Sechsteilige Miniserie: Giftige Saat

Freitag, 14.06.2019

Französische Miniserie über die Verflechtungen zwischen Industrie und Politik.

Diskussion

Mit seinen beiden Miniserien Dreimal Manon (2014) und Manon, 20 Jahre (2016) über den schweren Prozess des Erwachsenwerdens einer aggressiven Jugendlichen drehte der französische Regisseur Jean-Xavier de Lestrade zwei Fernseh-Highlights der letzten Jahre. Auch sein jüngstes Projekt „Giftige Saat“ steht dem an Komplexität und Ambition nicht nach, beim Fernsehfilm-Festival von La Rochelle wurde es 2018 als beste Miniserie prämiert.

De Lestrade und seine Co-Autoren verfolgen darin aus verschiedenen Blickwinkeln einen Umweltskandal durch das Produkt eines Agrochemie-Unternehmens: Ein Landwirt (Christophe Kourotchkine), der jahrelang ein bestimmtes Pestizid verwendet hat, erkrankt an Leukämie, ein alter Freund und nunmehriger Abgeordneter (Laurent Stocker) sagt – zum Unwillen seiner Fraktionsvorsitzenden (Catherine Salée) – der Herstellerfirma daraufhin den Kampf an. Ein Mitarbeiter des eifrigen Politikers (Pierre Perrier) pflegt einen Informationsaustausch mit einer alten Bekannten (Alix Poisson), nicht ahnend, dass diese der Gegenseite dient.

Der Marketingchef der Firma (Marc Citti) steht unterdessen unter besonderem Druck, ein neues ökologisches Mittel zu präsentieren, und wird nach einer geheimen Reise tot aufgefunden. Das Polit- und Lobbyismus-Drama zeigt die Verwicklungen zwischen Industrie und Politik und baut das Kräftemessen der Fraktionen zum Spannungsmoment auf. – Ab 16.

Zu Folge 1 in der arte-Mediathek

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Foto: Whats’Up Films

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