Zwei neue Papstfilme

Freitag, 30.08.2019

Bei den Filmfestivals in Venedig und Telluride sind neue Papstfilme zu sehen: Die Serie „The New Pope“ von Paolo Sorrentino sowie das Drama „The Two Popes“ von Fernando Meirelles

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Während beim Filmfestival in Venedig für den 1. September die Premiere der Serien-Fortsetzung „The New Pope“ von Paolo Sorrentino angesetzt ist, feiert beim US-Filmfestival Telluride, Colorado, das Drama „The Two Popes“ von Fernando Meirelles bereits einen Tag zuvor, am 31. August, seine Uraufführung.


Die Katholische Kirche und ihr Oberhaupt in Rom erfreuen sich in der Filmwelt zunehmender Aufmerksamkeit. Beim Telluride Festival erlebt an diesem Wochenende das Drama The Two Popes des brasilianischen Regisseurs Fernando Meirelles seine Uraufführung; der Film läuft auch beim Toronto Film Festival (5.-15.9.) und ist ab 20. Dezember beim Streamingdienst Netflix zu sehen. Eine Kinoauswertung ist angeblich ebenfalls geplant.

Thema der Produktion „The Two Popes“ sind der Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. (2005-2013), die Wahl seines Nachfolgers Jorge Mario Bergoglio als Papst Franziskus im März 2013 und ihr gemeinsames Ringen um den Weg der Kirche.

Frustriert über die Ausrichtung der Kirche, bittet Kardinal Bergoglio (Jonathan Pryce) Papst Benedikt (Anthony Hopkins) um die Erlaubnis, sich von seinen Ämtern zurückzuziehen. Doch der amtsmüde und in sich gekehrte Papst Benedikt bestellt seinen härtesten Kritiker zu sich nach Rom, um ihm ein Geheimnis zu offenbaren, das die Grundfesten der katholischen Kirche erschüttern würde. Hinter den Mauern des Vatikans beginnt ein Kampf zwischen Tradition und Fortschritt, Schuld und Vergebung, während die beiden sehr unterschiedlichen Männer mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden.

Darin geht es um die Erfahrungen, die Joseph Ratzinger als 16-jähriger Soldat in den letzten Stunden des NS-Regimes und dann als junger Theologieprofessor gemacht hat, während Papst Franziskus durch die Militärdiktatur in Argentinien und die Armut vieler Menschen in seinem Heimatland geprägt worden ist.

Dennoch versuchen beide, eine gemeinsame Basis zu finden, um für die Katholische Kirche auf der ganzen Welt eine Zukunft zu gestalten.

In vertrauter Unterredung: Papst Benedikt XII (Anthony Hopkins) und Kardinal Bergoglio (Jonathan Pryce).
In vertrauter Unterredung: Papst Benedikt XVI (Anthony Hopkins, l.) und Kardinal Bergoglio (Jonathan Pryce, r.)

In das Drehbuch von Anthony McCarten sollen auch die Aufzeichnungen eines anonymen Kardinals während des Konklaves 2005 eingeflossen sein, das mit der Wahl Papst Benedikt XVI. endete und bei dem Kardinal Bergoglio angeblich der härteste Konkurrent Ratzingers war. Eine Rolle spielt wohl auch, dass Papst Franziskus beim Konklave im Jahr 2013 anscheinend lange gezögert haben soll, seine Wahl zum Oberhaupt der Katholischen Kirche zu akzeptieren, als sich sein Sieg gegen seine „Konkurrenten“ Peter Kodwo Appiah Kardinal Turkson (Ghana) und Angelo Kardinal Scola (Italien) abzeichnete.

Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Argentinien und Italien statt. Die beiden Hauptrollen sind mit Anthony Hopkins als Joseph Ratzinger und Jonathan Pryce als Jorge Mario Bergoglio besetzt.

Einen ersten Eindruck von The Two Popes bietet der soeben veröffentlichte Trailer des Films"


Paolo Sorrentino und "The New Pope"

Beim Filmfestival in Venedig steht am 1. September außerdem die Premiere der Serien-Fortsetzung „The New Pope“ von Paolo Sorrentino auf dem Programm. Darin fällt Papst Pius XIII. (Jude Law) in ein Koma und wird durch den englischen Kardinal John Brannox (John Malkovich) ersetzt, der den Namen Johannes Paul III. wählt. Der Trailer vermittelt einen ersten Eindruck des Nachfolgers zu der Serie Der junge Papst.

Wird von Visionen geplagt: Jude Law als im Koma liegender Papst Pius XIII.
Wird von Visionen geplagt: Jude Law als im Koma liegender Papst Pius XIII


Fotos: Netflix, Sky, Filmfestival Venedig

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