., Anbieter: Alpenrepublik), wendungsreicher, parabelhafter Gerichtsfilm über einen Streit zwischen einem libanesischem Christen und einem palästinensischen Vorarbeiter, der weite Kreise zieht und die tiefen Risse innerhalb der libanesischen Gesellschaft verdeutlicht (Regie: Ziad Doueiri, mit Kamel El Basha, Adel Karam, Camille Salameh, Diamand Bou Abboud). Achtung: Der Film erscheint nur auf DVD!

Hier geht es zur Kritik.


Für Teilnehmer des Februar-Gewinnspiels hier noch die richtigen Antworten zum Filmrätsel um Juliette Binoche:

1. Blau

2. George Sand

3. Bruno Dumont

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