Das Gewinnspiel im Oktober: Unsichtbar

Dienstag, 01.10.2019

Unsere Gewinnspielfragen im Oktober drehen sich um das Phänomen der Unsichtbarkeit im Kino, das sowohl positive Superkräfte als auch das Gefühl der Ausgrenzung umfasst.

Diskussion

Vieles fällt leichter, wenn niemand einen sieht. Unsichtbarkeit ist eine verlockende Vorstellung, wo sie eine Existenz verspricht, die nicht mehr nach den Regeln der übrigen Welt funktioniert. Das führt mitunter zwar zum Größenwahn wie bei dem titelgebenden „Unsichtbaren“ des Romans von H.G. Wells und seinen zahllosen direkten Fortsetzungen und Epigonen im Kino, öfter aber verschafft die Unsichtbarkeit Filmheld*innen einen wertvollen Vorteil gegen ihre Widersacher. Das gilt für Jungzauberer Harry Potter und seinen Umhang mit Unsicherbarkeitskräften ebenso wie für das Mädchen im Zentrum des Jugendfilms „Invisible Sue – Plötzlich unsichtbar“ (Kinostart: 31.10.): Die zwölfjährige Sue erhält durch einen Unfall die Fähigkeit, sich unsichtbar machen zu können, was der Außenseiterin zunächst zupasskommt, bis sie die Kehrseite ihrer Verwandlung erfährt. Denn metaphorisch verstanden kann Unsichtbarkeit genauso ein Fluch sein, wovon auch die obdachlosen Frauen und Sozialarbeiterinnen in der Sozialkomödie Der Glanz der Unsichtbaren (Kinostart: 10.10.) ein Lied singen können – nicht gesehen zu werden, ist hier keine Superkraft, sondern im Gegenteil Ausdruck gesellschaftlicher Ignoranz.


Zum Start der beiden Filme, in denen die Facetten eines unsichtbaren Lebens beleuchtet werden, drehen sich auch unsere Gewinnspielfragen im Oktober um die Unsichtbarkeit im Kino:


Frage 1: Viele Kinder haben unsichtbare Freunde, die wenig sensible Naturen gern als „erfunden“ abqualifizieren. Zu den selteneren Fällen eines Erwachsenen mit einem nicht sichtbaren Kumpan zählt der Protagonist der 1950er-Jahre-Komödie „Mein Freund Harvey“, der unerschütterlich seine enge Bindung zu einem Riesenkaninchen beschwört. Wer spielte die menschliche Hauptrolle in dem Film?

Frage 2: Dass er seinen Träger unsichtbar machen kann, ist nur eine der Kräfte des titelgebenden Schmuckstücks in den Mittelerde-Romanen von J.R.R. Tolkien und ihren Verfilmungen. Gleichwohl gehört der Unsichtbarkeitsdreh zu den meisteingesetzten und folgenreichsten Tricks der Saga, was insbesondere für die „Hobbit“-Trilogie (2011-2013) gilt. Darin gerät ein abenteuerlustiger Hobbit in Besitz des Ringes und erweist sich insbesondere im Einsatz des Unsichtbarkeitszaubers als wenig zurückhaltend. Wie lautet der Name des vorwitzigen Halblings?

Frage 3: „Unsichtbarkeit“ als gesellschaftlich verordneter Zustand ist das Thema der Filmbiografie „The Invisible Woman“ (2013). Der Film erzählt von der außerehelichen Affäre des Schriftstellers Charles Dickens zur Schauspielerin Nelly Ternan und von der viktorianischen Gesellschaft, vor der eine derartige Liebesgeschichte um jeden Preis verborgen werden muss. Wer inszenierte diesen Film (und spielte gleichzeitig Charles Dickens)?


Teilnehmer des Gewinnspiels schreiben bitte eine Mail an redaktion@filmdienst.de mit dem Betreff „Unsichtbar“, Antworten auf die drei Fragen und einer Angabe, welcher Film im Fall des Gewinnens gewünscht wird – und dort, wo es beide Möglichkeiten gibt, ob es die DVD oder die Blu-ray sein soll. Bitte vergessen Sie außerdem auch nicht Ihre Postadresse, damit die Gewinne auch verschickt werden können.

Viel Erfolg!

Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober.


Zu gewinnen sind auch im Oktober wieder hochwertige DVDs und Blu-rays. Die Gewinne im Überblick:

- Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 4.10., Anbieter: DCM), ungewöhnliche Filmbiografie des Malers Vincent Van Gogh durch seinen Maler-Kollegen Julian Schnabel, die tief in Van Goghs Persönlichkeit eintaucht, um die fieberhafte Entstehung von dessen Bildern und die Andersartigkeit seines Wesens als Künstler auszuloten (mit Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaac, Mads Mikkelsen).

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- Sunset (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 17.10., Anbieter: MFA+), verweisreicher phantasmagorischer Taumel zwischen Wahn und Wirklichkeit, in dem sich über der Geschichte einer jungen Frau im Budapest des Jahres 1913 das Ende des von inneren Konflikten geschüttelten alten Europas am Vorabend des Ersten Weltkriegs abzeichnet (Regie: László Nemes, mit Juli Jakab, Vlad Ivanov, Evelin Dobos, Marcin Czarnik).

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- Zwischen den Zeilen (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 11.10., Anbieter: Alamode), vergnügliche dramatische Komödie, die über ein dichtes Figuren-Beziehungsgeflecht auf höchst debattierfreudige Weise den durch die Digitalisierung herausgeforderten Pariser Literaturbetrieb vermisst (Regie: Olivier Assayas, mit Guillaume Canet, Juliette Binoche, Vincent Macaigne, Christa Théret).

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- Atlas (DVD, Erscheinungstermin: 25.10., Anbieter: Pandora), lebensechtes und konzentriert entwickeltes Drama über die Tragik einer Vater-Sohn-Entfremdung, das vielschichtig auch ein randständiges soziales Milieu zeichnet (Regie: David Nawrath, mit Rainer Bock, Thorsten Merten, Uwe Preuss, Albrecht Schuch). Achtung: Der Film erscheint nur auf DVD!

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- Nur eine Frau (DVD, Erscheinungstermin: 24.10., Anbieter: NFP), in seiner akribischen Recherche fast dokumentarisch anmutender, engagierter und sensibler Spielfilm über die Hintergründe eines „Ehrenmordes“ an einer lebenslustigen Deutschtürkin (Regie: Sherry Hormann, mit Almila Bagriacik, Rauand Taleb, Meral Perin, Mürtüz Yolcu). Achtung: Der Film erscheint nur auf DVD!

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- Another Day of Life (DVD, Erscheinungstermin: 11.10., Anbieter: Pandora), auf der Grundlage der Erinnerungen des polnischen Auslandskorrespondenten Ryszard Kapuściński (1932-2007) entworfenes Road Movie, das ein dichtes, eindringliches Bild vom Kolonialkrieg in Angola im Jahr 1975 zeichnet (Regie: Raúl de la Fuente). Achtung: Der Film erscheint nur auf DVD!

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Für Teilnehmer des September-Gewinnspiels hier noch die richtigen Antworten zum Filmrätsel um die Freiheit:

1. Hans Albers

2. Willy

3. Nelson Mandela


Foto aus „Der Unsichtbare“ (1933): ©Universal

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