Das Wunder von Wörgl (BR FERNSEHEN)

Donnerstag, 11.04.2019

23.4., 22.00-23.30, BR FERNSEHEN (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Diskussion

Das Historiendrama von Urs Egger erinnert an einen österreichischen Kommunalpolitiker, der in den 1930er-Jahren mit einer eigenmächtigen Aktion für Aufruhr sorgte: Als Bürgermeister der Tiroler Kleinstadt Wörgl ließ Michael Unterguggenberger 1931 eigenes Geld drucken, um der Gemeinde nach dem Schock der Weltwirtschaftskrise wieder auf die Beine zu helfen. Tatsächlich hatte er mit seinem Nothilfe-Programm großen Erfolg und konnte die Arbeitslosenzahl gegen den Trend im Land senken, bis der Umlauf des „Wörgl-Schillings“ 1933 durch einen Gerichtsbeschluss unterbunden wurde.

Das sorgfältig inszenierte und geruhsam erzählte Biopic verwebt schlüssig die verflochtenen Ebenen von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen und spart auch die aufkommende Einflussnahme von Nazi-Politikern nicht aus. Getragen wird der Fernsehfilm von der stoischen Präsenz Karl Markovics, dem ein Ensemble aus weiteren großartigen Schauspielern zur Seite steht. Ohne dramatische Kunstgriffe würdigen Egger und Drehbuchautor Thomas Reider so die vielleicht visionäre Idee Unterguggenbergers. Im Anschluss zeigt der BR noch die ebenfalls von Reider verantwortete Dokumentation Der Geldmacher – Das Experiment des Michael Unterguggenberger“ (23.30-00.15), die Aspekte aus dem Spielfilm weiter vertieft. – Ab 14.


Foto: arte/BR/epo-film/Film-Line Prod./ORF/SRF/Hendrik Heiden

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