goEast & Renovabis

Dienstag, 23.04.2019

Das Osteuropa-Hilfswerk der deutschen Katholiken, Renovabis, unterstützt das goEast-Festival in Wiesbaden. Erstmals wurde ein „Renovabis-Filmrecherche-Stipendium“ vergeben

Diskussion

Das Osteuropa-Hilfswerk der deutschen Katholiken, Renovabis, unterstützt das goEast-Festival in Wiesbaden, weil Filme eine besonderen Beitrag leisten, um die Lebenswelten in Ost und West miteinander in Kontakt zu bringen. Beim 19. goEast-Festival (9.-16.4.) wurde erstmals ein „Renovabis-Filmrecherche-Stipendium“ vergeben.

Renovabis, die Osteuropa-Hilfswerk der deutschen Katholiken, kooperiert seit einigen Jahren mit dem goEast-Festival für den mittel- und osteuropäischen Film in Wiesbaden, indem es das Festival finanziell unterstürzt und durch ein Recherche-Stipendium zur Entstehung von Filmen beiträgt, die um Menschen- und Minderheitenrechte in Osteuropa kreisen.

Bei dem soeben zu Ende gegangenen 19. goEast-Festival (9.-16.4.2019) gewannen die beiden jungen belarussischen Filmemacher Alexander Mihalkovich und Anna Bodyako das mit 3 500 Euro dotierte Stipendium für ein Vorhaben, das „The Mothers' Crusade“ (Der Kampf der Soldatenmütter) heißt.

Das ambitionierte Dokumentarfilmprojekt über weißrussische Frauen, die gegen den Missbrauch ihrer Kinder beim Militär kämpfen, setzte sich gegen sechs Mitbewerber durch. In der Jurybegründung heißt es, dass man „durch die Perspektive einer Mutter Einblick in eine umfassende Kultur der Gewalt“ erhalte. Die Filmemacher können durch die Unterstützung ihr politisch hochbrisantes Vorhaben zu Ende führen.

Mit dem Engagement will das Hilfswerk den Austausch mit mitteleuropäischen Filmschaffenden fördern, „weil sie uns helfen, die Lebenssituation der Menschen in den Partnerländern mit künstlerischen Darstellungsformen kreativ zu entdecken und emotional nahe zu bringen“, heißt es in einer Stellungnahme von Renovabis. Insbesondere der Dokumentarfilm sei ein Weg, die Menschen in Ost und West gegenseitig für ihre jeweiligen Lebenswelten zu interessieren. „Das auf die Leinwand geworfene Bild der Gefühle, wie Menschen in anderen Ländern feiern, leiden, ihre Leben bewältigen, erdulden, meistern oder frustriert und ohne Perspektive hinnehmen, kann nur durch das persönliche Erleben getoppt werden“. Da dies aber häufig nicht möglich ist, lohne es sich umso mehr, mit Hilfe von Filmen davon so viel wie möglich zu vermitteln.


Weitere Informationen: www.filmfestival-goEast.de; www.renovabis.de

Foto: goEast

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