Deutsche Filmfestivals schließen sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen

Montag, 22.07.2019

Über 60 deutsche Filmfestivals wollen ihre Interesse künftig gemeinsam vertreten

Diskussion

Bei einem ersten Zusammentreffen Anfang Juli in Kassel haben sich über 60 deutsche Filmfestivals zu einer „Arbeitsgemeinschaft Filmfestival“ zusammengeschlossen. Ziel der "AG Filmfestival" ist es, sich untereinander zu vernetzen, bessere Bedingungen für Filmfestivals in Deutschland zu schaffen und gemeinsam mit den Kreativen und anderen Verbänden die Filmkultur zu stärken und zu fördern.

Zu den Gründungsmitgliedern zählen die größten und ältesten Filmfestivals in Deutschland, aber auch Filmfestivals aus allen Regionen und Sparten.

Filmfestivals stehen am Beginn der Auswertungskette; sie begreifen sich als Teil der Filmwirtschaft, aber auch der kulturellen Praxis „Kino“ und ihrer Vermittlung. Allein in Deutschland gibt es etwa 400 Filmfestivals, weltweit sind es mehrere Tausend. Sie spielen bei der Auswertung deutscher Filme im Kino eine in Umfang und Wirkung wichtige Rolle; ihre Bedeutung wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Denn im Gegensatz zu den schwindenden Zuschauerzahlen im Kino verzeichnen Filmfestivals eine stetig wachsende Nachfrage.

Im Bemühen, die Kinoauswertung deutscher Filme attraktiver zu machen, kommt Filmfestivals deshalb eine immer wichtigere Bedeutung zu.

In einer gemeinsamen Stellungnahme zur Novellierung des Filmförderungsgesetztes (FFG) fordert die AG Filmfestival deshalb, dass „die Novellierung des FFG die Frage beantworten muss, wie das Kino als Auswertungsort von Filmen aufgewertet werden kann und welchen Stellenwert das Kino im Spektrum der Auswertungszusammenhänge künftig noch einnehmen soll. Filmfestivals tragen überdies zur sozialen Aufwertung von Kinoräumen erheblich bei. Kinos profitieren in der Folge auch durch Kinopreise mittelbar von der Durchführung von Filmfestivals. Bei der Novellierung des Filmförderungsgesetzes wurde deren Stimme bislang aber nicht gehört. Filmfestivals müssen im FFG künftig stärker berücksichtigt werden.“

Weitere Informationen finden sich auf der Website der neuen AG Filmfestival. Kontakt: info@ag-filmfestival.de


Foto: AG Filmfestival, Anja Köhne

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