#Venezia76: Die Polanski-Affäre

Samstag, 31.08.2019

Die Anwesenheit von Roman Polanski im Wettbewerb des 76. Filmfestivals von Venedig hat für Kontroversen gesorgt. Dass sein Film zu den stärksten Beiträgen zählt, macht es nicht einfacher.

Diskussion

Die Premiere von Roman Polanskis Historienfilm J’accuse am 30.8. war überschattet von den heftigen Kontroversen, die seit der Programmankündigung des Wettbewerbs der 76. „Mostra“ in Venedig toben: Darf das Werk eines Mannes, der Ende der 1970er-Jahre wegen der Vergewaltigung einer Minderjährigen verurteilt wurde, als potenzieller Gewinner des „Goldenen Löwen“ im Wettbewerb antreten? Im Vorfeld wurde teils heftig gegen die Einladung des Films polemisiert – auch im Verweis darauf, dass in der Auswahl, in der für Polanskis Film der rote Teppich ausgerollt wird, für nur zwei Filme von weiblichen Filmemachern Raum ist. Jury-Präsidentin Lucrecia Martel deutete denn auch an, nicht an der Gala zu Ehren des Films teilnehmen zu wollen, bekräftigte aber in einem zusätzlichen Statement ausdrücklich, dem Film selbst gegenüber unvoreingenommen zu sein und ihn wie jeden anderen Beitrag im Wettbewerb zu behandeln. Polanski selbst blieb (voraussehbar) dem Festival fern und ließ sich von einer Delegation vertreten, zu der unter anderem seine Hauptdarsteller Jean Dujardin und Louis Garrel

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