Auf einmal

Dienstag, 10.09.2019

Packendes Drama um einen jungen Banker und eine unbekannte Tote

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Ein junger Bankangestellter (Sebastian Hülk) hat es scheinbar geschafft. Er hat ein sicheren Job, eine hübsche Freundin (Julia Jentsch) und außerdem eine lebendige Clique um sich herum. Die Kleinstadt, in der er lebt, strahlt Gemütlichkeit und Schutz aus. Umso unvorbereiteter trifft in ein Schicksalsschlag. AmEnde einer langen Party-Nacht in seiner Wohnung ist er mit einer unbekannten Frau allein, von der er sich magisch angezogen fühlt. Doch plötzlich bricht sie tot zusammen. Statt einen Notarzt zu rufen, läuft er zur nächsten Ambulanz, die nachts geschlossen hat. Ein Fehlverhalten, für das ihn seine Umwelt bitter bestraft.

Das packende Drama von Asli Özge blickt als eine Mischung aus Krimi, beklemmendem Psychodrama und genauer Kleinstadtstudie hinter die Kulissen einer heuchlerischen Gesellschaft. Mit stilistisch ausgefeilten Bildern fängt das Drama die Klaustrophobie ein, die der eindrucksvoll gespielten Hauptfigur zunehmend die Luft abschnürt und ihn in ein Wesen verwandelt, das sich nahtlos in die Scheinheiligkeit seiner Umwelt einfügt.

Hier geht es zum Film in der ARD Mediathek



Foto: Das Erste/MFA+

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