Mr. Long

Dienstag, 30.07.2019

Effektvoll inszenierte Stilmischung um einen Gangster, der zum Koch wird

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Der japanische Regisseur Sabu gehört zu den eigenwilligsten Genre-Grenzgängern des Kinos, was sich in „Mr. Long“ auf bestechende Weise beweist: Ein Berufskiller aus Taiwan (Chang Chen) scheitert bei einem Auftrag in Japan und wird auf der Flucht angeschossen. In einem Vorort von Tokio versorgt ihn ein kleiner Junge mit Essen und Medizin; im Gegenzug kümmert sich der schweigsame Mann um seinen Retter und dessen drogenabhängige Mutter. Als er sich dabei als begnadeter Koch entpuppt, der die ganze Nachbarschaft für sich begeistert, winkt die Chance, sein Leben zu ändern. Doch die Verfolger sind nicht fern.

Was als Gangsterfilm beginnt, wandelt sich unverhofft zum Melodram mit Elementen einer warmherzigen Nachbarschaftskomödie. Mitunter kolportagehaft, insgesamt aber eine effektvoll inszenierte Stilmischung, die im inneren Ringen der Hauptfigur auch einen Ausweg aus dem Kreislauf der Gewalt aufzeigt. – Ab 16.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



Foto: Leslie Kee/Rapid Eye Movies

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