Grüne Hochzeit

Donnerstag, 12.09.2019

Defa-Liebesdrama um ein blutjunges Paar, das Zwillinge bekommt und den Anforderungen nicht gewachsen ist

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Ein blutjunges Paar aus der DDR, Robert und Susanne, sind Ende der 1980-Jahre meist auf der Suche nach einem Liebesnest. Als Susanne (Anja Kling) schwanger wird, heiraten die beiden und beziehen eine verfallene Wohnung in einer Altbauvilla. Die ersten Ehewochen sind von Renovierungsarbeiten und großen Geldknappheit bestimmt.

Als die Zwillinge Romeo und Julia zur Welt kommen, muss die Lebensplanung ein weiteres Mal umgestellt werden. Robert (Marc Lubosch) schuftet tagsüber auf dem Bau und fährt nachts Taxi, Susanne kümmert sich um die Kinder. Allerdings währt das Eheglück nicht lange. Das Paar entfremdet sich auch durch die enormen Anstrengungen, die das familiäre Dasein ihnen abnötigt; andere Partner versprechen ein einfacheres und besseres Leben. Als Robert auszieht und sich mit einem Mannequin tröstet, lässt sich Susanne mit einem Schulfreund ein.

Beide spüren aber bald, dass das nicht die Lösung ihrer Probleme sein kann. Denn auch die neuen Geliebten haben Macken, und so ganz ist die frühere Liebe doch nicht vergessen.

Das bewegende Liebesdrama von Hermann Zschoche, das indirekt an dessen Film „Sieben Sommersprossen“ (1977) anknüpft, forscht dem Konflikt zwischen einem harten Alltag und einer Zweisamkeit nach, die unter den Belastungen der frühen Elternschaft schwer zu tragen hat.

Hier geht es zum Film in der ARD Mediathek



Foto: mdr

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