Konfetti 39 – Schützengräben

Mittwoch, 13.03.2019

Siegfried-Kracauer-Stipendiat Lukas Foerster analysiert das Motiv des Schützengrabens als prototypisches Element des Kriegsfilm-Genres anhand von Steve Sekelys „My Buddy“ (1944), in dem nervenzerfetzende Hochspannung und die Allgegenwart des Todes in eins fallen.

Diskussion

Der Erste Weltkrieg ist bis heute der Inbegriff der kinematografischen Auseinandersetzung mit dem Krieg. Die ästhetischen Strategien zu seiner Darstellung prägen bis heute Bilder wie Atmosphäre des Genres. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Motiv des Schützengrabens, in dem Schrecken wie Thrill des Krieges audiovisuell handhabbar werden.


Der Erste Weltkrieg war nicht nur der historisch erste (große) Krieg, der vom Kino umfangreich reflektiert wurde. In gewisser Weise ist er bis heute der Inbegriff des kinematografischen Krieges geblieben. Keine andere kriegerische Auseinandersetzung in der Geschichte ist so eng mit einem spezifischen Arsenal an Bildern und dramatischen Situationen verbunden. Und eben diese im Ersten Weltkrieg geprägten Bilder und Situationen gelten heute als die Kriegsfilm-Bilder und Kriegsfilm-Situationen schlechthin, haben sich also bis zu einem gewissen Grad von ihrem Ursprung emanzipiert.


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