Großes Kino made in DDR

Montag, 12.08.2019

Im Schweinsgalopp durch die Geschichte der DEFA

Diskussion

Regisseur André Meier gibt in dieser 2016 entstandenen Dokumentation einen kompakten Überblick über die Geschichte der DEFA, der 1946 auf Anregung russischer Kulturoffiziere in Potsdam-Babelsberg gegründeten Deutschen Film AG, die von der sowjetischen Besatzungsmacht im Nachkriegs-Ostdeutschland die Lizenz für die „Herstellung von Filmen aller Kategorien“ bekam. Bis 1992 enstanden dort mehr als 700 Kino- und über 500 Fernsehfilme.

Die Dokumentation beleuchtet den Spagat des Unternehmens zwischen politischen Vorgaben der Partei, dem Publikumsgeschmack und künstlerischen Ansprüchen der diversen Filmschaffenden der DEFA, stellt künstlerisch wichtige DEFA-Filme vor und erinnert an von der Zensur verbotene Werke ebenso wie an linientreue Propagandafilme. Außerdem geht es um die Versuch der DEFA, ins internationale Filmgeschäft einzusteigen. Dabei kommen diverse bekannte Schauspieler, Regisseure und Kritiker zu Wort, u.a. Eva-Maria Hagen, Annekathrin Bürger, Katrin Sass, Winfried Glatzeder und Herrmann Zschoche.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



Foto: Schauspielerin Katrin Sass, © Lona Media

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