Douglas-Sirk-Preis für Nina Hoss

Mittwoch, 21.08.2019

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Nina Hoss wird im Rahmen des kommenden Filmfestes Hamburg (26.9.-5.10.) mit dem Douglas-Sirk-Preis 2019 geehrt, mit dem das Festival seit 1995 Persönlichkeiten auszeichnet, die „einen besonderen Beitrag zur Filmkultur und zur Filmindustrie geleistet haben“. Die 1975 in Stuttgart geborene Schauspielerin lernte ihr Handwerk an der Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin und gab ihr Filmdebüt bereits 1995 in Josef Vilsmaiers „Und keiner weint mir nach“ – schon damals hob die FILMDIENST-Kritik ihre „ungewöhnliche Leinwandpräsenz“ heraus, die sie in den Jahrzehnten danach immer wieder bewies. Ihr Durchbruch war wenig später „Das Mädchen Rosemarie“ (1996); künstlerische Anerkennung brachten ihr nicht zuletzt die Kooperationen mit Regisseur Christian Petzold ein, etwa „Yella“, Barbara“ oder „Phoenix“.

„Nina Hoss ist auf der Leinwand genauso präsent wie auf der Theaterbühne. Sie engagiert sich leidenschaftlich für das Kino, geht an Grenzen und zeigt auch außerhalb des Filmsets Haltung. Nina Hoss ist eine herausragende Persönlichkeit, die einen wichtigen Beitrag zur Filmkultur leistet und auch im Ausland zu den bekanntesten deutschen Schauspielerinnen ihrer Generation zählt“: so lobte Albert Wiederspiel, Festivalleiter beim Filmfest Hamburg, die frisch gekürte Preisträgerin. Die Preisverleihung wird am 29. September stattfinden, im Rahmen der Deutschlandpremiere von einer von Hoss’ jüngsten Arbeiten: In „Pelikanblut“ von Katrin Gebbe spielt sie eine alleinerziehende Mutter, die sich mit der Adoption eines zweiten Kindes eine ungeahnte Herausforderung einhandelt.

Ein Film, mit dem Nina Hoss einmal mehr international präsent ist: Vor der Hamburger Premiere eröffnet der Film Ende August die „Orizzonti“-Sektion beim Filmfestival Venedig. Nur wenig später wird zudem ein weiterer neuer Nina-Hoss-Film, „Vorspiel“ von Ina Weisse, seine Weltpremiere beim Filmfestival in Toronto erleben und Ende September dann ebenfalls im Rahmen des Filmfest Hamburg zu sehen sein.



Foto: Nina Hoss in "Vorspiel", © Judith Kaufmann/Luna Film

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