Doku-Serie: Vietnam

Samstag, 27.07.2019

Die neunteilige Doku-Serie rekapituliert Vietnamkrieg

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Die neunteilige Dokumentarfilm-Serie von Ken Burns und Lynn Novick erzählt die Geschichte des Vietnamkriegs (1955-1975) so umfassend und detailliert wie nie zuvor. Rund 80 Zeitzeugen kommen zu Wort, darunter zahlreiche US-Amerikaner und Vietnamesen, die in dem Krieg kämpften, aber auch Kriegsgegner und Zivilisten.

In den ersten drei Teilen rekapitulieren den Beginn der längsten militärischen Auseinandersetzung des 20. Jahrhunderts. Teil 1 („Déjà Vu! Oder: Alles schon mal da gewesen - 1858-1961“) rekapituliert die Anfänge. In einem brutalen Krieg befreiten sich die Unabhängigkeitskämpfer der Viet Minh unter der Führung von Ho Chi Minh von der fast 100-jährigen Kolonialherrschaft der Franzosen. Nach der Schlacht um Dien Bien Phu im Jahr 1954 wird das Land durch das Genfer Abkommen in zwei Teile zerrissen. Im Norden setzt sich die von Mao und Stalin unterstützte kommunistische Viet Minh für die Wiedervereinigung ein. Im Süden hingegen stellen sich die USA an die Seite des autokratischen Regimes von Präsident Diem. Als dann ab Anfang 1961 Da Le Duan, der erste Sekretär der Viet Minh, ein härteres Vorgehen fordert, fühlt sich der Vietcong in den ländlichen Gebieten des Südens zu Guerillaaktionen berufen.

Teil 2 („Der Ritt auf dem Tiger – 1961-1963“) zeichnet nach, wie US-Präsident Kennedy auf Empfehlung seines Verteidigungsministers Robert McNamara, der sich für einen „begrenzten Krieg“ stark macht, einige Spezialeinheiten nach Vietnam schickt. Sie sollen an der Seite der südvietnamesischen Armee den Vormarsch des Vietcongs stoppen.

Während Saigon mit acht Regierungen in nur 18 Monaten im Chaos zu versinken droht, verstärken Hanoi und der Vietcong ihre Angriffe im Süden. US-Präsident Johnson, der nach Kennedys Tod ein schwieriges Erbe antritt, schlägt mit Luftangriffen in Nordvietnam zurück. Nachdem er 1964 mit überwältigender Mehrheit gewählt wird, entsendet er die ersten Truppen der Marineinfanterie nach Südvietnam („Die Hölle auf Erden – 1964-1965").

Die Dokumentarfilm-Serie basiert neben den Statements von Zeitzeugen auf digital remastertem Archivmaterial, Fotografien von berühmten Fotojournalisten, historischen Fernsehaufnahmen sowie Audioaufnahmen aus dem Inneren der Ministerien von Kennedy, Johnson und Nixon und mehr als hundert Musikbeiträgen zeitgenössischer Künstler.

Hier geht es zur Serie in der arte Mediathek


Die weiteren Folgen von „Vientam“ im TV-Programm von arte:


13.8., 20.15-21.10, „Zweifel (1966-1967)“

13.8., 21.10-22.05, „Das Alte stürzt (1968)“

13.8., 22.05-23.00, „Gespensterjagd (1968-1969)“

20.8., 20.15-21.10, „Feuermeer (April 1969-Mai 1970)“

20.8., 21.10-22.05, „Respektlose Treue (Mai 1970-März 1973)“

20.8., 22.05-23.00, „Was bleibt? (März 1973 bis heute)“



Foto: Vietnam News Agengy

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