Alfred Hitchcock präsentiert: …und so starb Riabouchinska (One)

Mittwoch, 02.10.2019

16.10., 21.50-22.15, One

Diskussion

In der „goldenen Ära“ des US-amerikanischen Fernsehens in den 1950er-Jahren ließen sich zahlreiche junge Talente auf die Arbeit bei den Sendern ein, wo sie auf Filmveteranen trafen, die dem Medium teilweise weit offener gegenüberstanden als damals wie heute gemeinhin angenommen wird. In der Anthologie-Serie „Alfred Hitchcock präsentiert“ führte der Spannungsmeister ab 1955 in 20-25-minütige Episoden ein, die Mini-Kriminalstorys mit oftmals makabren Elementen verbanden.

Zu den dramaturgischen wie darstellerischen Highlights der ersten Staffel, die One derzeit wieder ausstrahlt, zählt „…und so starb Riabouchinska“. Beruhend auf einer Erzählung von Ray Bradbury, wurde der Stoff fürs Fernsehen vom noir-erfahrenen Autor Mel Dinelli (u.a. bekannt für Das unheimliche Fenster) adaptiert: Der Varieté-Bauchredner Fabian (Claude Rains) gerät in Verdacht, als ein erfolgloser Jongleur ermordet im Keller eines Theaters entdeckt wird. Inspektor Krovitch (Charles Bronson) stößt bei seinen Ermittlungen auf einen ganz in seiner Arbeit aufgehenden Künstler, der ein bizarres Verhältnis zu seiner schönen Puppe Riabouchinska pflegt. Von Robert Stevenson inszeniert, vermittelt die Episode als Charakterstudie und Spannungsminiatur musterhaft die Qualitäten der Serie. – Ab 16.


Foto: Universal Pictures Home Ent.

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