Europäischer Filmpreis 2019: Die Vorauswahl

Mittwoch, 21.08.2019

Insgesamt 46 europäische Produktionen aus 31 Ländern konkurrieren um die Europäischen Filmpreise 2019.

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Die Europäische Filmakademie hat am 20. August 2019 die Filme bekannt gegeben, die in verschiedenen Kategorien für die Europäischen Filmpreise 2019 nominiert werden können. Insgesamt 46 europäische Produktionen aus 31 Ländern wurden in die Auswahl aufgenommen; diese zeige, so die Filmakademie, die „große Vielfalt des europäischen Kinos“. Zuständig für die Wahl waren ein Komitee der Filmakademie und eingeladene Experten aus der Film- und Filmfestivalbranche; in den kommenden Wochen werden die über 3600 Mitglieder der Akademie nun abstimmen, welche der Filme für eine Auszeichnung in den Kategorien „Bester Film“, Regie, Schauspieler/Schauspielerinnen und/oder Drehbuch nominiert werden. Die Nominierungen werden dann am 9. November bekannt gegeben. Am 7. Dezember folgt dann die feierliche Verleihung der 32. Europäischen Filmpreise in Berlin.

Als deutsche Beiträge sind „Alles ist gut“ von Eva Trobisch, „Gundermann“ von Andreas Dresen, „Ich war zuhause, aber“ von Angela Schanelec und „Systemsprenger“ von Nora Fingerscheidt in der Auswahl. Ansonsten stehen mehrere aufsehenerregende, politisch unbequeme Titel aus Osteuropa auf der Liste, wie „Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen“ aus Rumänien, „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“ aus Mazedonien oder „Kler“ aus Polen. Letzterer arbeitet sich am Thema des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche ab, wie auch François Ozons „Gelobt sei Gott“, der ebenfalls auf der Liste steht. Ebenfalls gute Chancen auf Nominierungen dürften einige der Festival-Lieblinge der letzten Saison haben: „The Favourite“ von Yorgos Lanthimos, „Zwischen den Zeilen“ von Olivier Assayas, „Leid und Herrlichkeit“ von Pedro Almodóvar oder „Synonymes“ von Nadav Lapid, der bei der letzten Berlinale mit einem „Goldenen Bär“ geehrt wurde.


Die komplette Vorauswahl finden Sie hier.


Foto aus "Leid und Herrlichkeit": StudioCanal

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