Die große Reise - Seyran Ateş und der Weg zu einem reformierten Islam

Dienstag, 01.10.2019

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Die 1963 geborene türkischstämmige Anwältin und Autorin Seyran Ateş setzt sich bereits seit langem für die Gleichstellung der Frauen im Islam ein. Das brachte ihr viel Feindseligkeit von konservativen Muslimen und Morddrohungen ein, sodass sie mehrmals unter Polizeischutz stand und sich zwischenzeitlich aus der Gesellschaft zurückzog. 2017 eröffneten sie und einige Mitstreiter in Berlin die liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, in der Frauen und Männer Seite an Seite beten, was einmal mehr zu Morddrohungen konservativer Muslime führte.

Der Dokumentarfilm von Güner Yasemin Balci, als Journalistin, Buchautorin und Regisseurin im Kampf gegen die fundamentalistische Vereinnahmung des Islam ihrerseits mit Anfeindungen vertraut, beobachtet Seyran Ateş über zwei Jahre hinweg. Ohne weiteren Kommentar fängt der Film ihren ungebrochenen Kampfgeist und ihre ruhige Argumentationsart ein, neben der ihre Gegner – von Geistlichen aus dem konservativen Lager bis zu traditionsaffinen Jugendlichen – rhetorisch regelmäßig den Kürzeren ziehen. Zwischen die beobachtenden Passagen setzt der Film stimmige Schwarz-weiß-Sequenzen, in denen Seyran Ateş auf ihren Werdegang zurückblickt. – Ab 14.


Hinweis: Das ZDF zeigt den Dokumentarfilm aus Anlass des Tags der offenen Moscheen, der jährlich am 3. Oktober stattfindet.

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Foto: ZDF/Susanne Salonen

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