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High-Rise

Montag, 09.05.2022

Futuristisches Drama nach einem Roman von J.G. Ballard - bis 27.5. in der ARD-Mediathek

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Ein Junggeselle (Tom Hiddleston) zieht in ein Hochhaus aus massivem Beton, in dem die Etagen nach den sozialen Klassen vergeben sind: Oben wohnen die Reichen - an der Spitze angeführt vom Architekt des Hauses (Jeremy Irons) -, unten die die weniger Betuchten. In episodischen Kapiteln enthüllt das futuristische Drama des englischen Regisseurs Ben Wheatley rückschauend, wie diese Ordnung nach und nach erodiert.

Die Inszenierung bleibt dabei ironisch distanziert, vor allem in den per Voice-over zu hörenden inneren Monologen. Zusammen mit dem kontrapunktischen Einsatz von Musik erinnert das bisweilen an die Filme von Stanley Kubrick. Die Inszenierung zieht die Tonspur häufig stark auf, komprimiert Ereignisse in Montagesequenzen und Parallelmontagen und verunsichert die Zeitwahrnehmung zusätzlich durch Zeitlupen.

Die Stimmung, die durch diese Kombination erzeugt wird, ist zugleich traumartig und distanziert; zwei sich widersprechende Erzählregister, die aber gut zu dem gleichnamigen Roman von J.G. Ballard passen. - Ab 16.



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