Eric Burdon – Rock’n’Roll Animal (arte)

Samstag, 27.07.2019

Doku über den britischen Rockmusiker

Diskussion

Eric Burdon ist ein Urgestein der Popgeschichte, aufgewachsen als Straßenjunge in Newcastle und gesegnet mit der „schwärzesten weißen Stimme“ der frühen 1960er-Jahre. Mit seiner Band „The Animals“ landete er mit „The House of Rising Sun“ einen Welthit, doch sein rebellischer Charakter verhinderte immer wieder den ganz großen Durchbruch. Heute ist er einer der letzten Überlebenden der Rock’n’Roll-Ära.

Als Jugendlicher schlug er sich die Nächte in den Clubs des Hafenviertels um die Ohren. Ohne die Musik wäre er wohl in der Halbwelt gelandet. Dank seiner Stimme aber entkam er der trostlosen Industriestadt; die Sehnsucht nach Ausbruch klingt in seinem Song „We Gotta Get out of this Place“ nach.

Das Rebellische ist bei Eric Burdon keine Attitüde. Da er sich den Forderungen der Musikindustrie nicht beugen wollte, blieb ihm der Weg zum Superstar versperrt, wurde darüber aber zeitlebens zum künstlerisch Suchenden. Er wechselt Mitmusiker und Stile, schloss sich Ende der 1960er-Jahre mit der schwarzen Band „War“ zusammen und zählt heute zusammen mit Paul McCartney, Bob Dylan und den Rolling Stones zu den letzten großen Überlebenden dieser Generation.

Der Film begleitet Burdon an die wichtigsten Stationen seines Lebens: Er erzählt am Lagerfeuer in Joshua Tree, reist nach Los Angeles und San Francisco, wo er seit den 1990er Jahren lebte, und stattet seiner Geburtsstadt Newcastle einen Besuch ab. Burdon ist überdies ein toller Erzähler, der über berühmte Kollegen spricht und über sein Leben als Hitzkopf und Underdog – eine berührende Geschichte von Triumph und Scheitern.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



Foto: Marianna Burdon

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